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Ricarda Funk verpasst Medaille im Kanuslalom
Sport · 24.07.2026 09:12

Ricarda Funk verpasst Medaille im Kanuslalom

Kurz: Olympiasiegerin Ricarda Funk hat bei der Kanuslalom-WM in Oklahoma City den Sprung aufs Treppchen verpasst. Ein Fehler kostete die 34-Jährige wertvolle Zeit.

Ein enttäuschendes Ergebnis in Oklahoma City

Für Ricarda Funk endete der Finallauf bei der Kanuslalom-Weltmeisterschaft in Oklahoma City nicht mit dem erhofften Edelmetall. Die 34-jährige Olympiasiegerin von Tokio, die für den KSV Bad Kreuznach startet, musste sich nach einer couragierten Fahrt mit dem fünften Platz begnügen. Trotz ihrer Ambitionen, nach den Weltmeistertiteln von 2021 und 2022 erneut auf das Podium zu fahren, reichte die Leistung diesmal nicht für eine Medaille.

Die Athletin selbst zeigte sich nach dem Wettkampf selbstkritisch. Sie sei voll auf Angriff gefahren, habe jedoch bereits zu Beginn des Kurses den entscheidenden Move nicht präzise genug ausgeführt. Dieser kleine Fehler habe sie wertvolle Sekunden gekostet, die ihr im Ziel für den Sprung in die Medaillenränge fehlten. Funk beschrieb das Ergebnis als schmerzhaft, da sie sich durchaus Chancen auf eine vordere Platzierung ausgerechnet hatte.

Dominanz der Konkurrenz

Das Rennen auf der 305 Meter langen Strecke wurde von der erfahrenen Australierin Jessica Fox dominiert. Für die dreimalige Olympiasiegerin ist dieser Erfolg besonders bemerkenswert, nachdem sie im Vorjahr aufgrund einer Tumor-Operation an der Niere ihre Heim-Weltmeisterschaft verpasst hatte. Das Podium komplettierten die US-Amerikanerin Evy Leibfarth auf dem zweiten Rang sowie die Britin Kimberley Woods auf dem dritten Platz.

Der Weg ins Finale und die sportliche Einordnung

Ricarda Funk war die einzige deutsche Athletin, die sich für das Finale der besten zwölf Kanutinnen qualifizieren konnte. Mit einem neunten Platz im Halbfinale sicherte sie sich den Einzug in den entscheidenden Lauf. Obwohl das Endergebnis für die in Augsburg trainierende Kanutin eine Enttäuschung darstellt, lässt sich der Wettkampf auch aus einer strategischen Perspektive betrachten: Da die olympischen Kanu-Wettbewerbe für 2028 in Oklahoma City angesetzt sind, war die Teilnahme an diesem Event wichtig, um sich mit den Bedingungen vor Ort vertraut zu machen und einen Olympia-Quotenplatz zu sichern. In dieser Hinsicht äußerte sich Funk trotz des sportlichen Frusts über den verpassten Podestplatz zufrieden.

Blick nach vorn: Fokus auf Kajak Cross

Bereits vor dem Einzelfinale blieb das deutsche Team hinter den Erwartungen zurück. Im Team-Wettbewerb belegten die Kajak-Frauen um Ricarda Funk lediglich den achten Platz, mit einem Rückstand von über acht Sekunden auf die siegreichen Australierinnen.

Für die Rheinland-Pfälzerin ist die Weltmeisterschaft jedoch noch nicht beendet. Am kommenden Samstag steht der Kajak Cross-Wettbewerb auf dem Programm. Auch wenn diese Disziplin nicht als ihre Paradedisziplin gilt, kündigte Funk an, noch einmal alles in die Waagschale zu werfen. Sie bereitet sich darauf vor, im direkten Duell mit der Konkurrenz vollen Einsatz zu zeigen und um die noch verbleibende Chance auf eine Medaille zu kämpfen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/tisch-sport-wettbewerb-vergeben-6345328/ · Foto: www.kaboompics.com
Quelle: https://www.sportschau.de/regional/swr/swr-ricarda-funk-verpasst-medaille-im-kanuslalom-100.html