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Raus aus Dauerschleife, rein in Saison ohne Zittern
Technik · 05.08.2026 15:28

Raus aus Dauerschleife, rein in Saison ohne Zittern

Kurz: Eintracht Braunschweig will die Serie der knappen Klassenerhalte beenden. Mit neuem Personal und klaren Zielen soll der Sprung ins gesicherte Mittelfeld gelinge

Ein neues Kapitel an der Hamburger Straße

Seit der Rückkehr in die 2. Bundesliga im Sommer 2022 ist Eintracht Braunschweig Stammgast im Abstiegskampf. Vier Spielzeiten in Folge glich der Saisonverlauf einer Zitterpartie, die die Nerven der Fans und Verantwortlichen gleichermaßen strapazierte. Die Platzierungen 15, 15, 16 und erneut 15 verdeutlichen die schwierige Ausgangslage, in der sich der Verein regelmäßig befand. Mal war es die Relegation, mal die hauchdünne Tordifferenz, die den Gang in die Drittklassigkeit verhinderte.

Für die kommende Spielzeit haben sich die Niedersachsen nun ein ambitionierteres Ziel gesetzt. Geschäftsführer Sport Benjamin Kessel betont, dass man den lang ersehnten Entwicklungsschritt vollziehen wolle. Das primäre Ziel ist dabei klar definiert: Die 40-Punkte-Marke soll erstmals geknackt werden, um sich langfristig in Richtung der 45-Punkte-Marke und damit in das gesicherte Tabellenmittelfeld zu orientieren.

Kontinuität und frische Impulse

Ein wesentlicher Baustein für die neue Saison ist die personelle Stabilität. Laut Kessel ist es dem Verein gelungen, den Kern der Mannschaft zusammenzuhalten und keine Leistungsträger abzugeben. Diese Kontinuität soll als Fundament dienen, um die defensiven und offensiven Abläufe unter Trainer Lars Kornetka zu festigen.

Zusätzlich wurde der Kader durch gezielte Neuverpflichtungen ergänzt. Mit Maximilian Entrup konnte ein Stürmer gewonnen werden, der in den vergangenen Jahren seine Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt hat. Ergänzt wird das Aufgebot durch junge Talente wie Tristan Wagner, Samuele di Benedetto sowie die Leihspieler Yann Sturm und Jan Urbich. Kapitän Ron-Thorben Hoffmann sieht in dieser Mischung aus bewährten Kräften und frischem Wind eine Quelle für neue Euphorie.

Herausforderungen in der Vorbereitung

Der Weg zum angestrebten Ziel ist jedoch mit Hürden verbunden. Die Vorbereitungsphase verlief sportlich nicht nach Wunsch. Die Ergebnisse gegen verschiedene Testspielgegner blieben hinter den Erwartungen zurück, und die Offensive wirkte phasenweise harmlos. Besonders schmerzhaft ist zudem der verletzungsbedingte Ausfall von Mittelfeldspieler Robin Heußer, der mit einer Innenbandverletzung am rechten Knie für mehrere Wochen pausieren muss.

Spieler wie Lino Tempelmann betonen, dass der permanente Überlebenskampf der vergangenen Jahre eine erhebliche mentale Belastung darstellte. Die Hoffnung auf eine Saison ohne existenzielle Sorgen ist daher groß, wenngleich die Konkurrenz in der 2. Bundesliga als äußerst stark eingeschätzt wird.

Der Blick nach vorn

Die Mission für die neue Spielzeit beginnt mit einem Nachbarschaftsduell beim 1. FC Magdeburg. Dieser Auftakt wird bereits erste Aufschlüsse darüber geben, wie weit die Entwicklung der Mannschaft unter Lars Kornetka fortgeschritten ist. Das erste Heimspiel folgt kurz darauf gegen den VfL Bochum.

Ob es Braunschweig gelingt, die Dauerschleife des Abstiegskampfes zu durchbrechen, bleibt abzuwarten. Die Verantwortlichen sind nach eigenen Angaben guten Mutes, die gesteckten Ziele zu erreichen. Sollte es am Ende erneut ein knappes Ergebnis werden, dürfte die Erleichterung über den Klassenerhalt jedoch wieder einmal überwiegen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/schild-laptop-internet-macbook-5624997/ · Foto: https://kaboompics.com/
Quelle: https://www.sportschau.de/regional/ndr/raus-aus-der-dauerschleife-eintracht-braunschweig-will-saison-ohne-zittern,eintracht-356.html