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Erster Saisonsieg für Eintracht Frankfurt: Burkardt und Uzun knipsen in Mainz
Regional · 12.09.2026 17:23

Erster Saisonsieg für Eintracht Frankfurt: Burkardt und Uzun knipsen in Mainz

Kurz: Eintracht Frankfurt feiert beim 3:1 in Mainz den ersten Saisonsieg. Jonathan Burkardt und Can Uzun glänzen vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp.

Ein wichtiger Erfolg im Nachbarschaftsduell

Eintracht Frankfurt hat am dritten Spieltag der laufenden Saison ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt und den ersten Sieg eingefahren. In einem intensiven Nachbarschaftsduell gegen den FSV Mainz 05 sicherten sich die Hessen einen verdienten 3:1-Erfolg. Die Partie, die vor 33.305 Zuschauern ausgetragen wurde, stand ganz im Zeichen einer taktischen Neuausrichtung der Gäste. Unter den Augen des anwesenden Bundestrainers Jürgen Klopp zeigten die Frankfurter eine disziplinierte Leistung, die vor allem in der Offensive durch die Akteure Jonathan Burkardt und Can Uzun geprägt war. Während die Mainzer zwar phasenweise mehr Ballbesitz verzeichnen konnten, fehlte es ihnen an der nötigen Durchschlagskraft, um die kompakte Frankfurter Defensive ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Der Sieg markiert für die Eintracht nicht nur den ersten Dreier der aktuellen Spielzeit, sondern auch das Ende einer längeren Durststrecke in der Bundesliga, die bis in den April zurückreichte. Für die Mannschaft von Trainer Adi Hütter war dieser Erfolg ein Befreiungsschlag, der nach dem schwierigen Saisonstart dringend notwendig war, um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld zu wahren.

Die entscheidenden Momente der Partie

Das Spiel nahm bereits früh Fahrt auf, als Ritsu Doan in der sechsten Minute mit einem Pfostenschuss ein erstes Warnsignal setzte. Nur drei Minuten später zahlte sich die Beharrlichkeit des Eintracht-Profis aus: Nach einem gewonnenen Zweikampf bediente er Jonathan Burkardt, der den Turbo zündete und quer auf Can Uzun legte, welcher zur frühen Führung einschob. Die Mainzer fanden in der Folge schwer ins Spiel, konnten jedoch kurz vor der Pause durch einen Foulelfmeter von Nadiem Amiri fast den Ausgleich erzielen. Der Frankfurter Torhüter Noah Atubolu parierte den Strafstoß jedoch glänzend, und auch der Nachschuss von Phillip Tietz fand nicht den Weg ins Netz. Kurz darauf, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, erhöhte Burkardt nach einem Befreiungskopfball von Jeremiaha Maluze auf 2:0. In der 60. Minute sorgte Uzun nach einer schnellen Kombination über Doan und den eingewechselten Mario Götze für das vorentscheidende 3:0. Der späte Treffer von Phillip Tietz in der 89. Minute war lediglich Ergebniskosmetik für die Mainzer, die an diesem Nachmittag gegen die effiziente Frankfurter Offensive das Nachsehen hatten.

Der taktische Wandel unter Adi Hütter

Die Entscheidung von Trainer Adi Hütter, das System bereits am dritten Spieltag grundlegend anzupassen, erwies sich als goldrichtig. Anstelle der bisherigen Viererkette setzte der Coach auf eine defensivere Dreierabwehr, unterstützt durch zwei Schienenspieler. Diese Umstellung ging mit dem Verzicht auf den bisherigen Topscorer Younes Ebnoutalib einher, der zunächst auf der Bank Platz nahm. Stattdessen bot Hütter nur drei gelernte Offensivkräfte auf, was dem Spiel der Eintracht eine neue Stabilität verlieh. Besonders bemerkenswert war das Debüt von Noel Aseko im zentralen Mittelfeld. Der junge Akteur fügte sich nahtlos in das Gefüge ein und überzeugte durch eine umtriebige und präsente Spielweise. Auch die Einbindung von Jeremiaha Maluze in der Defensive zahlte sich aus, da dieser über die gesamte Spieldauer eine überzeugende Leistung zeigte. Die taktische Disziplin, die Hütter von seiner Mannschaft forderte, wurde von den Spielern konsequent umgesetzt, was den Grundstein für den Erfolg gegen die offensivstarken Mainzer legte.

Die Protagonisten auf dem Rasen

Im Zentrum des Geschehens stand Jonathan Burkardt, der an seiner ehemaligen Wirkungsstätte eine besondere Rolle einnahm. Trotz seines Treffers und seiner Vorlage verzichtete er auf einen ausgelassenen Jubel, was den Respekt vor seinem Ex-Verein unterstrich. An seiner Seite glänzte Can Uzun, der mit seinen zwei Treffern maßgeblich am Sieg beteiligt war. Auf der Gegenseite agierte der FSV Mainz 05 mit einer Formation um Torwart Robin Zentner und Akteure wie Anthony Caci, Kaishu Sano und Phillipp Mwene. Trotz der Bemühungen von Spielern wie Sheraldo Becker, der den Elfmeter herausholte, gelang es den Gastgebern nicht, die Frankfurter Defensive nachhaltig zu knacken. Die Einwechslungen von Spielern wie Danny da Costa auf Mainzer Seite oder Mario Götze bei Frankfurt zeigten die Bemühungen beider Trainer, das Spiel in der Schlussphase noch einmal zu beeinflussen. Schiedsrichter Felix Zwayer leitete die Partie, in der neben den sportlichen Highlights auch disziplinarische Maßnahmen wie die Gelben Karten für Mario Götze und Raphael Onyedika verzeichnet wurden.

Einordnung des sportlichen Geschehens

Der Sieg der Eintracht ist aus sportlicher Sicht als ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung zu werten. Die Umstellung auf ein defensiveres System war ein riskanter, aber letztlich erfolgreicher Schachzug von Adi Hütter. Einzuordnen ist das so, dass die Mannschaft nach den enttäuschenden Ergebnissen der vorangegangenen Wochen eine klare Reaktion gezeigt hat. Den Berichten zufolge war der Druck auf die Frankfurter vor dieser Partie enorm, da der letzte Bundesliga-Dreier weit zurücklag. Dass die Eintracht nun ausgerechnet in Mainz, wo man seit Januar 2021 nicht mehr gewinnen konnte, die Wende schaffte, verleiht dem Erfolg zusätzliche Bedeutung. Die defensive Stabilität, angeführt von einem sicheren Rückhalt wie Noah Atubolu, war der Schlüssel zum Erfolg. Während die Mainzer nach ihrem 5:0-Sieg in Hamburg mit viel Selbstvertrauen in die Partie gingen, gelang es ihnen diesmal nicht, ihre Angriffswucht auf den Platz zu bringen. Die Effizienz der Frankfurter im Abschluss, gepaart mit einer taktischen Disziplin, war der entscheidende Unterschied zwischen beiden Mannschaften.

Offene Fragen und verbleibende Lücken

Obwohl das Spiel ein klares Ergebnis lieferte, bleiben einige Fragen unbeantwortet. Der Quelltext macht keine Angaben dazu, wie nachhaltig das neue taktische System von Adi Hütter für die kommenden Wochen ist oder ob es sich lediglich um eine punktuelle Anpassung für das Spiel gegen Mainz handelte. Ebenso bleibt unklar, wie die langfristige Rolle von Younes Ebnoutalib geplant ist, der trotz seiner bisherigen Torquote zunächst auf der Bank saß. Auch die Hintergründe für die defensive Ausrichtung und ob diese auch in kommenden Heimspielen beibehalten wird, werden nicht explizit thematisiert. Zudem fehlen Informationen über den Gesundheitszustand der Spieler nach der intensiven Partie, insbesondere im Hinblick auf eventuelle Blessuren, die während des Spiels entstanden sein könnten. Die langfristigen Auswirkungen dieses Sieges auf die Stimmung innerhalb der Mannschaft und das Vertrauensverhältnis zum Trainerteam lassen sich aus dem vorliegenden Bericht ebenfalls nicht abschließend beurteilen, da hier nur die unmittelbaren Ereignisse des Spieltages geschildert werden.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/frankfurter-skyline-mit-boot-auf-dem-fluss-36700100/ · Foto: Christina & Peter
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-erster-saisonsieg-fuer-eintracht-frankfurt-burkardt-und-uzun-knipsen-in-mainz-102.html