Was geschehen ist – die Kernmeldung
Im Teichweg in Frankenberg (Eder) kam es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zu einer Serie von Einbrüchen, die nun die örtliche Polizei beschäftigt. Unbekannte Täter verschafften sich gewaltsam Zutritt zu zwei direkt nebeneinanderliegenden Objekten, einem Kiosk einer Minigolfanlage sowie einem Restaurant. Die Täter agierten dabei mit einer hohen kriminellen Energie und hinterließen einen erheblichen Sachschaden sowie eine Beute, die neben Bargeld auch einen massiven Tresor umfasste. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun intensiv nach Zeugen, die im Bereich des Tatortes verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben könnten. Ob es sich bei den Tätern in beiden Fällen um dieselben Personen handelte, ist Gegenstand der laufenden polizeilichen Untersuchungen. Die Beamten der Polizeistation Frankenberg sowie die Kriminalpolizei Korbach sind derzeit damit befasst, Spuren auszuwerten und den genauen Tathergang zu rekonstruieren. Die Bevölkerung wird um Mithilfe gebeten, um die bisher unbekannten Täter identifizieren zu können.
Die Einzelheiten der Taten
Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass sich der Einbruch in den Kiosk der Minigolfanlage im Zeitraum zwischen Dienstagabend, 18:30 Uhr, und Mittwochmorgen, 08:30 Uhr, ereignete. Die Täter verschafften sich gewaltsam Zugang, indem sie die hintere Eingangstür mit einem noch nicht identifizierten Hebelwerkzeug aufbrachen. Aus der Kasse entwendeten sie eine geringe Menge an Wechselgeld, bevor sie unerkannt entkamen. Deutlich schwerwiegender gestaltet sich der Fall im benachbarten Restaurant. Hier konnten die Ermittler durch die Auswertung von Kameraaufnahmen feststellen, dass zwei maskierte Täter gegen 0:55 Uhr in der Nacht zum Mittwoch zuschlugen. Sie stiegen durch ein aufgehebeltes Fenster in das Gebäude ein. Ihr primäres Ziel war ein Tresor mit einem Gewicht von stolzen 350 Kilogramm. Die Täter bauten diesen fachmännisch aus, transportierten ihn aus dem Restaurant und luden ihn vermutlich in ein bereitstehendes Fahrzeug. Seit diesem Zeitpunkt fehlt von dem Tresor, dem darin enthaltenen Bargeld sowie den Tätern jede Spur. Die Tat im Restaurant wurde den Behörden am Donnerstagmorgen gemeldet.
Hintergrund und bisheriger Verlauf
Die Einbrüche ereigneten sich in einer räumlich eng begrenzten Umgebung im Teichweg. Dass zwei direkt benachbarte Betriebe in derselben Nacht zum Ziel von Kriminellen wurden, deutet auf eine gezielte Auswahl des Tatortes hin. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter den Bereich möglicherweise zuvor ausgekundschaftet haben könnten. Während der Einbruch in den Kiosk über einen längeren Zeitraum hinweg stattfand, verlief die Tat im Restaurant deutlich präziser und zeitlich fokussierter. Dass die Täter in der Lage waren, einen Tresor dieses enormen Gewichts von 350 Kilogramm abzutransportieren, lässt auf eine gewisse Vorbereitung und den Einsatz technischer Hilfsmittel oder eines geeigneten Transportfahrzeugs schließen. Die Polizei hat bereits vor Ort eine umfassende Spurensicherung durchgeführt, um forensische Beweise zu sichern. Die Auswertung der Videoüberwachung des Restaurants stellt dabei einen zentralen Baustein der bisherigen Ermittlungsarbeit dar, da sie zumindest eine visuelle Identifizierung der zwei maskierten Personen ermöglichte.
Die Beteiligten und das weitere Vorgehen
In die Ermittlungen sind sowohl die Beamten der Polizeistation Frankenberg als auch die Spezialisten der Kriminalpolizei Korbach involviert. Die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Nordhessen, Ulrike Schaake, hat die Öffentlichkeit bereits über den Vorfall informiert und die entsprechenden Kontaktmöglichkeiten für Zeugen bekannt gegeben. Die Kripo Korbach ist unter der Telefonnummer 05631-9710 für Hinweise erreichbar. Betroffen sind die Betreiber des Kiosks an der Minigolfanlage sowie die Inhaber des Restaurants im Teichweg. Zeugen, die in der fraglichen Nacht verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Teichwegs gesehen haben, werden dringend gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Jede Beobachtung, auch wenn sie zunächst unwichtig erscheinen mag, könnte für die Ermittler von entscheidender Bedeutung sein, um die Täter zu fassen und den Verbleib des Tresors zu klären. Die Polizei setzt dabei auf die Aufmerksamkeit der Anwohner und Passanten, die möglicherweise ungewöhnliche Geräusche oder Aktivitäten in der Nacht zum Mittwoch bemerkt haben könnten.
Einordnung und offene Fragen
Einzuordnen ist das Geschehen als gezielte Einbruchsserie, bei der die Täter mit einer gewissen Professionalität vorgingen, insbesondere beim Abtransport des schweren Tresors aus dem Restaurant. Den Berichten zufolge scheint es sich um Täter zu handeln, die genau wussten, wie sie Zugang zu den Gebäuden erlangen und wie sie ihre Beute abtransportieren können. Dennoch bleiben zahlreiche Fragen offen, die der aktuelle Ermittlungsstand noch nicht beantworten kann. So ist beispielsweise unklar, ob die Täter bei beiden Einbrüchen identisch waren, auch wenn die Polizei dies vermutet. Zudem ist nicht bekannt, wie viele Personen insgesamt an der Tat beteiligt waren – ob es neben den zwei maskierten Personen im Restaurant noch weitere Komplizen gab, die beispielsweise als Fahrer fungierten, muss noch geklärt werden. Auch die Art des verwendeten Fahrzeugs, das zum Abtransport des Tresors genutzt wurde, konnte bisher nicht näher beschrieben werden. Ebenso bleibt offen, ob die Täter über Insiderwissen verfügten, das ihnen den Ausbau des Tresors erleichtert hat. Diese Lücken in der Beweiskette sollen durch die weitere Auswertung der Spuren und die erhofften Zeugenhinweise geschlossen werden.