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Mohamed Ali Zoma und das 20-Millionen-Euro-Preisschild
Sport · 10.08.2026 12:42

Mohamed Ali Zoma und das 20-Millionen-Euro-Preisschild

Kurz: Mohamed Ali Zoma begeistert beim 1. FC Nürnberg. Nach einem starken Saisonstart wird der Stürmer nun mit einer Ablösesumme von 20 Millionen Euro in Verbindung g

Ein kometenhafter Aufstieg in Franken

Innerhalb von nur zwölf Monaten hat sich Mohamed Ali Zoma vom weitgehend unbekannten Talent aus der dritten italienischen Liga zu einem der wertvollsten Akteure der 2. Bundesliga entwickelt. Der 1. FC Nürnberg hat mit der Verpflichtung des Angreifers im August 2025 einen Volltreffer gelandet. Für eine Ablösesumme von rund 800.000 Euro kam der damals 21-Jährige von UC AlbinoLeffe nach Deutschland. Nach einer anfänglichen Eingewöhnungsphase, in der er sich erst an den physisch geprägten deutschen Fußball gewöhnen musste, avancierte er unter Trainer Miroslav Klose zur unverzichtbaren Offensivkraft.

Der Weg zum Publikumsliebling

Die Bilanz seiner ersten Spielzeit im Club-Trikot ist beeindruckend: 14 Treffer und fünf Vorlagen in 29 Ligaspielen unterstrichen seine Bedeutung für das Team. Die Fans honorierten diese Leistungen und wählten ihn zum „Club-Spieler der Saison 2025/26“. Besonders die individuelle Förderung durch Miroslav Klose, der intensiv an den Laufwegen und der Abschlussqualität des Italieners arbeitete, zahlte sich aus. Dass Zoma für die Nürnberger Offensive essenziell ist, zeigte sich in der vergangenen Saison vor allem während seiner verletzungsbedingten Abwesenheit im April, als das Angriffsspiel deutlich an Durchschlagskraft verlor.

Ein Ausrufezeichen zum Saisonauftakt

Die neue Spielzeit begann für Zoma mit einem Paukenschlag. Beim 3:0-Erfolg gegen Dynamo Dresden erzielte er alle drei Tore und stellte damit erneut seine Fähigkeit unter Beweis, Spiele im Alleingang zu entscheiden. Diese Leistung hat die Aufmerksamkeit internationaler Vereine weiter intensiviert. Berichten zufolge zeigen bereits seit Juni mehrere Clubs aus Frankreich – darunter der RC Lens und der Paris FC – sowie verschiedene italienische Vereine Interesse an einer Verpflichtung des Stürmers.

Die 20-Millionen-Euro-Marke als Schmerzgrenze

Angesichts der starken Leistungen ist die Diskussion um eine mögliche Ablösesumme entbrannt. Laut Aussagen von Aufsichtsratschef Peter Meier liegt die Schmerzgrenze des Vereins bei einer Summe von bis zu 20 Millionen Euro. Nürnberg befindet sich in einer komfortablen Verhandlungsposition, da Zomas Vertrag noch bis 2029 läuft. Der Verein ist nicht mehr auf schnelle Transfererlöse angewiesen, um den Spielbetrieb zu sichern. Sportvorstand Joti Chatzialexiou betonte gegenüber Medien, dass sich die finanzielle Ausgangslage des Clubs im Vergleich zu den Vorjahren deutlich stabilisiert habe.

Die Perspektive: Bleiben oder Gehen?

Obwohl die Spekulationen zunehmen, gibt es aus dem Umfeld des Spielers und des Vereins keine Anzeichen für einen unmittelbar bevorstehenden Wechsel. Trainer Miroslav Klose zeigt sich gelassen und lobt die mentale Stärke seines Schützlings. Auch innerhalb der Mannschaft ist der Wunsch nach einem Verbleib groß; so äußerte sich Mitspieler Adam Marhiev öffentlich mit der Aufforderung, Zoma solle den Verein nicht verlassen.

Zoma selbst hält sich bezüglich seiner Zukunft bedeckt. Zwar vermied er im Trainingslager ein explizites Bekenntnis zum Verbleib, betonte jedoch seine Freude am Toreschießen und die Verbundenheit zur Atmosphäre in Nürnberg. Sein Fokus liegt derzeit darauf, an die Erfolge der Vorsaison anzuknüpfen. Für den 1. FC Nürnberg bleibt die Herausforderung bestehen, den Shootingstar zu halten, um die sportliche Qualität im Kader zu sichern, während gleichzeitig die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine hohe Ablöse als attraktive Option erscheinen lassen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/dynamischer-fussballspieler-dribbelt-auf-dem-feld-33110018/ · Foto: El gringo photo
Quelle: https://www.sportschau.de/regional/br/br-zoma-explodiert-beim-club-20-millionen-euro-preisschild-102.html