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Leichathletik-EM: Gina Lückenkemper holt Silber mit 4x100-Meter-Mixed-Staffel
Sport · 16.08.2026 21:53

Leichathletik-EM: Gina Lückenkemper holt Silber mit 4x100-Meter-Mixed-Staffel

Kurz: Gina Lückenkemper krönt ihre Leichtathletik-EM in Birmingham mit Silber in der 4x100-Meter-Mixed-Staffel. Das deutsche Quartett lief neuen Landesrekord.

Ein historischer Erfolg zum Abschluss der Titelkämpfe

Am abschließenden Tag der Leichtathletik-Europameisterschaften im englischen Birmingham hat das deutsche Team einen weiteren glanzvollen Erfolg in den Sprintdisziplinen gefeiert. In der 4x100-Meter-Mixed-Staffel sicherte sich die deutsche Auswahl die Silbermedaille und setzte damit einen eindrucksvollen Schlusspunkt unter eine für den Deutschen Leichtathletik-Verband überaus erfolgreiche Veranstaltung. Mit einer Zeit von 40,11 Sekunden unterbot das Quartett den bisherigen deutschen Rekord deutlich und unterstrich damit den Status Deutschlands als aufstrebende Sprintnation. Angeführt von der erfahrenen Schlussläuferin Gina Lückenkemper, die nach einem schwierigen Turnierverlauf ein versöhnliches Ende fand, zeigte das Team eine geschlossene und hochkonzentrierte Leistung. Die Medaille ist bereits die vierte Auszeichnung für deutsche Sprinterinnen und Sprinter bei diesen Europameisterschaften, was die enorme Leistungsdichte und die aktuelle Dominanz der deutschen Athleten auf der Kurzstrecke unterstreicht. Der Erfolg unter Flutlicht im Stadion von Birmingham war das Ergebnis einer taktisch klugen Aufstellung und einer enormen kämpferischen Einstellung aller vier beteiligten Läuferinnen und Läufer, die sich gegen starke europäische Konkurrenz durchsetzen konnten.

Die Akteure und der Rennverlauf im Detail

Das deutsche Team bestand aus einer Kombination von erfahrenen Kräften und aufstrebenden Talenten. Kevin Kranz und Heiko Gussmann, die bereits am Vortag mit der Männer-Staffel Silber gewonnen hatten, fungierten in der Mixed-Staffel als Kurvenläufer. Komplettiert wurde das Quartett durch Rebekka Haase und die als Schlussläuferin eingesetzte Gina Lückenkemper. Der Rennverlauf gestaltete sich äußerst spannend: Heiko Gussmann übergab den Stab an Lückenkemper, während sie sich noch auf Augenhöhe mit dem führenden Team aus Großbritannien befand. Trotz kleinerer Schwierigkeiten bei der Stabübergabe, die einige wertvolle Hundertstelsekunden kosteten, blieb Lückenkemper in Schlagdistanz zur britischen Spitzenläuferin Amy Hunt. Erst etwa 20 Meter vor der Ziellinie konnte sich Hunt, die bei dieser EM bereits ihr viertes Gold feierte, entscheidend absetzen und den Sieg für Großbritannien in 39,97 Sekunden sichern. Deutschland überquerte die Ziellinie nach 40,11 Sekunden, was den neuen deutschen Rekord bedeutete. Spanien sicherte sich mit einer Zeit von 40,42 Sekunden den dritten Platz und komplettierte damit das Podium in diesem hochklassigen Finale.

Ein schwieriger Weg zum persönlichen Happy End

Für Gina Lückenkemper markiert dieser Erfolg ein emotionales und sportliches Happy End nach einer äußerst komplizierten Anreise und einem durchwachsenen Turnierstart. Die 29-Jährige, die als eine der Hoffnungsträgerinnen angereist war, hatte im Vorfeld der Europameisterschaften mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, darunter ein Zeckenbiss, der ihre Vorbereitung erheblich beeinträchtigte. Diese gesundheitliche Einschränkung wirkte sich negativ auf ihre Form aus, was dazu führte, dass sie im Einzelwettbewerb über 100 Meter den Einzug in das Finale deutlich verpasste. Auch in der Frauenstaffel lief es für Lückenkemper zunächst nicht nach Plan: Ein verunglückter Wechsel, bei dem der Stab ihre Hand verfehlte, führte zum vorzeitigen Ausscheiden des Teams, das bei der Weltmeisterschaft in Tokio noch Bronze gewonnen hatte. Umso bedeutender ist die Silbermedaille in der Mixed-Staffel zu bewerten. Mit dieser Auszeichnung konnte Lückenkemper ihre persönliche Bilanz bei Europameisterschaften auf insgesamt sechs Medaillen ausbauen und die Enttäuschungen der vorangegangenen Tage hinter sich lassen.

Die Stimmen der Protagonisten nach dem Rennen

Die Stimmung im deutschen Lager war nach dem Zieleinlauf von großer Erleichterung und Freude geprägt. Kevin Kranz betonte im Interview mit der Sportschau die kollektive Leistung und den Teamgeist innerhalb der Staffel. Er wies darauf hin, dass die Männer nach ihrem Erfolg am Vortag den Ehrgeiz hatten, auch den Frauen zu einem Medaillenerfolg zu verhelfen. Heiko Gussmann unterstrich den großen Hunger der Athleten auf weitere Erfolge und gab zu, dass das Team insgeheim sogar mit dem Gewinn der Goldmedaille geliebäugelt hatte. Gina Lückenkemper äußerte sich nach dem Rennen kämpferisch und reflektiert. Sie gab zu, dass sie während des Rennens gar nicht genau wusste, an welcher Position sie sich befand, und sich voll auf ihre Beschleunigung konzentrierte. Sie zollte der britischen Siegerin Amy Hunt großen Respekt für deren beeindruckende Leistungen bei dieser EM, betonte jedoch gleichzeitig, dass sie den Kampf um Gold bis zum Schluss gesucht habe. Trotz des verpassten Sieges zeigte sie sich mit ihrer eigenen Leistung und der des gesamten Teams sehr zufrieden.

Einordnung der sportlichen Bedeutung

Einzuordnen ist dieser Erfolg als Bestätigung des Aufwärtstrends der deutschen Kurzstreckensprinter. Den Berichten zufolge hat sich Deutschland innerhalb kurzer Zeit als ernstzunehmende Sprintnation etabliert. Dies wird durch die weiteren Erfolge im Kader untermauert, allen voran durch Owen Ansah, der in Birmingham sowohl Gold über 200 Meter als auch Bronze über 100 Meter gewinnen konnte. Die Silbermedaille in der Mixed-Staffel ist ein weiterer Beleg dafür, dass die deutsche Leichtathletik auch in den Staffelwettbewerben, die ein hohes Maß an technischer Präzision bei den Stabübergaben erfordern, zur europäischen Spitze gehört. Dass das Team trotz eines nicht optimalen Wechsels eine neue Rekordzeit erzielen konnte, spricht für das hohe individuelle Leistungsniveau der beteiligten Sprinter. Die Leistung von Amy Hunt, die als EM-Königin von Birmingham bezeichnet wird, setzt den deutschen Erfolg in einen Kontext: Man musste sich lediglich einer Athletin geschlagen geben, die bei diesem Turnier in einer überragenden Verfassung agierte und insgesamt vier Goldmedaillen für ihr Land sammeln konnte.

Offene Fragen und verbleibende Unklarheiten

Der vorliegende Quelltext lässt einige Details offen, die für eine vollständige Analyse des Rennens von Interesse wären. So wird zwar erwähnt, dass es bei der Stabübergabe an Lückenkemper zu kleinen Problemen kam, jedoch wird nicht präzisiert, welche spezifischen technischen Fehler oder äußeren Umstände zu dieser Verzögerung führten. Ebenso bleibt unklar, wie die genaue taktische Aufstellung des deutschen Teams zustande kam und ob es alternative Überlegungen für die Reihenfolge der Läufer gab. Auch über die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen des Zeckenbisses auf Lückenkempers weitere Saisonplanung gibt der Text keine Auskunft. Es wird nicht explizit thematisiert, ob die Athletin nach diesem Turnier eine längere Regenerationsphase einlegen muss oder ob sie bereits für kommende Wettkämpfe plant. Zudem fehlen Informationen darüber, wie die Konkurrenz aus anderen europäischen Ländern, etwa aus Frankreich oder Italien, in diesem speziellen Mixed-Wettbewerb abgeschnitten hat, was eine noch genauere Einordnung der deutschen Leistung im europäischen Vergleich ermöglichen würde. Diese Lücken bleiben für die weitere Berichterstattung bestehen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/menschen-frauen-football-ausbildung-9442064/ · Foto: Anastasia Shuraeva
Quelle: https://www.sportschau.de/leichtathletik/em/silber-happy-end-fuer-lueckenkemper-in-der-mixed-staffel,la-em-2026-birmingham-4x100-meter-mixed-100.html