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"Kultur.Findet.Stadt" in Fulda: Diese Stars stehen auf der Konzert-Bühne
Regional · 12.08.2026 10:20

"Kultur.Findet.Stadt" in Fulda: Diese Stars stehen auf der Konzert-Bühne

Kurz: Die Konzertreihe 'Kultur.Findet.Stadt.' startet in Fulda in ihre sechste Saison. Ein Überblick über das Programm, die Stars und die Geschichte des Formats.

Ein kulturelles Highlight im Herzen von Fulda

Die Stadt Fulda bereitet sich auf ein musikalisches Ereignis vor, das mittlerweile fest im Veranstaltungskalender der Region verankert ist. Mit der Konzertreihe „Kultur.Findet.Stadt.“ startet am Donnerstag die mittlerweile sechste Auflage eines Formats, das sich durch eine bemerkenswerte Vielfalt auszeichnet. Insgesamt 13 Konzerte stehen auf dem Programm, die bis Ende August im Museumshof der Stadt stattfinden werden. Die Veranstaltungsreihe, die von der Stadt Fulda in Kooperation mit dem Kulturzentrum Kreuz organisiert wird, hat sich von einer Notlösung während der Pandemie zu einer festen Größe entwickelt. Zum Auftakt der diesjährigen Saison wird die deutsche Elektropop-Band ClockClock aus Mannheim erwartet. Aufgrund der hohen Nachfrage sind für dieses Eröffnungskonzert nur noch wenige Restkarten verfügbar. Die Reihe verspricht ein breites Spektrum an Genres, das von Rock und Pop über Schlager und Indie bis hin zu Hip-Hop, Metal, Reggae und Chanson reicht. Mit diesem abwechslungsreichen Angebot möchten die Veranstalter sicherstellen, dass für jeden Geschmack das passende Konzert dabei ist. Die Erwartungen sind hoch, und die bisherigen Ticketverkäufe unterstreichen die Beliebtheit des Formats bei einem Publikum, das längst nicht mehr nur aus der unmittelbaren Umgebung stammt.

Die Details zum Programm und den Künstlern

Das Line-up der diesjährigen Konzertreihe ist hochkarätig besetzt. Nach dem Auftakt durch ClockClock folgt am darauffolgenden Tag der Auftritt von Christian Steiffen, der bürgerlich Hardy Schwetter heißt. Der Entertainer, der sich selbst als „Gott of Schlager“ bezeichnet, ist für seine humorvollen Texte und eine Mischung aus Schlager, Pop und Party-Musik bekannt, die er mit ironischem Pathos präsentiert. Für diesen Abend sind bereits alle Tickets vergriffen. In den darauffolgenden Tagen dürfen sich die Besucher auf weitere namhafte Künstler freuen. Am 15. August tritt Gentleman auf, gefolgt von Dick Brave am 18. August. Ein besonderes Highlight ist das Konzert der französischen Künstlerin Zaz am 24. August, für das ebenfalls keine Karten mehr erhältlich sind. Den Abschluss der Reihe bildet am 30. August Philipp Poisel. Jürgen Peter, der Leiter des Fuldaer Kulturamts, zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf des Vorverkaufs sehr zufrieden. Bislang wurden bereits rund 17.000 Tickets abgesetzt, was einer Auslastung von etwa 70 Prozent entspricht. Die Tendenz ist laut Peter weiterhin steigend, was die anhaltende Attraktivität der Veranstaltungen unterstreicht.

Der Ursprung aus der Pandemie

Die Entstehung von „Kultur.Findet.Stadt.“ ist untrennbar mit den Herausforderungen der Corona-Pandemie verknüpft. Als Anfang 2020 die ersten Kontaktbeschränkungen in Kraft traten, standen Kulturschaffende vor der existentiellen Frage, wie man trotz strenger Auflagen weiterhin Kultur präsentieren kann. Das Kulturzentrum Kreuz und die Stadt Fulda entwickelten daraufhin das Konzept für eine Freiluft-Veranstaltungsreihe, die den notwendigen Abstand zwischen den Besuchern gewährleistete. Wolfgang Wortmann vom Kulturzentrum Kreuz erinnert sich an diese Zeit als eine Phase, in der man mit extrem begrenzten Kapazitäten arbeiten musste. Teilweise durften nur 100 Personen an den Veranstaltungen teilnehmen, wobei strenge Regeln bezüglich der Sitzordnung und der Haushaltszugehörigkeit galten. Was damals als ein notwendiges, fast umständlich wirkendes Hilfsprogramm begann, hat sich in den Augen der Beteiligten zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Der doppeldeutige Name „Kultur.Findet.Stadt.“ sollte damals sowohl ausdrücken, dass Kultur in der Stadt stattfindet, als auch, dass sie trotz der widrigen Umstände überhaupt noch existiert. Heute, wo solche Einschränkungen der Vergangenheit angehören, ist das Format zu einer festen Konstante im kulturellen Leben Fuldas geworden, die jährlich rund 20.000 Besucher anzieht.

Die Akteure hinter dem Erfolg

Hinter der Organisation der Konzertreihe steht ein eingespieltes Team. Die Stadt Fulda fungiert als offizieller Veranstalter, während das Kulturzentrum Kreuz als Kooperationspartner und Dienstleister für die gesamte Organisation und Durchführung zuständig ist. Die Macher des Kulturzentrums Kreuz, die in Fulda bereits einen Club und weitere kleinere Bühnen betreiben, verfügen über langjährige Erfahrung in der Branche. Sie sind zudem für das bekannte Herzberg-Festival verantwortlich, das erst vor wenigen Tagen mehr als 10.000 Gäste in Breitenbach am Herzberg begrüßen konnte. Neben den großen Namen im Programm legen die Veranstalter Wert darauf, auch aufstrebenden Talenten eine Bühne zu bieten. Wolfgang Wortmann nennt in diesem Zusammenhang Künstler wie Lina, Rian und Betterov. Ziel ist es, eine Plattform für Karrieren zu schaffen, die sich noch in der Entwicklung befinden. In den vergangenen Jahren waren bereits namhafte Größen wie Jan Delay, Bosse, Culcha Candela, Max Herre mit Joy Denalane, Beatrice Egli, Konstantin Wecker sowie Jan Josef Liefers mit seiner Band Radio Doria Teil des Programms, was den hohen Stellenwert der Reihe unterstreicht.

Eine besondere Location und ihre Bedeutung

Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Konzertreihe ist der Veranstaltungsort selbst. Die Bühne befindet sich im Innenhof des Vonderau Museums, einem Gebäude-Ensemble, das vollständig von barocken Bauten umschlossen ist. Laut Wolfgang Wortmann führt diese architektonische Gestaltung zu einer Verdichtung des Raumes, was die Atmosphäre bei den Konzerten maßgeblich beeinflusst. Gerade an lauen Sommerabenden entstehen hier Momente, die vom Publikum sehr geschätzt werden. Die Location ist auf eine Kapazität von 2.000 Menschen ausgelegt, was eine intime Stimmung ermöglicht, die sich deutlich von den Großveranstaltungen auf dem Fuldaer Domplatz abhebt. Während beim Hessentag vor wenigen Wochen noch bis zu 10.000 Menschen vor der Kulisse des Doms feierten, bietet der Museumshof eine ergänzende, kompaktere Bühne. Einzuordnen ist das so: Die Reihe hat sich über die Jahre einen Namen gemacht, der weit über die Stadtgrenzen hinausreicht. Befragungen haben ergeben, dass die Gäste mittlerweile aus einem Radius von 100 bis 150 Kilometern anreisen. Dies belegt, dass sich das Format erfolgreich etabliert hat und ein Publikum anspricht, das bereit ist, für kulturelle Erlebnisse längere Wege in Kauf zu nehmen.

Ausblick und offene Fragen

Die Konzertreihe „Kultur.Findet.Stadt.“ läuft noch bis Ende August, wobei die Planungen für die kommenden Wochen bereits weit fortgeschritten sind. Die Veranstalter blicken optimistisch auf die verbleibenden Termine, zumal die Nachfrage nach Tickets weiterhin stabil bleibt. Während das Programm für den aktuellen Sommer feststeht, bleiben einige Aspekte für die Zukunft offen. Der Quelltext macht beispielsweise keine Angaben dazu, wie die langfristige Finanzierung der Reihe über die kommenden Jahre gesichert werden soll oder ob es Überlegungen gibt, die Kapazitäten des Museumshofs bei weiter steigendem Interesse noch einmal anzupassen. Auch bleibt offen, ob in künftigen Jahren weitere Standorte in Fulda in das Konzept integriert werden könnten, um die Vielfalt der Spielorte zu erhöhen. Ebenso wenig wird thematisiert, welche konkreten Auswahlkriterien bei der Zusammenstellung der Künstler für die kommenden Jahre eine Rolle spielen werden, jenseits des Ziels, eine musikalische Mischung zu bieten. Fest steht jedoch, dass die Veranstalter mit dem aktuellen Modell, das sowohl etablierte Stars als auch Newcomer einbindet, eine Strategie gefunden haben, die bei der Bevölkerung auf breite Zustimmung stößt und den kulturellen Stellenwert der Stadt Fulda nachhaltig stärkt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/charmante-historische-strasse-in-rinteln-deutschland-35795438/ · Foto: Wolfgang Weiser
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-start-von-kultur-findet-stadt-in-fulda-dieses-stars-stehen-in-fulda-auf-der-konzert-buehne-100.html