Ein Neuanfang beim DFB
Nach dem enttäuschenden Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft gegen Paraguay (3:4 nach Elfmeterschießen) und dem darauffolgenden Rücktritt von Julian Nagelsmann hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Nachfolge geregelt. Jürgen Klopp übernimmt ab sofort die Position des Bundestrainers. Die Entscheidung wurde am 24. Juli 2026 offiziell bekannt gegeben.
Einstimmige Entscheidung für die Wunschlösung
DFB-Präsident Bernd Neuendorf betonte während der Vorstellung des 59-Jährigen, dass die Gremien des Verbandes der Personalie einstimmig zugestimmt hätten. Klopp galt bereits seit dem Rücktritt von Nagelsmann als der öffentlich favorisierte Kandidat des Verbandes. Neuendorf hob insbesondere die Energie und die große Motivation hervor, mit der Klopp die neue Aufgabe angehe.
Um den Neustart erfolgreich zu gestalten, bringt Klopp sein bewährtes Trainerteam mit. Als Co-Trainer wurden Pepijn Lijnders, Peter Krawietz und Sven Bender offiziell bestätigt. Die Zusammenarbeit ist langfristig angelegt: Der Vertrag des neuen Bundestrainers läuft bis zum Jahr 2030.
Wechsel aus der Konzernstruktur
Für das Engagement beim DFB beendete Klopp seine Tätigkeit als Fußballchef beim Red-Bull-Konzern. Sein dortiger Vertrag, der ursprünglich bis 2029 datiert war, wurde vorzeitig aufgelöst. Mit dem Wechsel zum 13. Bundestrainer in der Geschichte des Verbandes kehrt Klopp damit in die direkte Arbeit auf dem Trainingsplatz zurück.
Ausblick und erste Termine
Die erste Bewährungsprobe für das neue Trainerteam steht bereits fest. Am 24. September wird Jürgen Klopp sein Debüt an der Seitenlinie der Nationalmannschaft geben. Im Rahmen der Nations League trifft Deutschland dann auf die Niederlande. Bis dahin gilt es, die Mannschaft nach der WM-Enttäuschung neu auszurichten.
Umstrukturierung in der Geschäftsführung
Neben der Neubesetzung des Bundestrainerpostens gab der DFB eine weitere personelle Veränderung in der Führungsebene bekannt. Der 41-jährige Per Mertesacker wird neuer Geschäftsführer des Verbandes. Er tritt die Nachfolge von Andreas Rettig (63) an, der zum Jahresende aus dem Amt ausscheidet. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, wird Rettig seinen Nachfolger in den kommenden Monaten in die Aufgabenbereiche einarbeiten.
Die Verpflichtung von Klopp und die Neuaufstellung in der Geschäftsführung markieren einen deutlichen Umbruch beim DFB. Nach dem vorzeitigen WM-Aus liegt der Fokus nun auf einer stabilen Entwicklung im Hinblick auf die kommenden internationalen Wettbewerbe.