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Jetzt bewerben: Kasseler Preis für GArtenVielfalt 2027
Regional · 04.08.2026 08:14

Jetzt bewerben: Kasseler Preis für GArtenVielfalt 2027

Kurz: Die Stadt Kassel sucht erneut die schönsten grünen Oasen. Ab sofort können sich Bürgerinnen und Bürger für den Kasseler Preis für GArtenVielfalt 2027 bewerben.

Was geschehen ist: Start der Bewerbungsphase für den Gartenpreis 2027

Die Stadt Kassel hat offiziell den Startschuss für die Bewerbungsphase des „Kasseler Preis für GArtenVielfalt 2027“ gegeben. Seit dem 4. August 2026 sind alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt dazu aufgerufen, ihre privaten oder gemeinschaftlich genutzten grünen Oasen für den Wettbewerb einzureichen. Ziel der Initiative ist es, das bürgerschaftliche Engagement für den Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt im urbanen Raum sichtbar zu machen und zu würdigen. Mit der Ausschreibung möchte die Stadtverwaltung nicht nur bereits bestehende Projekte auszeichnen, sondern auch einen Anreiz für weitere Bürger schaffen, sich aktiv für eine diverse Flora und Fauna in Kassel einzusetzen. Der Wettbewerb, der bereits seit 2024 jährlich durchgeführt wird, hat sich als feste Größe etabliert, um naturnahe Gestaltungen wie insektenfreundliche Blühflächen, abwechslungsreiche Gehölzstrukturen oder kreative Nisthilfen in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Die diesjährige Ausschreibung bringt zudem eine bedeutende Neuerung mit sich, die den Kreis der potenziellen Teilnehmer deutlich erweitert und bisher weniger beachtete Flächen in den Wettbewerb integriert.

Die Einzelheiten: Neue Kategorien und inhaltliche Schwerpunkte

Ein zentraler Aspekt der diesjährigen Ausschreibung ist die Einführung der neuen Kategorie „Grüner Zwischenraum“. Diese Erweiterung basiert auf den Erfahrungen der vergangenen Wettbewerbsjahre, in denen deutlich wurde, dass in Kassel zahlreiche Grünflächen mit hohem Engagement gepflegt werden, die nicht dem klassischen Bild eines privaten Hausgartens entsprechen. Zu diesen Flächen zählen nun explizit das sogenannte „Abstandsgrün“, genossenschaftlich genutzte Grünanlagen, Grünstreifen, Baumscheiben sowie Grünräume zwischen Gebäudekomplexen oder ehemals ungenutzte Brachbereiche. Die Stadt möchte damit gezielt Projekte würdigen, die das Stadtbild bereichern, ohne klassische Gartenflächen zu sein. Die Jury, der unter anderem Stadtklimarätin Simone Fedderke angehört, bewertet dabei insbesondere die naturnahe Gestaltung. Gefragt sind Konzepte, die aktiv zur Biodiversität beitragen. Hierzu gehören beispielsweise die Verwendung von insektenfreundlichen Pflanzenarten, die Schaffung von Lebensräumen durch Gehölze oder die Installation von Nisthilfen. Interessierte können ihre Unterlagen bis zum Stichtag am 31. Januar 2027 einreichen. Das offizielle Bewerbungsformular sowie weiterführende Informationen zum Ablauf und den Kriterien stellt die Stadt Kassel auf ihrer Webseite unter der Adresse www.kassel.de/gartenpreis zur Verfügung.

Hintergrund: Kontinuität und Zielsetzung der städtischen Initiative

Der Kasseler Preis für GArtenVielfalt ist kein einmaliges Ereignis, sondern Teil einer langfristigen Strategie der Stadt Kassel. Seit dem Jahr 2024 zeichnet die Verwaltung jährlich Flächen aus, die einen besonderen Beitrag zur biologischen Vielfalt im Stadtgebiet leisten. Die Intention dahinter ist es, den Wert von naturnahen Flächen innerhalb der urbanen Infrastruktur hervorzuheben. Die Stadtverwaltung hat über die Jahre beobachtet, dass das Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge in der Bevölkerung wächst. Viele Bürger investieren viel Zeit und Arbeit in die Pflege von Flächen, die über den eigenen Garten hinausgehen. Diese Entwicklung möchte die Stadt mit dem Preis aktiv unterstützen. Indem man die besten Beispiele prämiert, soll ein Lerneffekt erzielt werden, der weitere Menschen dazu inspiriert, ähnliche Maßnahmen auf ihren eigenen Grundstücken oder in ihrem Wohnumfeld umzusetzen. Der Wettbewerb fungiert somit nicht nur als Auszeichnung, sondern auch als Multiplikator für ökologische Gestaltungsideen. Die Ausweitung auf die neuen Zwischenräume ist die logische Konsequenz aus der Beobachtung, dass auch kleine, oft vernachlässigte Flächen einen signifikanten ökologischen Wert haben können, wenn sie mit dem richtigen Engagement gestaltet werden.

Die Beteiligten: Akteure und Entscheidungsträger

Im Zentrum des Wettbewerbs stehen die Bürgerinnen und Bürger Kassels, deren Engagement für die Natur durch die Stadtverwaltung gewürdigt wird. Als offizielle Vertreterin der Stadt Kassel äußert sich die Stadtklimarätin Simone Fedderke zu dem Vorhaben. Sie betont die Bedeutung des vielfältigen Einsatzes der Menschen für den Erhalt der Artenvielfalt, unabhängig davon, ob dieser im eigenen Garten oder in anderen Grünbereichen stattfindet. Als Jurymitglied ist sie maßgeblich daran beteiligt, die eingereichten Projekte zu bewerten und die Preisträger zu identifizieren. Die Stadt Kassel als Institution fungiert dabei als Ausloberin des Preises und stellt die notwendige Infrastruktur für die Bewerbung bereit. Neben der fachlichen Bewertung durch die Jury spielt auch die Öffentlichkeit eine Rolle, da die Stadt explizit dazu aufruft, die Informationen über den Wettbewerb weiterzusagen, um eine möglichst breite Beteiligung zu erreichen. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der Stadtverwaltung, die den Rahmen vorgibt, und den engagierten Bürgern, die durch ihre praktische Arbeit vor Ort die ökologische Qualität der Stadt maßgeblich mitgestalten und verbessern.

Einordnung: Bedeutung für das Stadtklima und die Biodiversität

Einzuordnen ist der Wettbewerb als ein Instrument der städtischen Umweltpolitik. Durch die gezielte Förderung von naturnahen Flächen reagiert die Stadt auf die Herausforderungen des Klimawandels und des Artensterbens im urbanen Raum. Den Berichten zufolge ist die Auszeichnung ein bewusster Versuch, ökologische Verantwortung in die Hände der Bürger zu legen und diese durch Anerkennung zu motivieren. Die neue Kategorie „Grüner Zwischenraum“ ist dabei besonders bemerkenswert, da sie das Verständnis von „Garten“ erweitert. Es geht nicht mehr nur um den privaten Rückzugsort, sondern um die ökologische Qualität des gesamten öffentlichen und halböffentlichen Raums. Dies zeigt, dass die Stadtverwaltung den Wert von kleinen, oft unscheinbaren Flächen für das städtische Ökosystem erkannt hat. Die Auszeichnung dient somit als Katalysator, um das Stadtbild nachhaltig zu verändern. Dass die Stadt den Preis jährlich vergibt, unterstreicht die Ernsthaftigkeit des Vorhabens, den ökologischen Wandel in Kassel kontinuierlich voranzutreiben und das Bewusstsein für die heimische Flora und Fauna langfristig zu schärfen.

Offene Fragen und wie es weitergeht

Der vorliegende Quelltext lässt einige Details offen, die für potenzielle Teilnehmer von Interesse sein könnten. So wird beispielsweise nicht explizit genannt, welche Preise oder Auszeichnungen die Gewinner konkret erwarten. Auch die Zusammensetzung der gesamten Jury über die namentlich genannte Stadtklimarätin hinaus bleibt unklar. Zudem gibt es keine Informationen darüber, nach welchem genauen Bewertungsschlüssel die Punkte vergeben werden oder ob es eine Begrenzung der Anzahl der Bewerbungen gibt. Hinsichtlich des weiteren zeitlichen Ablaufs ist der 31. Januar 2027 als fester Einsendeschluss definiert. Nach diesem Datum wird die Jury die eingereichten Bewerbungen sichten und bewerten. Wann genau die Preisverleihung stattfinden wird und in welchem Rahmen die Gewinner bekannt gegeben werden, geht aus dem aktuellen Informationsstand nicht hervor. Die Stadt Kassel verweist für alle weiteren Schritte und Details auf ihr Online-Portal, über das auch die Bewerbungen abgewickelt werden. Es ist davon auszugehen, dass nach Abschluss der Bewerbungsfrist eine Auswahlphase folgt, an deren Ende die Öffentlichkeit über die prämierten Projekte informiert wird.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/strasse-gebaude-stadtisch-urban-11664854/ · Foto: Vaidas Vaiciulis
Quelle: https://www.kassel.de/pressemitteilungen/august/start-bewerbung-gartenpreis-2027.php