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IFA: Sonos rüstet Beam Ultra mit Atmos auf und koppelt Ace Ultra mit Musik-Speakern
Technik · 01.09.2026 16:40

IFA: Sonos rüstet Beam Ultra mit Atmos auf und koppelt Ace Ultra mit Musik-Speakern

Kurz: Sonos erweitert sein Portfolio zur IFA: Die neue Beam Ultra Soundbar bietet echtes Dolby Atmos, während der Ace Ultra Kopfhörer nun Musik-Streams überträgt.

Was geschehen ist – die Kernmeldung ausführlich

Im Rahmen der IFA stellt der Audio-Spezialist Sonos eine Reihe von Produktneuheiten und Software-Updates vor, die das Heimkino-Erlebnis und die Flexibilität der eigenen Hardware erweitern sollen. Im Zentrum steht dabei die neue Soundbar „Beam Ultra“, die den Sprung von virtuellen zu physischen Höhenkanälen vollzieht, um ein authentischeres Dolby-Atmos-Erlebnis zu ermöglichen. Parallel dazu erhält der Bluetooth-Kopfhörer „Ace Ultra“ ein Funktionsupdate, das über das reine TV-Audio-Streaming hinausgeht und nun auch den Austausch von Musik-Streams mit Sonos-Lautsprechern erlaubt. Ergänzt wird dieses Hardware-Update durch eine umfassende Überarbeitung der Software-Plattform, die unter dem Namen „Sonos 27“ startet. Diese umfasst nicht nur eine verbesserte App-Steuerung, sondern öffnet das System auch für generative KI-Anwendungen. Damit reagiert das Unternehmen auf den Wunsch nach mehr Flexibilität bei der Audio-Wiedergabe und einer moderneren, KI-gestützten Interaktion mit dem heimischen Soundsystem. Die Neuerungen zielen darauf ab, die verschiedenen Komponenten – vom mobilen Lautsprecher bis zum fest installierten Heimkino-System – enger miteinander zu vernetzen und die Bedienbarkeit durch neue Schnittstellen und eine überarbeitete App-Struktur zu optimieren.

Die Einzelheiten – Zahlen, Namen und Fakten

Die neue Beam Ultra Soundbar positioniert sich preislich bei 699 Euro, was eine deutliche Steigerung gegenüber der Beam Gen 2 darstellt, die für 449 Euro erhältlich war. Technisch gesehen wurde die Kanalkonfiguration auf 7.1.2 erweitert, wobei zwei nach oben gerichtete Treiber für die physische Abbildung von Dolby Atmos sorgen. Der Vorverkauf startet am 1. September, die Auslieferung beginnt am 29. September. Der Kopfhörer Ace Ultra, der zum gleichen Preis von 449 Euro wie sein Vorgänger angeboten wird, verfügt nun über zehn statt acht Mikrofone, was die Effektivität der aktiven Geräuschunterdrückung (ANC) laut Hersteller verdoppelt. Die Akkulaufzeit wurde von 30 auf 35 Stunden bei aktiviertem ANC erhöht. Erhältlich ist der Kopfhörer in den Farben Schwarz, Weiß, Sand und Agave. Die neue Software-Plattform „Sonos 27“ wird ab dem 8. September ausgerollt und bringt eine neue App mit sich, die erstmals Equalizer-Presets und eine Systemzustandsanzeige bietet. Zudem können künftig Bluetooth-Boxen wie der Roam 2 oder der Move 2 als Rear-Speaker in einem Heimkino-Setup genutzt werden.

Hintergrund – Vorgeschichte und Entwicklung

Die Entwicklung bei Sonos hin zu einer stärkeren Vernetzung und der Integration von KI spiegelt die aktuellen Trends im Bereich der Unterhaltungselektronik wider. Bisher war das „Headphone Linking“ beim ursprünglichen Ace-Kopfhörer auf den Ton von TV-Lautsprechern beschränkt. Die Erweiterung auf Musik-Streams stellt eine logische Weiterentwicklung dar, um das Ökosystem für Nutzer attraktiver zu gestalten, die ihre Musik nahtlos vom Raum-Lautsprecher auf den Kopfhörer übertragen möchten. Auch die Entscheidung, bei der Beam Ultra von einer rein softwarebasierten Simulation von Höhenkanälen auf echte Treiber zu setzen, ist eine Reaktion auf den Markt, der zunehmend nach dedizierter Hardware für immersive Audioformate wie Dolby Atmos verlangt. Die Einführung des Namensschemas „Sonos 27“ deutet darauf hin, dass das Unternehmen künftig eine jährliche Aktualisierung seiner Systemsoftware anstrebt, um die Wartung und die Einführung neuer Funktionen besser strukturieren zu können. Die bisherige Kritik an der App-Steuerung, insbesondere bei der Bass- und Höhenregelung, wird durch die neuen Equalizer-Optionen adressiert, was als Reaktion auf Nutzerfeedback zu werten ist.

Die Beteiligten – Personen und Institutionen

Im Fokus der Berichterstattung stehen die Produkte des Herstellers Sonos selbst, insbesondere die Soundbar Beam Ultra sowie der Kopfhörer Ace Ultra. Als weitere Hardware-Komponenten werden die Lautsprecherreihen Arc, Beam, Era, Play, Ray und Roam sowie der Sonos Amp und das Modell Five genannt, die allesamt in das neue „Headphone Linking“-System integriert sind. Die Berichterstattung stützt sich auf Informationen von Sonos, die im Rahmen der IFA kommuniziert wurden. Der Journalist Berti Kolbow-Lehradt ordnet die Entwicklungen ein und liefert die Details zum Marktstart und den technischen Spezifikationen. Da die neuen KI-Features wie „Sonos 27 Voice“ aktuell kein Deutsch unterstützen, sind sie für den deutschen Markt derzeit nur bedingt als Bedienalternative zu etablierten Diensten wie Amazon Alexa oder Google Gemini relevant. Die Schnittstelle „Sonos 27 MCP“ richtet sich explizit an Entwickler und versierte Anwender, die eigene KI-Chatbots in das Sonos-System integrieren möchten.

Einordnung – Bedeutung und Bewertung

Einzuordnen ist das neue Portfolio als Versuch von Sonos, die Lücke zwischen spezialisierten Heimkino-Lösungen und mobiler Musikwiedergabe weiter zu schließen. Die Einführung von „Early Access“-Funktionen für das „Headphone Linking“ und die neue Software-Plattform zeigt, dass sich das Unternehmen in einer Phase intensiver Weiterentwicklung befindet, in der neue Features bewusst als Vorabversionen getestet werden, um Stabilität zu gewährleisten. Den Berichten zufolge ist die Integration von KI-Schnittstellen wie „Sonos 27 MCP“ ein strategischer Schritt, um das System für Drittanbieter und kreative Nutzer zu öffnen, anstatt sich allein auf eigene Sprachassistenten zu verlassen. Besonders die Möglichkeit, Bluetooth-Lautsprecher als Rear-Speaker einzusetzen, stellt eine erhebliche Aufwertung für Nutzer dar, die bereits über mobile Sonos-Hardware verfügen. Dennoch bleibt die Abhängigkeit von einer stabilen App-Infrastruktur ein kritischer Punkt, der durch die neue „Sonos 27 App“ adressiert werden soll, nachdem es in der Vergangenheit zu Unmut über die Bedienung gekommen war.

Offene Fragen – Was bleibt unbeantwortet

Obwohl die Ankündigungen sehr detailliert sind, lässt der Quelltext einige Fragen offen. So wird kein konkretes Datum für die geplante Web-Version der Sonos-App genannt, was für Nutzer, die eine Steuerung über den Browser bevorzugen, eine Unbekannte bleibt. Auch ist unklar, wie genau die „Early Access“-Phase für das „Headphone Linking“ ablaufen wird und welche spezifischen Fehlerquellen Sonos bei der Einführung dieser Funktion erwartet. Zudem wird nicht spezifiziert, ob die KI-Schnittstelle „Sonos 27 MCP“ langfristig auch für den deutschen Markt durch lokalisierte Sprachmodelle ergänzt wird oder ob sie eine rein englischsprachige Nischenlösung für Technik-Enthusiasten bleiben wird. Ebenso fehlen Informationen dazu, ob ältere Lautsprecher-Modelle, die nicht explizit in der Liste der kompatiblen Geräte für das „Headphone Linking“ aufgeführt sind, in Zukunft eventuell per Firmware-Update nachgerüstet werden könnten oder ob hier eine technische Grenze erreicht ist.

Wie es weitergeht – Ankündigungen und Termine

Der Zeitplan für die kommenden Wochen ist klar strukturiert: Der Vorverkauf der Beam Ultra beginnt am 1. September, während die Auslieferung der Soundbar am 29. September startet. Für den gleichen Tag ist auch der Marktstart des Ace Ultra Kopfhörers vorgesehen. Die neue Systemsoftware „Sonos 27“ sowie die App-Funktionen und die KI-Features im „Early Access“ werden ab dem 8. September für Nutzer zur Verfügung gestellt. Für die Zukunft ist zudem die Bereitstellung einer Web-Version der App angekündigt, für die jedoch noch kein konkreter Termin feststeht. Sonos wird in der kommenden Zeit beobachten müssen, wie die „Early Access“-Funktionen von der Nutzerschaft angenommen werden und ob die Integration der KI-Schnittstellen die erhoffte Flexibilität bringt. Die jährliche Nummerierung der Software-Plattform lässt zudem darauf schließen, dass für das Folgejahr bereits weitere Updates in der Planung sind, um das System kontinuierlich an neue Anforderungen anzupassen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/laptop-arbeiten-technologie-forschung-3912976/ · Foto: ThisIsEngineering
Quelle: https://www.heise.de/news/Sonos-ruestet-Beam-Ultra-mit-Atmos-auf-und-koppelt-Ace-Ultra-mit-Musik-Speakern-11436823.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag