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Firefox 155 zeigt blockierte Tracker direkt an
Technik · 01.09.2026 17:00

Firefox 155 zeigt blockierte Tracker direkt an

Kurz: Mozilla hat Firefox 155 veröffentlicht. Das Update bringt eine direkte Anzeige für blockierte Tracker, KI-Funktionen und wichtige Fehlerkorrekturen.

Was geschehen ist – die Kernmeldung ausführlich

Mozilla hat die Version 155 seines Webbrowsers Firefox veröffentlicht. Mit diesem Update führt der Entwickler eine Reihe von funktionalen Erweiterungen und technischen Optimierungen ein, die sowohl Endanwender als auch Administratoren betreffen. Zu den auffälligsten Neuerungen gehört ein in der Adressleiste integrierter Zähler, der die Anzahl der vom Browser blockierten Tracker visualisiert. Zudem wird die Verfügbarkeit der KI-gestützten Funktion „Smart Window“ auf Frankreich ausgeweitet, nachdem diese zuvor auf die USA und Kanada beschränkt war. Das Update adressiert darüber hinaus Verbesserungen bei der Tab-Organisation sowie den Containern, die eine strikte Trennung von Browser-Sitzungen ermöglichen. Trotz der zahlreichen Neuerungen weist Mozilla auf ein spezifisches Netzwerkproblem hin, das insbesondere in restriktiven Unternehmensumgebungen auftreten kann. Hierbei können Firewalls oder Proxys, die UDP-Verbindungen unterbinden, zu einer verlangsamten oder gar verhinderten Erreichbarkeit von Webseiten führen. Die Veröffentlichung markiert einen weiteren Schritt in der kontinuierlichen Entwicklung des Browsers, wobei Mozilla gleichzeitig an einer Lösung für die aufgetretenen Netzwerkkomplikationen arbeitet.

Die Einzelheiten – Zahlen, Namen und Fakten

Die neue Version 155 von Firefox bringt neben dem Tracker-Zähler, der sich in den Einstellungen bei Bedarf deaktivieren lässt, auch eine verbesserte Sortierbarkeit für Container mit sich. Diese Container, die in Version 153 eingeführt wurden, erlauben die parallele Nutzung unterschiedlicher Konten desselben Dienstes. Für Gamer unter Windows bietet Firefox nun die vollständige Unterstützung für den Nintendo-Switch-Pro-Controller sowie kompatible Nachbauten. Die Übersetzungsfunktion wurde um die Sprachen Marathi und Urdu ergänzt. Ein technisches Detail betrifft das HTTP/3-Protokoll: Firefox unterstützt nun QUIC Version 2. Für Administratoren ist wichtig, dass die Erkennung von Anmeldeportalen in WLANs nun über die Adresse „firefox-portal-detection.com“ erfolgt, was eine Anpassung von Allowlists erforderlich macht. Zudem wurde die Verschachtelung von CSS-Konstruktionen auf 75 Ebenen begrenzt, um Abstürze zu vermeiden. Bei den Entwicklertools kann nun „prefers-reduced-motion“ emuliert werden, und der JSON-Viewer unterstützt jetzt das Format JSON Lines, auch bekannt als NDJSON.

Hintergrund – Vorgeschichte und bisheriger Verlauf

Die Entwicklung von Firefox folgt einem festen Rhythmus, bei dem Mozilla regelmäßig neue Funktionen und Sicherheitsupdates bereitstellt. Die in diesem Release thematisierten Container-Funktionen wurden bereits mit Version 153 etabliert, um die Privatsphäre der Nutzer zu stärken, indem Cookies, Logins und Websitedaten strikt voneinander getrennt werden. Die KI-Integration „Smart Window“ stellt eine neuere Entwicklung dar, die Mozilla schrittweise in verschiedenen Märkten testet. Bisher war diese Funktion, die personalisierte Vorschläge und einen schnellen KI-Assistenten für Websuchen umfasst, exklusiv in Nordamerika verfügbar. Die Ausweitung auf Frankreich ist Teil einer kontrollierten Beta-Strategie. Auch die Netzwerkproblematik rund um UDP und QUIC ist ein bekanntes Phänomen, das bei der Nutzung moderner Transportprotokolle in Firmennetzen immer wieder auftreten kann. Mozilla reagiert darauf nun mit einer konkreten Empfehlung für Administratoren, um die Konnektivität in restriktiven Umgebungen aufrechtzuerhalten, während eine dauerhafte Lösung für eine kommende Unterversion in der Entwicklung ist.

Die Beteiligten – Wer ist betroffen und wer entscheidet?

Betroffen von den Änderungen sind primär die Nutzer des Firefox-Browsers auf Desktop-Systemen, wobei die KI-Funktionen derzeit auf Nutzer in den USA, Kanada und Frankreich begrenzt sind. Administratoren in Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Netzwerkkonfigurationen anzupassen, insbesondere im Hinblick auf die geänderte URL für die Portal-Erkennung und die Handhabung von UDP-Verbindungen. Entwickler profitieren von den neuen Möglichkeiten in den Browser-Tools, etwa bei der Emulation von Animationseinstellungen oder der Validierung von JSON-Daten. Mozilla als Organisation zeichnet für die strategische Ausrichtung und die Implementierung der neuen Features verantwortlich. Die Release Notes dienen dabei als zentrale Informationsquelle für die Änderungen. Nutzer, die auf Linux-Systemen arbeiten, profitieren von spezifischen Korrekturen, etwa bei der Tastatureingabe in Webanwendungen oder beim Energiemanagement des Systems. Auch macOS-Nutzer sind adressiert, da Darstellungsprobleme bei Geräten mit Display-Notch behoben wurden.

Einordnung – Was das bedeutet

Einzuordnen ist das Update als eine Mischung aus nutzerorientierten Komfortfunktionen und notwendiger technischer Wartung. Der neue Tracker-Zähler ist ein deutliches Signal Mozillas, den Datenschutz nicht nur als Hintergrundprozess, sondern als sichtbares Qualitätsmerkmal des Browsers zu positionieren. Dass die Schutzfunktion auch bei deaktivierter Anzeige aktiv bleibt, unterstreicht, dass Mozilla keine Kompromisse bei der Sicherheit eingehen möchte. Die KI-Funktionen wie „Smart Window“ verdeutlichen den Trend, Browser zu intelligenten Assistenten auszubauen, wobei die schrittweise Einführung in verschiedenen Ländern darauf hindeutet, dass Mozilla hier vorsichtig agiert und die Akzeptanz genau beobachtet. Den Berichten zufolge stellt die Netzwerk-Problematik in Firmennetzen einen klassischen Zielkonflikt dar: Während moderne Protokolle wie QUIC die Performance steigern, kollidieren sie mit den Sicherheitsarchitekturen vieler Unternehmen. Dass Mozilla hier einen Workaround anbietet, zeigt, dass man sich der Anforderungen professioneller IT-Umgebungen bewusst ist.

Offene Fragen – Was der Quelltext nicht beantwortet

Der Quelltext lässt einige Fragen offen, die für viele Nutzer von Interesse sein dürften. So gibt es keinerlei Informationen darüber, wann die KI-Funktion „Smart Window“ in deutschsprachigen Ländern wie Deutschland, Österreich oder der Schweiz verfügbar sein wird. Mozilla hat hierzu bislang keine Angaben gemacht. Ebenso bleibt unklar, wann genau die angekündigte Korrektur für das UDP-Problem in einer Unterversion erscheinen wird; ein konkretes Datum wird nicht genannt. Auch bei der Problematik der vertikalen Tabs, bei denen die Seitenleiste nach einem Neustart verschwinden kann, wird lediglich mitgeteilt, dass eine dauerhafte Korrektur in Arbeit sei, ohne einen Zeitrahmen für das Release zu definieren. Die Sicherheitskorrekturen werden zwar erwähnt, aber nicht im Detail aufgeschlüsselt, was die genaue Art der geschlossenen Sicherheitslücken für den Anwender im Dunkeln lässt. Es bleibt zudem offen, welche weiteren KI-Funktionen in Zukunft in das „Smart Window“ integriert werden könnten.

Wie es weitergeht – Angekündigte Schritte

Die weitere Entwicklung konzentriert sich auf die Stabilisierung der aktuellen Version und die Behebung der bekannten Mängel. Mozilla arbeitet bereits an einer Korrektur für das Netzwerkproblem, das durch die Blockade von UDP-Verbindungen in Firmennetzen entsteht. Administratoren sind angehalten, die empfohlene Einstellung „network.http.happy_eyeballs_enabled“ vorübergehend auf „false“ zu setzen, um den Betrieb zu gewährleisten. Für die vertikalen Tabs ist eine dauerhafte Fehlerbehebung in Arbeit, die in einem zukünftigen Update integriert werden soll. Nutzer in Frankreich können das „Smart Window“ weiter testen, während Mozilla die Funktion schrittweise ausrollt. Die kontinuierliche Verbesserung der Tab-Organisation und der Container-Funktionen bleibt ein fortlaufender Prozess. Administratoren sollten zudem ihre internen Allowlists für die Portal-Erkennung zeitnah aktualisieren, um die neue Domain „firefox-portal-detection.com“ zu berücksichtigen. Weitere Informationen zu den Sicherheitskorrekturen und künftigen Features werden voraussichtlich in den Release Notes kommender Unterversionen folgen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/rosa-weiss-schwarz-lila-blau-textil-97077/ · Foto: Negative Space
Quelle: https://www.heise.de/news/Firefox-155-zeigt-blockierte-Tracker-direkt-an-11437247.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag