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heise-Angebot: CRA in der Praxis – Cybersicherheit in der Produktentwicklung stärken
Technik · 18.08.2026 12:00

heise-Angebot: CRA in der Praxis – Cybersicherheit in der Produktentwicklung stärken

Kurz: Der Cyber Resilience Act stellt Hersteller vor neue Herausforderungen. Ein Classroom-Angebot der heise academy vermittelt praxisnah die Umsetzung der Pflichten.

Was geschehen ist – die Kernmeldung ausführlich

Der Cyber Resilience Act (CRA) markiert einen Wendepunkt für Hersteller von Produkten, die mit digitalen Elementen ausgestattet sind. Da die europäische Gesetzgebung künftig eine systematische Cybersicherheit über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg fordert, sehen sich viele Unternehmen mit komplexen neuen Pflichten konfrontiert. Um diese regulatorischen Herausforderungen zu bewältigen und die notwendigen Nachweise korrekt zu erbringen, hat die heise academy ein spezielles Schulungsformat ins Leben gerufen. Der Classroom mit dem Titel „CRA in der Praxis – Cybersicherheit in der Produktentwicklung stärken“ bietet eine strukturierte Plattform, um die rechtlichen Grundlagen zu verstehen und diese direkt in die eigene betriebliche Praxis zu überführen. Das Angebot richtet sich an Fachkräfte, die lernen müssen, wie sie die Anforderungen des CRA nicht nur theoretisch erfassen, sondern operativ in ihre Entwicklungsprozesse integrieren können. Dabei geht es um weit mehr als nur die Einhaltung von Gesetzen; es geht um die Etablierung einer Sicherheitskultur, die den gesamten Produktlebenszyklus abdeckt. Die Teilnehmer erhalten dabei nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch konkrete Anleitungen zur Umsetzung, die durch Experten vermittelt werden. Das Ziel ist es, den Herstellern die Unsicherheit zu nehmen und ihnen einen klaren Pfad zur Konformität aufzuzeigen, damit ihre Produkte den neuen europäischen Standards entsprechen und die Marktfähigkeit langfristig gesichert bleibt.

Die Einzelheiten – Zahlen, Namen und Termine

Das Schulungsangebot der heise academy, geleitet von Experten, erstreckt sich über vier aufeinander aufbauende Sessions, die jeweils eine Dauer von vier Stunden haben. Die Termine sind für den Herbst 2026 angesetzt und finden jeweils in der Zeit von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr statt. Der erste Termin am 21. Oktober 2026 dient der allgemeinen Übersicht und der Klärung der Anforderungen. Am 28. Oktober 2026 folgen die Themen Standards und die konkrete Planung der Umsetzung. Der dritte Teil am 4. November 2026 konzentriert sich auf die notwendigen Werkzeuge für die praktische Umsetzung. Zum Abschluss am 11. November 2026 stehen die Konformitätsbewertung sowie die Auswirkungen auf die CE-Kennzeichnung im Fokus. Christoph Böttcher zeichnet für die redaktionelle Begleitung des Angebots verantwortlich. Die Teilnehmer erhalten über die Live-Sessions hinaus Zugriff auf sämtliche Aufzeichnungen und Materialien, was eine vertiefende Nachbereitung ermöglicht. Fragen können während der Veranstaltungen direkt über einen Live-Chat adressiert werden, was den Austausch zwischen den Teilnehmern und den Referenten fördert. Das Angebot ist Teil der heise academy, die auch ein Abonnement-Modell, den sogenannten Professional Pass, anbietet, der ab der Buchung von zwei Classrooms oder einem Classroom in Kombination mit drei Videokursen wirtschaftlich besonders attraktiv wird.

Hintergrund – Vorgeschichte und bisheriger Verlauf

Die Einführung des Cyber Resilience Act ist eine Reaktion auf die zunehmende Vernetzung digitaler Produkte und die damit einhergehenden Sicherheitsrisiken. In der Vergangenheit war die Cybersicherheit oft ein nachgelagerter Prozess oder wurde nicht in der notwendigen Tiefe über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg betrachtet. Mit dem CRA ändert sich dieser Ansatz grundlegend. Unternehmen sind nun gezwungen, Sicherheit bereits in der Konzeptionsphase mitzudenken. Der Bedarf an Schulungen wie dem Classroom der heise academy ist direkt auf diese regulatorische Neuausrichtung zurückzuführen. Viele Unternehmen suchen nach Wegen, wie sie bestehende Branchenstandards, wie etwa die EN-40000-Serie oder die bewährte IEC 62443 aus dem Bereich der OT-Security, mit den neuen Anforderungen des CRA in Einklang bringen können. Die Erkenntnis, dass Synergien genutzt werden können, ist dabei ein zentraler Punkt, um den administrativen Aufwand in Grenzen zu halten. Die Entwicklung dieses Kursangebots spiegelt den wachsenden Druck auf die Industrie wider, Sicherheit nicht mehr als optionales Feature, sondern als zwingende Voraussetzung für das Inverkehrbringen digitaler Produkte zu begreifen. Die Vorbereitung auf diese neuen Pflichten erfordert ein tiefgreifendes Verständnis sowohl der regulatorischen Texte als auch der technischen Umsetzungsmöglichkeiten, was den Bedarf an fachkundiger Anleitung durch Experten unterstreicht.

Die Beteiligten – Akteure und Institutionen

Die Hauptakteure in diesem Kontext sind die Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen, die durch den Cyber Resilience Act unmittelbar in die Pflicht genommen werden. Auf der anderen Seite steht die heise academy als Bildungsanbieter, die mit ihren Experten das notwendige Fachwissen bereitstellt, um die komplexen Anforderungen des CRA verständlich aufzubereiten. Christoph Böttcher fungiert hierbei als Ansprechpartner für die redaktionelle Aufbereitung des Themas. Die Zielgruppe sind Fachkräfte aus der Produktentwicklung, dem Qualitätsmanagement und der Compliance, die innerhalb ihrer Unternehmen die Verantwortung für die Einhaltung der neuen Sicherheitsrichtlinien tragen. Durch den interaktiven Charakter des Classrooms treten die Teilnehmer zudem untereinander in einen Austausch, was den Wissenstransfer über Unternehmensgrenzen hinweg ermöglicht. Die Experten, die den Kurs leiten, fungieren dabei als Vermittler zwischen den abstrakten Anforderungen des Gesetzgebers und der konkreten technischen Realität in den Entwicklungsabteilungen. Sie stützen sich dabei auf etablierte Standards wie die IEC 62443, um den Teilnehmern eine Brücke zwischen bewährten Methoden und den neuen regulatorischen Anforderungen zu bauen. Die Institution heise academy bietet hierbei die Infrastruktur für das Lernen, sowohl durch die Live-Veranstaltungen als auch durch die Bereitstellung digitaler Lernmaterialien.

Einordnung – Bedeutung und Bewertung

Einzuordnen ist das Angebot der heise academy als eine Reaktion auf die wachsende Komplexität der europäischen IT-Sicherheitsgesetzgebung. Den Berichten zufolge ist der Cyber Resilience Act nicht nur eine bürokratische Hürde, sondern ein notwendiger Schritt, um das Vertrauen in digitale Produkte zu stärken. Die Experten betonen, dass viele Unternehmen bereits über wertvolle Grundlagen verfügen, da zahlreiche Branchenstandards existieren, die Schnittmengen mit den Anforderungen des CRA aufweisen. Es ist daher aus Sicht der Kursleiter sinnvoll, diese Synergien aktiv zu nutzen, anstatt bei Null zu beginnen. Die Bewertung der Risiken und die Erstellung einer entsprechenden Dokumentation werden als zentrale Herausforderungen identifiziert, bei denen die Teilnehmer durch praktische Beispiele unterstützt werden sollen. Die Einordnung der CE-Kennzeichnung im Kontext des CRA ist dabei von besonderer Bedeutung, da sie den Übergang von einer freiwilligen oder branchenspezifischen Sicherheitsbetrachtung hin zu einer verbindlichen, gesetzlich geforderten Konformität markiert. Die Professionalisierung der Cybersicherheit in der Produktentwicklung wird durch den CRA zum Standard, was bedeutet, dass Unternehmen, die diese Prozesse nicht beherrschen, künftig erhebliche Schwierigkeiten beim Marktzugang innerhalb der Europäischen Union haben könnten. Der Fokus auf praxisnahe Methoden und Werkzeuge zeigt, dass die bloße Kenntnis des Gesetzestextes nicht ausreicht; vielmehr ist die operative Exzellenz bei der Umsetzung entscheidend.

Offene Fragen – Was der Quelltext nicht beantwortet

Der vorliegende Quelltext lässt einige Aspekte offen, die für Unternehmen in der Praxis von hoher Relevanz sein könnten. So wird nicht explizit benannt, welche spezifischen Sanktionen bei einer Nichteinhaltung der CRA-Vorgaben drohen, was für die Risikobewertung in Unternehmen jedoch ein wesentlicher Faktor wäre. Auch bleibt unklar, welche konkreten Kosten für die Zertifizierungsprozesse oder die notwendigen Anpassungen in der Produktentwicklung anfallen könnten, da dies stark vom individuellen Produkt abhängt. Zudem wird nicht detailliert auf die Rolle der nationalen Aufsichtsbehörden eingegangen, die für die Überwachung der CRA-Konformität zuständig sein werden. Der Text erwähnt zwar die Bedeutung der CE-Kennzeichnung, lässt aber offen, wie genau die Übergangsfristen für bereits auf dem Markt befindliche Produkte gestaltet sind und ab wann genau die neuen Regeln für welche Produktkategorien zwingend greifen. Auch die Frage, inwieweit kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch Ausnahmeregelungen entlastet werden könnten, wird im Rahmen des Artikels nicht beantwortet. Schließlich bleibt die Frage nach der Verfügbarkeit von spezialisierten Auditoren, die die Konformitätsbewertungen durchführen dürfen, unbeantwortet. Diese Lücken zeigen, dass der Classroom zwar eine hervorragende Orientierung bietet, die spezifische rechtliche Beratung für das eigene Unternehmen jedoch nicht ersetzen kann.

Wie es weitergeht – Ankündigungen und Termine

Der weitere Verlauf ist durch die festgelegten Termine im Oktober und November 2026 klar strukturiert. Die Teilnehmer werden in den vier Sessions schrittweise an die Anforderungen herangeführt, beginnend mit einer Übersicht, gefolgt von der Planung, der Werkzeugauswahl und schließlich der Konformitätsbewertung. Nach Abschluss der Reihe haben die Teilnehmer durch den dauerhaften Zugriff auf die Aufzeichnungen und Materialien die Möglichkeit, das Wissen kontinuierlich zu vertiefen. Die heise academy setzt dabei auf ein Modell des lebenslangen Lernens, das durch den Professional Pass unterstützt wird. Interessierte sind dazu aufgerufen, sich über die Website des Anbieters für den Classroom anzumelden. Es ist davon auszugehen, dass mit dem Näherrücken der gesetzlichen Fristen der Bedarf an solchen Schulungsangeboten weiter steigen wird. Die Unternehmen stehen nun vor der Aufgabe, die im Classroom vermittelten Strategien in ihre internen Roadmaps für die Produktentwicklung zu integrieren. Die kommenden Monate werden für viele Entwicklungsabteilungen entscheidend sein, um die notwendigen Prozesse aufzusetzen und die Konformität ihrer Produkte sicherzustellen, bevor der CRA in seiner vollen Tragweite wirksam wird. Die heise academy plant, durch die Bereitstellung von Expertenwissen und den Austausch unter den Teilnehmern einen wesentlichen Beitrag zur Vorbereitung der Industrie auf diese neue Ära der Cybersicherheit zu leisten.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/modernes-arbeitsumfeld-mit-programmier-laptop-und-kaffee-34803979/ · Foto: Daniil Komov
Quelle: https://www.heise.de/news/CRA-in-der-Praxis-Cybersicherheit-in-der-Produktentwicklung-staerken-11409202.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag