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Sagenhafte Frauenzimmer erobern das Palais
Regional · 02.10.2026 11:51

Sagenhafte Frauenzimmer erobern das Palais

Kurz: Das Kulturhaus Palais Bellevue in Kassel präsentiert in der ersten Herbstferienwoche ein vielfältiges Programm aus Literatur, Musik und Kunst.

Ein kulturelles Highlight zum Ferienbeginn in Kassel

Das Kulturhaus Palais Bellevue, gelegen an der Schönen Aussicht 2 in Kassel, öffnet seine Türen für eine besonders abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe in der ersten Woche der anstehenden Herbstferien. Vom 5. bis zum 10. Oktober 2026 verwandelt sich das historische Gebäude in einen Treffpunkt für Literaturbegeisterte, Musikliebhaber und Kunstinteressierte. Die Stadt Kassel hat ein Programm zusammengestellt, das sowohl intellektuelle Impulse durch literarische Salons als auch emotionale Klangerlebnisse durch hochkarätige Klavierabende und ein spezielles Familienkonzert bietet. Die Veranstalter setzen dabei auf eine Mischung aus freien Eintrittsangeboten und kostengünstigen Ticketoptionen, um ein breites Publikum anzusprechen. Das Palais Bellevue, das ohnehin für seine kulturelle Strahlkraft bekannt ist, fungiert in dieser Woche als zentraler Ort des Austauschs und der künstlerischen Darbietung. Die Bandbreite reicht dabei von zeitgenössischen Romanen über nordische Folklore bis hin zu klassischen Klavierkompositionen, die den Bogen von der Klassik bis zur frühen Moderne spannen. Ergänzt wird dieses dichte Programm durch eine laufende Kunstausstellung, die das Ambiente des Hauses zusätzlich unterstreicht und den Besuchern während der regulären Öffnungszeiten offensteht.

Detailreiche Einblicke in das Programmangebot

Die Veranstaltungsreihe beginnt am Montag, den 5. Oktober, mit dem 73. Literarischen Salon. Zwischen 18 und 19.30 Uhr widmen sich der Literaturwissenschaftler Thomas Bündgen und der Schauspieler Michael Kaiser dem Werk „Besser als nie“ des hessischen Autors Stephan Thome. Der Eintritt zu dieser literarischen Auseinandersetzung ist kostenfrei. Am Dienstag, den 6. Oktober, folgt von 19.30 bis 21 Uhr eine multimediale Lesung der Autorin Charlotte von Feyerabend. Sie präsentiert ihren Roman „Die Liga der sagenhaften Frauenzimmer – Der Auftakt“. Karten für diesen Abend sind per E-Mail an ticketsliteraturhauskasselde oder über die Webseite www.literaturhauskassel.de erhältlich und kosten zwischen 5 und 12 Euro. Der Donnerstag, 8. Oktober, steht ab 17 Uhr ganz im Zeichen der Familie. Der Kammerchor Con Brio lädt zum Konzert „Nordische Lieder und Märchen“ ein, das auf Spendenbasis zugänglich ist. Am Freitag, den 9. Oktober, präsentiert der Pianist Uwe Volkmer von 19 bis 21 Uhr sein Programm „HIGH FIVE“ im Rahmen der Reihe „pianophil“. Hierfür sind Karten an der Abendkasse für 10 beziehungsweise 15 Euro verfügbar. Den Abschluss bildet am Samstag, den 10. Oktober, um 17 Uhr der Klavierabend „Zwischen Poesie und Leidenschaft“ mit den Pianistinnen Jukyeong Park und Geunae Park, für den kein Vorverkauf vorgesehen ist.

Die historische und programmatische Entwicklung

Das Palais Bellevue hat sich über die Zeit als feste Größe im Kasseler Kulturleben etabliert. Die aktuelle Veranstaltungsreihe ist in den Kontext der kontinuierlichen Bemühungen der Stadt eingebettet, das Palais als Ort der Begegnung zu stärken. Die Auswahl der Programmpunkte zeigt eine bewusste Entscheidung für Vielfalt: Während der Literarische Salon bereits auf eine lange Tradition zurückblickt – immerhin findet bereits die 73. Ausgabe statt –, ergänzen neue Formate wie die multimediale Lesung von Charlotte von Feyerabend das Spektrum. Die Einbindung des Kammerchors Con Brio und die Klavierreihe „pianophil“ von Uwe Volkmer unterstreichen den Anspruch, ein breites Spektrum an künstlerischen Ausdrucksformen abzubilden. Auch die bildende Kunst spielt eine tragende Rolle: Die Ausstellung „Licht berührt“ von Barbara Beisinghoff ist ein integraler Bestandteil des Palais-Erlebnisses. Die Verbindung von Innen- und Außenraum durch die Wasserzeichenpapiere an den Fenstern und die großformatigen Werke in der Grünen Halle verdeutlichen, wie das Haus als Gesamtkunstwerk begriffen wird. Diese Kontinuität in der kuratorischen Arbeit ermöglicht es, sowohl treue Stammgäste als auch neue Besucher anzusprechen, die das Palais Bellevue in der entspannten Atmosphäre der Herbstferien entdecken möchten.

Akteure und Institutionen im Überblick

Die Verantwortung für das Programm liegt bei verschiedenen Akteuren, die das kulturelle Leben in Kassel maßgeblich prägen. Zu den zentralen Persönlichkeiten zählen der Literaturwissenschaftler Thomas Bündgen und der Schauspieler Michael Kaiser, die als Moderatoren und Interpreten des Literarischen Salons fungieren. Die Autorin Charlotte von Feyerabend bereichert das Programm mit ihrer eigenen literarischen Arbeit. Musikalisch wird das Palais durch den Kammerchor Con Brio sowie den Pianisten und Dozenten der Universität Kassel, Uwe Volkmer, bespielt. Volkmer ist zudem der Initiator der Reihe „pianophil“, was seine enge Bindung zum Standort Kassel unterstreicht. Die Pianistinnen Jukyeong Park und Geunae Park bringen ihre Expertise in den Bereich der klassischen Klaviermusik ein. Auf der Seite der bildenden Kunst zeichnet Barbara Beisinghoff mit ihrer Ausstellung „Licht berührt“ verantwortlich. Die Stadt Kassel fungiert als übergeordnete Institution, die die Plattform Palais Bellevue zur Verfügung stellt und die Koordination der verschiedenen Veranstaltungen übernimmt. Auch die Zusammenarbeit mit dem Spohr Museum ist hervorzuheben, da die Öffnungszeiten der Ausstellung „Licht berührt“ direkt an die Betriebszeiten des Museums gekoppelt sind, was eine effiziente Nutzung der Räumlichkeiten und eine klare Orientierung für die Besucher ermöglicht.

Einordnung der kulturellen Bedeutung

Einzuordnen ist das Programm des Palais Bellevue als ein gezielter Versuch, den öffentlichen Raum in Kassel während der Ferienzeit kulturell zu beleben. Den Berichten zufolge gelingt es durch die Kombination aus freien und kostengünstigen Veranstaltungen, Hemmschwellen abzubauen und den Zugang zu anspruchsvoller Literatur und Musik zu erleichtern. Die thematische Bandbreite – von den „Streitfragen unserer Zeit“ bei Stephan Thome bis hin zu den „impressionistischen Klangfarben“ bei Schubert und Debussy – deutet darauf hin, dass die Verantwortlichen einen bewussten Kontrast zwischen gesellschaftlichem Diskurs und ästhetischem Genuss suchen. Die multimediale Lesung von Feyerabend lässt sich als Versuch deuten, klassische Literaturformate durch moderne Technik und Klangwelten für ein jüngeres oder medienaffineres Publikum attraktiver zu gestalten. Dass die Ausstellung von Barbara Beisinghoff das gesamte Palais einbezieht, zeigt zudem den Anspruch, den Ort selbst als Teil der künstlerischen Inszenierung zu begreifen. Die räumliche Gestaltung, insbesondere die Nutzung der Grünen Halle, ist ein deutliches Signal für eine moderne museale Präsentation, die über die reine Betrachtung von Exponaten hinausgeht und den Besucher in eine immersive Erfahrung einbindet.

Offene Fragen und verbleibende Unklarheiten

Trotz der detaillierten Angaben im Programmplan bleiben einige Aspekte unbeantwortet. So wird etwa nicht explizit dargelegt, welche spezifischen „Streitfragen unserer Zeit“ im Roman von Stephan Thome im Zentrum stehen, was dem Publikum Raum für eigene Interpretationen lässt. Auch bei der multimedialen Lesung von Charlotte von Feyerabend bleibt unklar, welche technischen Mittel oder Klangkompositionen genau zum Einsatz kommen, um die „sagenhaften Frauenzimmer“ zu inszenieren. Hinsichtlich des Familienkonzerts des Kammerchors Con Brio wird zwar der geografische Rahmen der musikalischen Reise durch Skandinavien genannt, es bleibt jedoch offen, welche konkreten Märchen und Lieder ausgewählt wurden. Ebenso fehlen Informationen zur genauen Dauer der Ausstellung von Barbara Beisinghoff; es wird lediglich erwähnt, dass sie „weiterhin“ zu erleben ist, ohne ein konkretes Enddatum zu nennen. Auch die Kapazitätsgrenzen der Veranstaltungsräume im Palais Bellevue werden nicht thematisiert, was insbesondere bei Veranstaltungen ohne Kartenvorverkauf wie dem Familienkonzert oder dem Klavierabend mit den Park-Pianistinnen für Besucher von Interesse sein könnte. Diese Lücken lassen den Veranstaltern Spielraum für kurzfristige Anpassungen und unterstreichen den Charakter der Veranstaltungen als lebendige, sich entwickelnde Prozesse.

Ausblick auf die kommenden Tage

Die Veranstaltungsreihe beginnt unmittelbar mit dem 5. Oktober und erstreckt sich über sechs Tage bis zum 10. Oktober 2026. Für Interessierte ist es ratsam, die verschiedenen Zugangsmodi zu beachten: Während für die Lesung von Charlotte von Feyerabend eine verbindliche Kartenbuchung über die Webseite des Literaturhauses Kassel oder per E-Mail erforderlich ist, setzen andere Veranstaltungen wie das Familienkonzert oder der Klavierabend am Samstag auf Spendenbasis oder freien Eintritt ohne Vorverkauf. Die Abendkasse für das Konzert von Uwe Volkmer am Freitag stellt eine weitere Anlaufstelle dar. Die Besucher sind dazu angehalten, sich vorab über die Webseite www.palais-bellevue.de über mögliche Änderungen oder ergänzende Informationen zu informieren. Da die Ausstellung „Licht berührt“ an die Öffnungszeiten des Spohr Museums gebunden ist, sollten Gäste ihre Besuche zwischen Dienstag und Sonntag in der Zeit von 11 bis 16 Uhr planen. Die Stadt Kassel hat mit diesem Programm einen klaren Fahrplan für die erste Herbstferienwoche vorgegeben, der eine hohe Dichte an kulturellen Angeboten auf engem Raum garantiert und das Palais Bellevue als lebendigen Mittelpunkt des städtischen Lebens festigt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/ruhiger-nachmittagsspaziergang-im-frankfurter-park-28550279/ · Foto: nana
Quelle: https://www.kassel.de/pressemitteilungen/oktober/palais100226.php