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heise+ | 360-Grad-Actionkamera: DJI Osmo 360 II mit 8K-Aufnahme und großem Sensor im Test
Technik · 03.09.2026 13:00

heise+ | 360-Grad-Actionkamera: DJI Osmo 360 II mit 8K-Aufnahme und großem Sensor im Test

Kurz: Die neue DJI Osmo 360 II im Praxistest: Wir prüfen die 8K-Actionkamera mit KI-Motivverfolgung und den neuen, austauschbaren Objektivlinsen.

Was geschehen ist: Die neue DJI Osmo 360 II im Fokus

Der Markt für kompakte Actionkameras, die in der Lage sind, eine vollständige 360-Grad-Umgebung einzufangen, hat mit der Vorstellung der DJI Osmo 360 II einen neuen Impuls erhalten. Das Gerät zielt auf Nutzer ab, die in anspruchsvollen Umgebungen filmen und dabei auf hohe Auflösungen sowie technische Finessen nicht verzichten möchten. Die Kamera zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, Videos in einer 8K-Auflösung aufzunehmen, wobei eine Bildwiederholrate von bis zu 60 Bildern pro Sekunde erreicht wird. Damit positioniert sich DJI direkt im Wettbewerb mit etablierten Modellen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Hardware-Konstruktion, die speziell für den rauen Einsatz konzipiert wurde. Neben der reinen Videoqualität setzt der Hersteller auf eine KI-gestützte Motivverfolgung, die den Anwender bei der Aufnahme unterstützen soll. Die Kamera wurde im Rahmen eines detaillierten Tests durch die Redaktion der c't unter die Lupe genommen, um die Alltagstauglichkeit und die tatsächliche Leistungsfähigkeit der technischen Spezifikationen zu bewerten.

Die Einzelheiten: Technische Daten und Ausstattung

Die DJI Osmo 360 II bringt eine Reihe von Spezifikationen mit, die sie von ihrem Vorgängermodell, der DJI Osmo 360, abheben sollen. Das Herzstück der Kamera ist ein Sensor, der 8K-Aufnahmen ermöglicht. Ein wesentliches Merkmal, das besonders für Nutzer in extremen Szenarien relevant ist, sind die nun austauschbaren Objektivgläser. Sollte es bei einem Sturz oder durch Steinschlag zu Beschädigungen an der Optik kommen, muss nicht mehr die gesamte Kamera ersetzt werden, was die Langlebigkeit des Geräts deutlich erhöht. In puncto Bildrate bietet die Osmo 360 II 60 Bilder pro Sekunde bei 8K-Auflösung. Im direkten Vergleich steht sie damit dem Konkurrenzmodell Insta360 X6 gegenüber, welches ebenfalls 8K-Aufnahmen bietet, allerdings bei einer Bildrate von 50 Bildern pro Sekunde. Die Tester betonen jedoch, dass dieser minimale Unterschied in der Bildwiederholrate in der praktischen Anwendung kaum ins Gewicht fällt. Ergänzt wird das Paket durch eine KI-basierte Software, die automatisch Motive im Bild erkennt und verfolgt, was den Workflow bei der Nachbearbeitung erheblich vereinfachen kann.

Hintergrund: Die Entwicklung der 360-Grad-Technologie

Die Entwicklung der Osmo 360 II ist als konsequente Weiterentwicklung der bestehenden Produktlinie von DJI zu verstehen. Während das Vorgängermodell bereits den Grundstein für hochauflösende 360-Grad-Aufnahmen legte, adressiert die zweite Generation gezielt die Schwachstellen, die Anwender im harten Action-Einsatz bemängelt hatten. Die Integration der austauschbaren Linsen ist hierbei das deutlichste Indiz dafür, dass DJI auf das Feedback der Community reagiert hat. Der Markt für solche Kameras ist in den letzten Jahren stark gewachsen, da sowohl Content-Creator als auch Extremsportler zunehmend auf immersive Formate setzen. Die Konkurrenz, insbesondere durch Unternehmen wie Insta360, hat den Druck auf die Innovationszyklen erhöht. DJI versucht hierbei, durch eine Kombination aus hoher Sensorleistung und intelligenter Software-Unterstützung die Marktführerschaft zu behaupten. Die Entscheidung, 8K als Standard für die neue Generation zu etablieren, unterstreicht den Anspruch, professionelle Bildqualität in ein kompaktes Gehäuse zu bringen, das auch unter widrigen Bedingungen zuverlässig funktioniert.

Die Beteiligten: Akteure und Institutionen

Im Zentrum der Betrachtung steht der Hersteller DJI, der mit der Osmo 360 II seine Position im Segment der Action-Kameras festigen will. Die technische Bewertung wurde durch die Redaktion des c't Magazins durchgeführt, namentlich durch den Autor Andre Kramer, der das Gerät einem ausführlichen Test unterzog. Die Aufnahmen für den Test wurden unter anderem von Andreas Wodrich begleitet, der für die visuelle Dokumentation verantwortlich zeichnete. Als direkter Wettbewerber wird im Testbericht die Firma Insta360 genannt, deren Modell X6 als Vergleichsgröße für die Leistungsfähigkeit der DJI-Kamera herangezogen wird. Diese Akteure bestimmen maßgeblich den aktuellen Stand der Technik im Bereich der 360-Grad-Aufnahmesysteme. Der Testbericht dient dabei als neutrale Instanz, um die Versprechen der Hersteller mit der tatsächlichen Leistung im Labor und in der Praxis abzugleichen, wobei die Interessen der Anwender, die nach langlebigen und leistungsstarken Werkzeugen suchen, im Vordergrund stehen.

Einordnung: Was die Neuerungen bedeuten

Einzuordnen ist die DJI Osmo 360 II als eine Kamera, die Evolution statt Revolution bietet. Die technischen Sprünge, etwa von 50 auf 60 Bilder pro Sekunde, sind den Berichten zufolge in der Praxis kaum als signifikanter Vorteil wahrnehmbar. Dennoch ist die Kamera ein wichtiges Update für das Ökosystem von DJI. Die Bedeutung der austauschbaren Objektivgläser sollte dabei nicht unterschätzt werden; sie stellt einen echten Mehrwert für Nutzer dar, die ihre Ausrüstung regelmäßig hohen Belastungen aussetzen. Die KI-gestützte Motivverfolgung ist ein weiterer Schritt in Richtung einer automatisierten Videoproduktion, die es auch weniger erfahrenen Nutzern ermöglichen soll, professionell wirkende Ergebnisse zu erzielen. Den Berichten zufolge ist die Kamera damit ein solides Arbeitsgerät, das vor allem durch seine Robustheit und die hohe Auflösung überzeugt. Die Einordnung zeigt jedoch auch, dass der Wettbewerb um die 8K-Krone in diesem Segment sehr eng ist und die Unterschiede zwischen den Top-Modellen zunehmend marginal werden, was den Fokus auf Bedienkomfort und Zubehör verschiebt.

Offene Fragen: Was der Testbericht nicht klärt

Obwohl der Testbericht die technischen Spezifikationen und die Neuerungen der DJI Osmo 360 II detailliert beleuchtet, bleiben einige Aspekte unbeantwortet. So geht der vorliegende Text nicht auf die Akkulaufzeit unter Volllast ein, was bei 8K-Aufnahmen ein entscheidender Faktor für die Praxisrelevanz ist. Ebenso fehlen Angaben zur Wärmeentwicklung des Gehäuses bei dauerhaften 8K-Aufnahmen, ein Problem, mit dem viele kompakte Kameras dieser Leistungsklasse zu kämpfen haben. Auch die Software-Kompatibilität zu gängigen Schnittprogrammen und die Performance der App-Anbindung bei der Bearbeitung des hochauflösenden Videomaterials werden im Quelltext nicht explizit thematisiert. Zudem bleibt offen, wie sich die Kamera bei schlechten Lichtverhältnissen schlägt, da der Fokus des Berichts primär auf der Auflösung und der mechanischen Konstruktion liegt. Diese Lücken lassen Raum für weitere Untersuchungen, insbesondere hinsichtlich der langfristigen Zuverlässigkeit der elektronischen Komponenten unter extremen klimatischen Bedingungen, die über den bloßen Schutz der Objektivgläser hinausgehen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/39285065/ · Foto: Amar Preciado
Quelle: https://www.heise.de/tests/360-Grad-Actionkamera-DJI-Osmo-360-II-mit-8K-Aufnahme-und-grossem-Sensor-im-Test-11403102.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag_plus.beitrag_plus