Was geschehen ist – die Kernmeldung
Die heise academy hat ein neues Weiterbildungsangebot für Fachkräfte im Bereich der Softwareentwicklung und Künstlichen Intelligenz angekündigt. Unter dem Titel „Moderne KI-Agents entwickeln – Function Tools, MCP und Multi-Agentensysteme“ startet ein fünfteiliger Classroom, der sich intensiv mit der Konzeption und Implementierung von KI-gestützten Systemen befasst. Ziel des Formats ist es, den Teilnehmern das notwendige Rüstzeug zu vermitteln, um KI-Agents nicht nur zu verstehen, sondern diese auch optimal auf spezifische betriebliche Anforderungen anzupassen und produktiv in bestehende IT-Infrastrukturen einzubinden. Die Veranstaltung richtet sich an Entwickler, die lernen möchten, wie komplexe, aus vielen Einzelaufgaben bestehende Arbeitsprozesse durch den Einsatz von Multi-Agentensystemen automatisiert werden können. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der praktischen Anwendung und der direkten Umsetzung von theoretischem Wissen in lauffähigen Code. Die Reihe ist als interaktives Live-Format konzipiert, das den Teilnehmern ermöglicht, unter fachkundiger Anleitung eigene Systeme von Grund auf zu entwickeln, zu testen und für den produktiven Betrieb in der Cloud vorzubereiten.
Die Einzelheiten – Zahlen, Namen und Inhalte
Der Kurs wird von dem Experten Rainer Stropek geleitet, der die Teilnehmer durch ein umfassendes Programm führt. Die Reihe erstreckt sich über fünf Termine, die jeweils dienstags stattfinden: am 12., 19. und 26. November sowie am 3. und 10. Dezember 2026. Jede der fünf Sessions dauert vier Stunden und findet in der Zeit von 09:00 bis 13:00 Uhr statt. Inhaltlich deckt das Programm ein breites Spektrum ab, das von den Grundlagen der Function Tools zur Verbindung von KI-Systemen bis hin zur Integration komplexer Protokolle wie dem Model Context Protocol (MCP) reicht. Stropek behandelt dabei die Einbindung verschiedener bekannter KI-Tools wie Claude, Codex oder Copilot. Zudem werden spezifische Themen wie MCP-Authentifizierung, MCP-Apps, das MCP-Streamable-Protokoll sowie begleitende Protokolle wie AG-UI und A2A besprochen. Die Teilnehmer arbeiten primär mit TypeScript, wobei punktuell Beispiele in Python und C# einfließen. Als Entwicklungsumgebung wird Visual Studio Code in Kombination mit Claude Code empfohlen, wobei auch andere moderne IDEs mit KI-Unterstützung genutzt werden können. Alle Sessions sind als Live-Coding-Einheiten gestaltet, um maximalen Praxisbezug zu gewährleisten.
Hintergrund – Vorgeschichte und Verlauf
Die zunehmende Verbreitung von KI-Systemen in Unternehmen hat den Bedarf an spezialisiertem Wissen über deren effiziente Nutzung massiv erhöht. Während einfache KI-Anwendungen oft isolierte Aufgaben lösen, stellen komplexe Unternehmensprozesse höhere Anforderungen an die technische Architektur. Hier setzen Multi-Agentensysteme an, die als technisches Rückgrat für automatisierte Workflows dienen. Die heise academy hat ihr Kursangebot in diesem Bereich nun rundum aktualisiert, um den aktuellen Entwicklungen im Bereich der agentischen KI Rechnung zu tragen. Die Entwicklung hin zu Systemen, die nicht nur auf Anfragen reagieren, sondern eigenständig komplexe Aufgabenketten abarbeiten können, erfordert neue Kompetenzen bei Softwareentwicklern. Durch die Zusammenstellung der Themen – von der Basis-Integration bis zum Cloud-Deployment – adressiert der Kurs die Herausforderung, dass KI-Systeme heute nicht mehr nur in isolierten Umgebungen existieren, sondern tief in die IT-Landschaft von Unternehmen integriert werden müssen. Die Entscheidung für ein fünfteiliges Format spiegelt dabei die Komplexität der Materie wider, die eine schrittweise Vertiefung erfordert, um von der ersten Konzeption bis zur produktiven Sicherheitskonfiguration alle relevanten Aspekte abzudecken.
Die Beteiligten – Personen und Institutionen
Verantwortlich für die inhaltliche Gestaltung und Durchführung des Classrooms ist Rainer Stropek, der als Experte für die heise academy fungiert. Er übernimmt die Vermittlung der komplexen Lerninhalte und steht den Teilnehmern während der Live-Sessions für Fragen zur Verfügung. Die heise academy selbst tritt als Veranstalter auf und stellt die Infrastruktur für den Classroom bereit, einschließlich der Plattform für den Austausch unter den Teilnehmern und den Zugang zu den Lernmaterialien. Die Zielgruppe des Angebots sind Fachkräfte aus der Softwareentwicklung und IT-Architektur, die ihre Fähigkeiten im Bereich der KI-Integration erweitern möchten. Die Kommunikation erfolgt über die redaktionellen Kanäle von heise online, wobei Christoph Böttcher als Autor des begleitenden redaktionellen Beitrags fungiert. Die Teilnehmer interagieren während der Sessions direkt mit dem Experten und können sich untereinander austauschen, was den Charakter einer Fach-Community unterstreicht. Die Organisation umfasst zudem die Bereitstellung von Aufzeichnungen, die es den Teilnehmern ermöglichen, die Inhalte auch nach Abschluss der Live-Termine in ihrem eigenen Tempo zu wiederholen und zu vertiefen.
Einordnung – Bedeutung des Formats
Einzuordnen ist das Angebot der heise academy als Reaktion auf die technologische Verschiebung hin zu agentischen KI-Systemen. Den Berichten zufolge ist die Fähigkeit, KI-Agents nicht nur zu nutzen, sondern als Teil eines Multi-Agentensystems zu konzipieren, eine Schlüsselqualifikation für moderne Softwareentwickler. Die Fokussierung auf TypeScript als Hauptsprache sowie die Einbindung von Protokollen wie MCP zeigt, dass der Kurs aktuelle Industriestandards aufgreift. Die Kombination aus theoretischer Fundierung und starkem Fokus auf Live-Coding deutet darauf hin, dass die Veranstalter den Bedarf an unmittelbarer Anwendbarkeit des Wissens in den Vordergrund stellen. Die Möglichkeit, das Gelernte durch den nachträglichen Zugang zu Materialien zu festigen, ist ein wesentlicher Bestandteil des didaktischen Konzepts. Die Einordnung der Sicherheitskonzepte und des Cloud-Deployments in der vierten Session unterstreicht zudem, dass die heise academy den Fokus nicht nur auf die reine Entwicklung, sondern auch auf die Betriebssicherheit und Skalierbarkeit legt, was für den Unternehmenseinsatz von entscheidender Bedeutung ist.
Offene Fragen – Was der Quelltext nicht beantwortet
Der Quelltext lässt einige Fragen offen, die für potenzielle Teilnehmer von Interesse sein könnten. So werden keine konkreten Angaben zu den Kosten für die Teilnahme am Classroom gemacht, außer dem Hinweis auf den „Professional Pass“ der heise academy, der sich ab einer gewissen Anzahl an Kursen lohnen soll. Auch die maximale Teilnehmerzahl für die Live-Sessions wird nicht explizit genannt, was Rückschlüsse auf den Grad der individuellen Betreuung erschwert. Zudem gibt es keine Informationen darüber, welche spezifischen Voraussetzungen die Teilnehmer an Hardware oder bereits vorhandenen KI-Kenntnissen mitbringen müssen, um dem hohen Tempo der Coding-lastigen Sessions folgen zu können. Auch die genaue technische Infrastruktur der Cloud-Umgebungen, die für das Deployment in der vierten Session genutzt werden, bleibt im Unklaren. Es wird nicht spezifiziert, ob die Teilnehmer für die Übungen eigene Cloud-Konten benötigen oder ob diese durch den Kursanbieter bereitgestellt werden. Ebenso fehlen Details zu den spezifischen Zertifizierungen, die nach Abschluss des Kurses möglicherweise erworben werden können.
Wie es weitergeht – Angekündigte Schritte
Die Planung für den Classroom sieht einen klaren Zeitplan vor, der am 12. November 2026 mit der ersten Einheit zu Function Tools beginnt. Im Anschluss folgen die weiteren vier Termine im wöchentlichen Rhythmus, wobei jeder Termin ein spezifisches Modul behandelt. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich über die Website der heise academy für die Veranstaltung anzumelden. Nach Abschluss der Reihe bleibt der Zugang zu den Aufzeichnungen und den Übungsmaterialien bestehen, sodass die Teilnehmer das Gelernte auch nach dem 10. Dezember 2026 weiter vertiefen können. Interessierte, die sich für eine kontinuierliche Weiterbildung entscheiden, können zudem den „Professional Pass“ in Betracht ziehen, der den Zugriff auf den gesamten Campus der heise academy ermöglicht. Weitere Informationen zu den Anmeldebedingungen und den technischen Voraussetzungen werden auf der offiziellen Website des Classrooms bereitgestellt. Die Veranstalter setzen darauf, dass durch die Kombination aus Live-Interaktion und dauerhaftem Zugriff auf die Ressourcen eine nachhaltige Wissensvermittlung stattfindet, die über die reine Teilnahme an den fünf Sessions hinausgeht.