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Hantavirus: Deutsche ausgeflogen - US-Bürger positiv getestet
Schlagzeilen · 11.05.2026 05:58

Hantavirus: Deutsche ausgeflogen - US-Bürger positiv getestet

Kurz: Nach einem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff 'Hondius' wurden Passagiere evakuiert. Ein US-Bürger wurde positiv getestet, jedoch symptomfrei.

Hantavirus-Ausbruch auf der "Hondius"

Am 11. Mai 2026 wurde die Kreuzfahrtgesellschaft von einem Hantavirus-Ausbruch auf dem Schiff "MV Hondius" vor der Küste Teneriffas überrascht. Die Situation führte zu einer umfassenden Evakuierung der Passagiere.

Evakuierung der Passagiere

Die Evakuierung begann am frühen Morgen des 11. Mai und wurde von den spanischen Gesundheitsbehörden koordiniert. Bis zu diesem Zeitpunkt waren bereits 94 Passagiere, darunter auch vier Deutsche, von Bord gebracht worden. Diese wurden nach Eindhoven in den Niederlanden geflogen, um dort medizinisch betreut zu werden.

Quarantänemaßnahmen

Laut dem Bundesgesundheitsministerium werden die deutschen Passagiere zunächst nach Frankfurt gebracht, wo sie ärztlich untersucht werden. Anschließend sollen sie in ihre jeweiligen Bundesländer transportiert werden, um dort in Quarantäne zu gehen. Diese Maßnahmen sind Teil der Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die eine 42-tägige Quarantäne für möglicherweise exponierte Personen vorschlägt.

Positiver Test bei US-Bürger

Ein besorgniserregender Aspekt des Ausbruchs ist, dass ein US-Bürger, der ebenfalls evakuiert wurde, positiv auf das Hantavirus getestet wurde. Die Person zeigt jedoch keine Symptome. Die US-Behörden haben bereits Maßnahmen ergriffen, um das Risiko einer weiteren Verbreitung zu minimieren. Der positiv getestete Passagier wurde nach Nebraska geflogen, wo er in einer Quarantäneeinrichtung untersucht werden soll.

Symptome und weitere Fälle

Während der Evakuierung wurden auch fünf französische Passagiere identifiziert, bei einem von ihnen traten während des Fluges Symptome auf. Diese Personen wurden nach ihrer Ankunft in Paris isoliert und unter strenge Quarantäne gestellt. Die französischen Gesundheitsbehörden haben betont, dass sie engmaschig überwachen, um sicherzustellen, dass sich das Virus nicht weiter verbreitet.

WHO und Hantavirus

Laut der WHO gibt es derzeit sechs bestätigte Hantavirus-Fälle, darunter zwei Verdachtsfälle. Von diesen sechs Fällen sind drei tödlich verlaufen; betroffen sind ein älteres niederländisches Ehepaar und eine Frau aus Deutschland. Die WHO vermutet, dass die Infektionskette von dem niederländischen Ehepaar ausgegangen sein könnte, welches sich möglicherweise in Argentinien angesteckt hat.

Einschätzung der Gesundheitsbehörden

Die Gesundheitsbehörden haben betont, dass die Gefahr einer breiten Verbreitung des Hantavirus in Europa als gering eingeschätzt wird. Lars Schaade, Präsident des Robert Koch-Instituts, erklärte, dass es sich nicht um ein Virus handele, das sich wie das Coronavirus verbreitet. Alle Kontakte der Infizierten seien ermittelt worden.

Desinfektionsmaßnahmen und weitere Schritte

Nach der Evakuierung wird das Kreuzfahrtschiff "Hondius" nach Rotterdam fahren, wo es desinfiziert werden soll. Der Leichnam einer an Bord verstorbenen Person wird ebenfalls in Rotterdam behandelt. Die Rückkehr des Schiffs wird voraussichtlich fünf Tage in Anspruch nehmen.

Zukünftige Entwicklungen

Die Evakuierung der Passagiere ist Teil einer größeren Aktion, die auch Flüge aus anderen Ländern umfasst. Flüge aus Großbritannien, Irland, der Türkei und den USA sind geplant, um weitere Passagiere in ihre Heimatländer zu bringen. Die Situation wird weiterhin genau beobachtet, um mögliche Risiken zu minimieren.

Die Lage auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" verdeutlicht die Herausforderungen, die mit einem Hantavirus-Ausbruch verbunden sind. Die Gesundheitsbehörden arbeiten eng zusammen, um die Sicherheit der Passagiere und der Bevölkerung zu gewährleisten. Die nächsten Schritte umfassen medizinische Untersuchungen und Quarantänemaßnahmen für die betroffenen Personen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/us-flaggen-national-mall-32237594/ · Foto: Ramaz Bluashvili
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/hantavirus-ausbruch-evakuierung-kreuzfahrtschiff--hondius-teneriffa-100.html