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Mittwoch: DNS-Probleme deutscher Domains, AMD-Wachstum dank Server und KI-GPUs
Technik · 06.05.2026 06:15

Mittwoch: DNS-Probleme deutscher Domains, AMD-Wachstum dank Server und KI-GPUs

Kurz: DNS-Probleme bei deutschen Domains und AMD verzeichnet Wachstum durch Server und KI-GPUs.

DNS-Probleme bei deutschen Domains

Am Dienstagabend kam es zu erheblichen Störungen im Domain-Name-System (DNS), die die Erreichbarkeit von .de-Domains beeinträchtigten. Nutzer berichteten von Schwierigkeiten, auf verschiedene Online-Dienste zuzugreifen, was sich in Fehlermeldungen in Browsern und Apps äußerte.

Ursache und Behebung

Laut Angaben der DENIC, der zentralen Registrierungsstelle für .de-Domains, konnte das Problem in der Nacht behoben werden. Die genaue Ursache für die Störung ist jedoch bislang unklar. Die Störung war nicht auf einzelne Internet-Provider beschränkt, sondern betraf alle DNS-Server, die DNSSEC validieren. Dies führte dazu, dass Nutzer häufig die Antwort NXDOMAIN erhielten, was bedeutete, dass die angeforderte Domain nicht aufgelöst werden konnte.

Auswirkungen auf die Nutzer

Für die Nutzer äußerte sich das Problem in Form von:

  • Nicht funktionierenden Apps (z. B. der Deutschen Bahn)
  • Fehlermeldungen in Webbrowsern

Die DENIC hat mittlerweile die Signatur der .de-Zone erneuert, sodass die DNSSEC-Validierung nun wieder korrekt funktioniert.

AMDs Geschäftszahlen und Wachstum

Im Gegensatz zu den DNS-Problemen bei deutschen Domains zeigt AMD positive Geschäftszahlen. Nach der Veröffentlichung des neuesten Geschäftsberichts reagierte die Börse mit einem Anstieg der AMD-Aktie um 15 Prozent.

Umsatzsteigerung durch Serverprozessoren

AMD verzeichnete ein Umsatzwachstum von 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der operative Gewinn stieg um 83 Prozent, während der Nettogewinn sogar um 95 Prozent zunahm. Der Hauptgrund für dieses Wachstum sind die Serverprozessoren und KI-Beschleuniger, die in Rechenzentren zunehmend gefragt sind.

Unterschiede zwischen Server- und Consumer-Segment

Die Schere zwischen den Verkaufszahlen von Serverprodukten und Consumer-Produkten weitet sich weiter. Während die Verkäufe von Ryzen und Radeon besser als erwartet ausfielen, wird angenommen, dass dies ein vorübergehendes Phänomen ist.

Sicherheitsvorfall in Taiwan

In Taiwan wurde ein 23-jähriger Student verhaftet, der mithilfe von „Software Defined Radio“ (SDR) und Handfunkgeräten ein Alarmsignal im Bahnsystem der dortigen Schnellzüge ausgelöst hat. Dies führte dazu, dass vier Züge automatisch gestoppt wurden, was Verspätungen von etwa 45 Minuten zur Folge hatte.

Technische Details des Vorfalls

Der Student hatte ein SDR verwendet, um den Bahnfunk abzuhören und die Alarmsignale zu entschlüsseln. Anschließend programmierte er diese Signale in ein Handfunkgerät. Die taiwanesische Regierung hat angekündigt, die Sicherheit des Bahnsystems zu überprüfen, während dem Verdächtigen eine Haftstrafe von bis zu 10 Jahren droht.

Datenleck bei französischer Behörde

Ein weiterer Vorfall betraf einen 15-jährigen Jugendlichen, der 19 Millionen Datensätze der französischen Behörde für abgesicherte Ausweise (ANTS) entwendet haben soll.

Konsequenzen und rechtliche Schritte

Die ANTS musste einen Einbruch in ihr System öffentlich machen. Der Verdächtige steht unter dem Verdacht, illegal Daten beschafft zu haben, was ihm bis zu sieben Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von bis zu 300.000 Euro einbringen könnte. Dieser Vorfall wirft Fragen zur Cybersicherheit und zum Schutz sensibler Daten auf.

Abschaltung des GSM-Netzes in Österreich

A1 Telekom Austria plant die Abschaltung seines GSM-Netzes (2G) bis Mai 2028. Diese Entscheidung wird vor allem Maschinen betreffen, die auf M2M-Kommunikation (Machine-to-Machine) angewiesen sind.

Auswirkungen auf die Nutzer

Die Abschaltung könnte ältere Geräte, die nicht auf 4G umgerüstet sind, vor Herausforderungen stellen. Nutzer müssten entweder ihre Geräte erneuern oder auf ein Konkurrenznetz umsteigen, das GSM weiterhin unterstützt.

Hohe Nachfrage nach High Bandwidth Memory (HBM)

Der Markt für High Bandwidth Memory (HBM) ist derzeit stark nachgefragt, was die Preise für andere Speicherchips wie DDR5-SDRAM in die Höhe treibt. HBM wird vor allem in KI-Rechenbeschleunigern eingesetzt und ist pro Gigabyte deutlich teurer als andere DRAM-Typen.

Unterschiede zu anderen DRAM-Typen

Es gibt mehrere Versionen von HBM, darunter HBM3E und die kommende HBM4, die verbesserte Leistungsmerkmale verspricht. Die hohe Nachfrage nach HBM könnte jedoch auch Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und Preise anderer Speichertechnologien haben.

Ausblick

Die Entwicklungen im Bereich von HBM und anderen Speichertechnologien sind für die Zukunft von KI-Anwendungen und Rechenzentren von zentraler Bedeutung. Die Branche verfolgt diese Trends genau, um auf die steigende Nachfrage reagieren zu können.

Insgesamt zeigt sich, dass sowohl technische Störungen als auch wirtschaftliche Erfolge in der Technologiebranche eng miteinander verknüpft sind und sowohl Unternehmen als auch Nutzer vor Herausforderungen stehen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/teamdiskussion-zum-thema-technologieinnovation-34987129/ · Foto: Md Jawadur Rahman
Quelle: https://www.heise.de/news/Mittwoch-DNS-Probleme-deutscher-Domains-AMD-Wachstum-dank-Server-und-KI-GPUs-11283280.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag