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Haakon dankt Vater Harald: "Begegnete allen mit Respekt"
Schlagzeilen · 29.08.2026 21:33

Haakon dankt Vater Harald: "Begegnete allen mit Respekt"

Kurz: In seiner ersten öffentlichen Ansprache als neuer König von Norwegen würdigt Haakon VIII. seinen verstorbenen Vater Harald V. und blickt auf seine neue Aufgabe.

Ein historischer Moment für das norwegische Königshaus

Der norwegische Thronfolger Haakon hat einen bedeutenden Schritt in seiner neuen Rolle vollzogen. Nach dem Ableben seines Vaters, König Harald V., trat Haakon VIII. erstmals als amtierender Monarch vor die Öffentlichkeit. In einer emotionalen und zugleich staatsmännischen Ansprache, die landesweit über Radio und Fernsehen ausgestrahlt wurde, richtete er das Wort an die norwegische Bevölkerung. Der Anlass war ein zutiefst trauriger: Der Tod von König Harald V., der am frühen Freitagmorgen im Alter von 89 Jahren verstorben ist. Mit dem letzten Atemzug seines Vaters vollzog sich der verfassungsmäßige Übergang der Krone auf Haakon. Die Rede diente nicht nur dazu, den Schmerz über den Verlust des Vaters zu teilen, sondern auch, die Kontinuität der Monarchie zu unterstreichen. Haakon VIII. betonte dabei die Werte, die sein Vater über mehr als drei Jahrzehnte hinweg in das norwegische Königshaus eingebracht hatte. Es war eine Rede, die von persönlicher Verbundenheit und dem Bewusstsein für die nun auf ihm lastende Verantwortung geprägt war. Die Bevölkerung Norwegens verfolgte diese erste offizielle Wortmeldung ihres neuen Königs mit großer Anteilnahme, während das Land um einen Monarchen trauert, der als volksnah und warmherzig galt.

Persönliche Erinnerungen an einen geliebten Vater

In seinen Ausführungen zeichnete König Haakon VIII. ein sehr privates Bild seines verstorbenen Vaters. Er erinnerte sich an Harald V. nicht nur als Staatsoberhaupt, sondern vor allem als einen „guten Papa“, der für ihn und seine Schwester, Prinzessin Märtha Louise, stets eine wichtige Stütze gewesen sei. Haakon beschrieb seinen Vater als einen humorvollen Großvater und einen liebevollen, fürsorglichen Ehemann. Besonders berührend war der Moment, als der neue König seiner Mutter, Königin Sonja, zum 58. Hochzeitstag gratulierte – ein Augenblick, in dem seine Stimme sichtlich stockte. Er unterstrich, dass Harald V. die Gabe besaß, Menschen in seinem Umfeld ein Gefühl der Entspannung zu vermitteln. Diese heitere Art, gepaart mit einer tiefen Menschlichkeit, habe es seinem Vater ermöglicht, allen Menschen mit Respekt und Großzügigkeit zu begegnen, ohne dabei jemals Unterschiede zu machen. Besonders für Kinder und Jugendliche habe der verstorbene König stets einen besonderen Platz in seinem Herzen reserviert, was ihn zu einem exzellenten Zuhörer gemacht habe. Diese persönlichen Anekdoten verdeutlichen, dass der Verlust für die Familie weit über die rein institutionelle Bedeutung hinausgeht.

Der Weg zur Krone und das Erbe Haralds V.

Die Thronfolge ist in Norwegen fest verankert, doch der Übergang markiert das Ende einer Ära. Harald V. hatte den Thron im Jahr 1991 bestiegen, nachdem er seinem Vater, König Olav, nachgefolgt war. Über 35 Jahre hinweg prägte er das norwegische Königshaus und galt zuletzt als der älteste Monarch Europas. Sein Wirken war von einer großen Beliebtheit beim Volk gekennzeichnet, da er als Landesvater agierte, hinter dem sich das gesamte Land vereint sah. Experten wie die ZDF-Königsexpertin Julia Melchior betonen, dass Harald V. nicht nur ein geschätztes Staatsoberhaupt war, sondern eine Integrationsfigur für die norwegische Gesellschaft. Der Übergang von Harald zu Haakon ist somit auch ein Prozess der Bewahrung eines Erbes. Harald V. habe seine Kinder stets dazu ermutigt, ihren eigenen Weg zu gehen und die Dinge auf ihre individuelle Art zu gestalten. Diese Lehre nimmt Haakon nun als Grundlage für seine eigene Regentschaft mit, während er sich der großen Aufgabe bewusst ist, die vor ihm liegt. Die Kontinuität, die durch diese familiäre Prägung gewährleistet wird, ist ein zentraler Pfeiler für das Vertrauen der Norweger in ihr Königshaus.

Die Akteure im Wandel der Monarchie

Die Familie steht in diesen Tagen im Zentrum der Aufmerksamkeit. Königin Sonja, die Witwe des verstorbenen Monarchen, erfährt in dieser schweren Zeit große Unterstützung durch ihre Kinder. Haakon VIII. betonte in seiner Rede ausdrücklich die Rolle seiner Frau, Königin Mette-Marit, die an seiner Seite steht. Gemeinsam wollen sie ihre Aufgaben als neues Königspaar wahrnehmen. Die Familie, zu der auch Prinzessin Märtha Louise gehört, zeigt sich in dieser Phase der Trauer geschlossen. Neben der königlichen Familie sind es auch institutionelle Akteure, die den Prozess begleiten. Das norwegische Parlament spielt eine zentrale Rolle bei der offiziellen Amtseinführung. Die Bevölkerung nimmt ebenfalls einen wichtigen Platz ein; die Anteilnahme im Land ist groß, was den Stellenwert der Monarchie in Norwegen unterstreicht. Auch wenn andere Mitglieder des Königshauses, wie etwa Marius Borg Høiby, zuletzt für Schlagzeilen sorgten, fokussierte sich Haakon in seiner ersten Rede voll und ganz auf das Gedenken an seinen Vater und die künftige Ausrichtung seiner eigenen Rolle als König.

Einordnung der neuen Regentschaft

Den Berichten zufolge markiert der Amtsantritt von Haakon VIII. einen Übergang, der von einer starken Kontinuität geprägt ist. Einzuordnen ist das so: Während Harald V. für eine Ära der Stabilität und der volksnahen Tradition stand, deutet Haakon an, dass er diesen Kurs fortsetzen möchte. Er betonte, dass er gemeinsam mit Königin Mette-Marit präsent sein, zuhören und versuchen wolle, die Lebenssituationen der Menschen in Norwegen zu verstehen. Dies ist ein klares Signal, dass er den Fokus auf eine inklusive Monarchie legt, in der es laut seinen Worten „Platz für alle“ gibt. Die Bewertung der Experten fällt dabei positiv aus; Haakon gilt als sympathisch und volksnah, was ihm einen Vertrauensvorschuss bei der Bevölkerung verschafft. Die Herausforderung für den neuen König wird darin bestehen, die Balance zwischen der Bewahrung der königlichen Traditionen und der Anpassung an eine sich wandelnde Gesellschaft zu finden. Seine Ankündigung, die Lebenssituationen der Menschen verstehen zu wollen, wird als ein Bekenntnis zu einer modernen, bürgernahen Monarchie gewertet, die sich aktiv in den gesellschaftlichen Diskurs einbringt.

Offene Fragen und der Blick in die Zukunft

Obwohl die erste Rede von König Haakon VIII. viele persönliche Einblicke gewährte, bleiben einige Aspekte der künftigen Regentschaft offen. Der Quelltext beantwortet nicht, welche konkreten politischen oder gesellschaftlichen Schwerpunkte der neue Monarch über seine allgemeine Absichtserklärung hinaus setzen wird. Auch wie sich die Rolle der anderen Familienmitglieder in der neuen Struktur exakt verändern wird, bleibt abzuwarten. Zudem gibt es keine Details dazu, wie das Königshaus mit den jüngsten Herausforderungen umgehen wird, die das Umfeld der Familie betreffen. Die nächsten Schritte sind jedoch klar definiert: Am kommenden Dienstag wird der neue Monarch den vorgeschriebenen Eid auf die Verfassung im norwegischen Parlament ablegen. Dieser Akt ist ein entscheidender verfassungsrechtlicher Schritt, der die offizielle Machtübernahme besiegelt. Die norwegische Bevölkerung wird die Möglichkeit haben, dieses Ereignis live im Fernsehen zu verfolgen. Damit schließt sich der formelle Prozess des Thronwechsels, während das Land gleichzeitig die Trauerzeit für den verstorbenen König Harald V. begeht. Die kommenden Monate werden zeigen, wie Haakon VIII. seine Vision eines Norwegens mit Platz für alle in die Praxis umsetzen wird.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/hande-lesen-information-zeitung-9566081/ · Foto: MART PRODUCTION
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/prominente/norwegen-haakon-koenig-erste-rede-100.html