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"Großes Ausrufezeichen" - Deutsches Dressur-Team führt
Sport · 11.08.2026 18:46

"Großes Ausrufezeichen" - Deutsches Dressur-Team führt

Kurz: Bei der Reit-WM in Aachen setzt das deutsche Dressur-Team ein starkes Signal. Nach der Halbzeit führen die Gastgeber vor Dänemark auf Gold-Kurs.

Starke Ausgangslage für Deutschland

Bei den Reit-Weltmeisterschaften in Aachen hat das deutsche Dressur-Team einen eindrucksvollen Auftakt hingelegt. Nach der Hälfte des Grand Prix, der sich über zwei Tage erstreckt, liegen die Gastgeber in der Mannschaftswertung in Führung. Damit unterstreicht das Team seine Ambitionen auf den Weltmeistertitel in der prestigeträchtigen Disziplin.

Die aktuelle Zwischenbilanz sieht das deutsche Quartett vor der dänischen Equipe. Das Reglement sieht vor, dass insgesamt vier Reiter pro Nation an den Start gehen, wobei das jeweils schwächste Ergebnis gestrichen wird. Dieser Modus bietet taktischen Spielraum, den das deutsche Team bisher erfolgreich zu nutzen scheint.

Debütant und Routinier glänzen

Der Grundstein für die Führung wurde bereits durch den WM-Neuling Raphael Netz gelegt. Der 27-Jährige lieferte bei seinem Debüt auf der Weltbühne eine überzeugende Vorstellung ab. Gemeinsam mit seinem Pferd Camelot sicherte er dem deutschen Team einen Vorsprung, der die Erwartungen an den Start des Turniers erfüllte. Netz betonte nach seinem Ritt, dass die Mission, die eigene Gruppe anzuführen, erfolgreich umgesetzt wurde. Er hob dabei besonders die Atmosphäre im Stadion und die Leistungsbereitschaft seines Pferdes hervor.

Auch Frederic Wandres konnte im Anschluss seine Klasse unter Beweis stellen. Der Dressurreiter zeigte sich nach seinem Ritt sichtlich erleichtert und gab Einblicke in den immensen mentalen Druck, der auf den Athleten lastet. Die Anspannung, die mit dem Wissen um die hohe Erwartungshaltung und die Verantwortung für das Team einhergeht, war für ihn deutlich spürbar. Dennoch gelang es ihm, eine der besten Wertungen des Tages zu erzielen und damit das Punktekonto des deutschen Teams weiter auszubauen.

Bundestrainerin zeigt sich zuversichtlich

Bundestrainerin Monica Theodorescu zog nach dem ersten Turniertag ein positives Resümee. Sie sprach von einem „großen Ausrufezeichen“, das ihre Schützlinge gesetzt hätten. Der bisherige Plan sei voll aufgegangen, was die Zuversicht für die zweite Hälfte des Grand Prix stärkt. Die Leistung der ersten beiden Reiter bietet eine solide Basis für den weiteren Verlauf des Wettbewerbs.

Ausblick auf die Entscheidung

Am Mittwoch entscheidet sich, ob das deutsche Team die Führung behaupten kann. Dann greifen mit Katharina Hemmer und der erfahrenen Rekordreiterin Isabell Werth die verbleibenden zwei Teammitglieder in das Geschehen ein. Während Hemmer mit Denoix antritt, wird Werth auf Wendy setzen. Beide Reiterinnen waren bereits Teil der Mannschaft, die im vergangenen Jahr in Frankreich EM-Gold gewinnen konnte.

Der Wettbewerb findet im größten Reitstadion der Welt statt, das Platz für 40.000 Zuschauer bietet. Neben der Mannschaftsentscheidung stehen im weiteren Verlauf der Woche noch die Einzelprüfungen im Grand Prix Special sowie in der Kür auf dem Programm, bei denen weitere Medaillen vergeben werden. Die offizielle Eröffnungsfeier des Turniers rundet den ersten großen Block der Weltmeisterschaften ab.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/luftaufnahme-eines-grunen-fussballfelds-in-jonkoping-37430612/ · Foto: Efrem Efre
Quelle: https://www.sportschau.de/regional/wdr/wdr-grosses-ausrufezeichen-deutsches-dressur-team-fuehrt-100.html