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Handball-Bundesliga: Abwehrschwäche führt zu nächster Wetzlar-Pleite gegen Gummersbach
Regional · 20.09.2026 18:28

Handball-Bundesliga: Abwehrschwäche führt zu nächster Wetzlar-Pleite gegen Gummersbach

Kurz: Die HSG Wetzlar steckt in der Krise: Auch gegen den VfL Gummersbach setzte es eine Niederlage. Besonders die Abwehr bereitet dem Team große Sorgen.

Ein gebrauchter Sonntag in der Buderus Arena

Die sportliche Talfahrt der HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga setzt sich fort. Im Heimspiel gegen den VfL Gummersbach mussten die Mittelhessen am vergangenen Sonntag eine weitere schmerzhafte Niederlage hinnehmen. Mit einem Endstand von 33:36 (15:20) unterlag die Mannschaft vor heimischem Publikum und wartet damit auch nach dem fünften Spieltag der laufenden Saison weiterhin auf den ersten Sieg. Die Partie offenbarte dabei erneut die eklatanten Defizite, die das Team bereits seit Saisonbeginn begleiten. Während der VfL Gummersbach als aufstrebender Kontrahent auftrat und seine Favoritenrolle über weite Strecken der Begegnung souverän untermauerte, fand die HSG Wetzlar zu keinem Zeitpunkt ein probates Mittel, um den Gegner ernsthaft unter Druck zu setzen. Mit nunmehr 1:9 Punkten festigte Wetzlar seine Position im Tabellenkeller und belegt aktuell den vorletzten Platz, was den Druck auf den Verein und das Umfeld weiter massiv erhöht.

Zahlen, Namen und der bittere Spielverlauf

Der Blick auf die Statistik unterstreicht die Probleme der Hausherren: Zum fünften Mal in Folge kassierte die HSG Wetzlar mehr als 30 Gegentore, was ein erfolgreiches Bestehen in der höchsten deutschen Spielklasse nahezu unmöglich macht. Ein Lichtblick in der ansonsten tristen Vorstellung war lediglich der 20-jährige Torhüter Hendrik Pantel. Eigentlich als Nummer drei im Kader geführt, bewahrte er sein Team mit einer beeindruckenden Quote von 47 Prozent gehaltener Bälle in der ersten Halbzeit vor einem noch deutlicheren Rückstand. In der Offensive stach Tristan Kirschner heraus, der mit zehn Treffern als treffsicherster Schütze der Wetzlarer agierte. Dennoch reichte diese individuelle Leistung nicht aus, um die strukturellen Defizite im Kollektiv zu kompensieren. Die Gäste aus Gummersbach kontrollierten das Geschehen weitgehend und bauten ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf acht Tore aus, bevor eine kurze Schwächephase nach rund 40 Minuten den Wetzlarern ein kurzes Aufbäumen ermöglichte, das jedoch ohne zählbaren Erfolg blieb.

Die chronische Schwäche im Defensivverbund

Einzuordnen ist die aktuelle Situation der HSG Wetzlar vor allem durch die anhaltende Instabilität in der Defensive. Das Kernproblem, das bereits in den vorangegangenen Ligaspielen zu Punktverlusten führte, trat auch gegen Gummersbach wieder offen zutage: Die Abwehr stand über weite Strecken nicht kompakt genug. Insbesondere der Innenblock offenbarte große Schwierigkeiten, den gegnerischen Angriffen die nötige Gegenwehr entgegenzusetzen. Den Berichten zufolge wirkten die Abwehrspieler oft nur als Zuschauer, die den Aktionen der Gummersbacher hinterherliefen. Diese mangelnde Abstimmung und fehlende Aggressivität im Zentrum sind die Hauptgründe dafür, dass das Team in jedem Saisonspiel bisher mehr als 30 Gegentreffer hinnehmen musste. Neben der defensiven Anfälligkeit kam erschwerend hinzu, dass die HSG-Akteure im Angriff zu viele gute Gelegenheiten ungenutzt ließen, was gegen einen spielstarken Gegner wie den VfL Gummersbach zwangsläufig bestraft wurde.

Einordnung der sportlichen Lage

Die sportliche Situation der HSG Wetzlar ist nach fünf Spieltagen als kritisch zu bewerten. Mit nur einem Zähler auf dem Konto befindet sich der Verein in einer schwierigen Phase, in der die altbekannten Defizite in der Abwehrarbeit immer deutlicher werden. Dass die Mannschaft trotz eines starken Torhüter-Debütanten wie Hendrik Pantel und eines treffsicheren Tristan Kirschner nicht in der Lage ist, Spiele für sich zu entscheiden, verdeutlicht, dass die Probleme tiefer liegen. Die Diskrepanz zwischen dem Anspruch, in der Handball-Bundesliga zu bestehen, und der tatsächlichen Leistung auf dem Parkett ist derzeit eklatant. Die Niederlage gegen Gummersbach war in der Deutlichkeit des Spielverlaufs verdient, da der VfL über die gesamte Spielzeit hinweg konzentrierter und zielstrebiger agierte. Für die Verantwortlichen bei der HSG Wetzlar bedeutet dies, dass dringend Lösungen gefunden werden müssen, um die defensive Stabilität zu erhöhen, bevor der Abstand zum rettenden Ufer in der Tabelle zu groß wird.

Offene Fragen und der Blick auf das nächste Pflichtspiel

Der Quelltext lässt einige Fragen offen, die für die weitere Entwicklung der HSG Wetzlar von Bedeutung sein könnten. So wird nicht explizit benannt, welche taktischen Anpassungen das Trainerteam plant, um die chronische Abwehrschwäche in den kommenden Wochen in den Griff zu bekommen. Auch bleibt offen, wie die sportliche Leitung die langfristige Perspektive des Kaders einschätzt und ob personelle Konsequenzen oder Veränderungen im Training angedacht sind. Klar ist hingegen der nächste Termin im Spielkalender: Am kommenden Mittwoch um 19 Uhr steht für die HSG Wetzlar die zweite Runde im DHB-Pokal an. Die Aufgabe könnte dabei kaum schwieriger sein, denn es geht auswärts gegen den SC Magdeburg. Dieses Duell gilt als die schwerstmögliche Herausforderung im aktuellen Spielplan. Ob die Mannschaft dort eine Überraschung schaffen kann oder ob die Konzentration bereits voll auf die darauffolgenden Aufgaben in der Liga gerichtet werden muss, bleibt abzuwarten.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/rathaus-zittau-im-morgenlicht-deutschland-33000553/ · Foto: Niklas Jeromin
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/handball/hsg-wetzlar/handball-bundesliga-abwehrschwaeche-fuehrt-zu-naechster-wetzlar-pleite-gegen-gummersbach-v1,wetzlar-gummersbach-108.html