Ein starkes Comeback im Centre Aquatique Olympique
Der deutsche Wasserspringer Moritz Wesemann hat bei den Schwimm-Europameisterschaften in Paris ein deutliches Zeichen gesetzt. Mit einer konzentrierten Leistung sicherte sich der 24-Jährige aus Halle die Goldmedaille im Wettbewerb vom 1-Meter-Brett. Mit insgesamt 431,45 Punkten verwies er die britische Konkurrenz auf die Plätze und verteidigte damit erfolgreich seinen Titel, den er sich bereits im vergangenen Jahr in Belek erkämpft hatte.
Der Erfolg in Paris ist für das deutsche Team von besonderer Bedeutung, da es sich um die erste Goldmedaille bei diesen Titelkämpfen handelt. Die Freude über den Sieg war sowohl beim Athleten als auch bei seinen Teamkollegen auf der Tribüne deutlich spürbar.
Vom Fehlstart zur Goldmedaille
Der Triumph ist umso bemerkenswerter, wenn man den holprigen Start des Athleten in das Turnier betrachtet. Noch am Vortag hatte Wesemann im Mixed-Team-Wettbewerb gemeinsam mit seinen Teamkollegen Pfeif, Lena Hentschel und Jaden Eikermann einen enttäuschenden siebten Platz belegt. Fehler in der Ausführung verhinderten damals eine bessere Platzierung.
Wesemann selbst ordnete diesen Umschwung nach dem Wettkampf als mentale Leistung ein. Er betonte, dass er diesmal ohne größere Patzer durch das Programm gekommen sei. Besonders hob er hervor, dass er den Mut, den er am Vortag vermissen ließ, am Samstag erfolgreich in eine kontrollierte Leistung umwandeln konnte. Das abschließende Highlight seines Programms bildete dabei den krönenden Abschluss eines stabilen Wettkampfs.
Die Konkurrenz auf Distanz gehalten
Das Niveau des Wettbewerbs war hoch, doch Wesemann konnte sich mit seinem soliden Auftritt gegen die britischen Herausforderer durchsetzen:
* Gold: Moritz Wesemann (431,45 Punkte)
* Silber: Jack Laugher (418,25 Punkte)
* Bronze: Jordan Houlden (410,30 Punkte)
Durch die konstante Punkteausbeute über alle Sprünge hinweg gelang es ihm, die Briten Jack Laugher und Jordan Houlden auf die Plätze zwei und drei zu verweisen. Nach dem Wettkampf zeigte sich der Athlet sichtlich aufgedreht; das Adrenalin des Sieges ließ an Schlaf in der Nacht nach dem Wettkampf kaum denken.
Ausblick auf die kommenden Tage
Für die Schwimm-EM in Paris, die noch bis zum 16. August andauert, ist der Wettbewerb vom 1-Meter-Brett erst der Anfang für den Europameister. Bereits am kommenden Mittwoch steht für Wesemann die nächste Herausforderung an: Er wird im Einzel vom 3-Meter-Brett antreten. Nach dem Erfolg vom 1-Meter-Brett geht er mit Rückenwind in diesen weiteren Wettbewerb.
Die Schwimm-EM in Paris markiert eine Rückkehr der Athleten an einen bekannten Ort, nur zwei Jahre nach den Olympischen Sommerspielen. Neben den Wasserspringern stehen auch die Schwimmer um Olympiasieger Lukas Märtens im Fokus der Veranstaltung, bei der es in den kommenden Tagen um weitere Medaillenentscheidungen geht.