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Geschäftsführer und Brückenbauer - DFB holt auch Mertesacker
Sport · 24.07.2026 12:10

Geschäftsführer und Brückenbauer - DFB holt auch Mertesacker

Kurz: Der DFB treibt seine personelle Neuaufstellung voran: Per Mertesacker übernimmt ab 2027 die Rolle des Geschäftsführers Sport und folgt auf Andreas Rettig.

Ein neues Gesicht für die DFB-Führung

Nach der Verpflichtung von Jürgen Klopp als Bundestrainer hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine weitere wegweisende Entscheidung getroffen. Per Mertesacker, ehemaliger Weltmeister und langjähriger Verantwortlicher in der Nachwuchsakademie des FC Arsenal, wird zum 1. Januar 2027 das Amt des Geschäftsführers Sport antreten. Mit dieser Personalentscheidung setzt der Verband sein Ziel fort, ehemalige Spitzenspieler in strategische Führungspositionen zu integrieren.

Der 41-Jährige tritt die Nachfolge von Andreas Rettig an, der seinen Vertrag als Geschäftsführer nicht verlängert hat. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, ist eine mehrmonatige Einarbeitungsphase durch Rettig vorgesehen. Der Vertrag von Mertesacker läuft, analog zu dem von Jürgen Klopp, bis zum Jahr 2030.

Hintergrund und Qualifikation

Mertesacker bringt eine fundierte Expertise aus seiner Zeit in England mit. Nach seinem Karriereende beim FC Arsenal im Jahr 2018 leitete er dort über Jahre hinweg die Jugendakademie. Diese Erfahrung in der Ausbildung junger Talente gilt als einer der Hauptgründe für seine Berufung. Beim DFB soll er als Bindeglied zwischen der A-Nationalmannschaft und den U-Teams fungieren und eng mit Nachwuchsdirektor Hannes Wolf zusammenarbeiten, der die Ausbildungsstrukturen des Verbandes bereits grundlegend reformiert hat.

In der deutschen Fußballlandschaft genießt Mertesacker ein hohes Ansehen. Weggefährten und Funktionäre wie Rudi Völler, Lothar Matthäus und Uli Hoeneß loben seine Eloquenz, seine fachliche Kompetenz und seine menschliche Integrität. Besonders seine kritische, aber stets sachliche Art, die er zuletzt als TV-Experte unter Beweis stellte, wird als wertvolle Eigenschaft für die neue Führungsrolle hervorgehoben.

Erwartungen und Ausblick

Die Erwartungshaltung an den ehemaligen Innenverteidiger ist hoch. Mertesacker selbst äußerte sich demütig gegenüber der neuen Aufgabe und betonte, dass der deutsche Fußball über ein enormes Potenzial verfüge, das es durch harte Arbeit und Geduld zu fördern gelte. Er sieht seine Rückkehr zum DFB als eine Herzensangelegenheit, da der Kontakt zum Verband auch nach seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft nach dem WM-Triumph 2014 nie abgebrochen sei.

Bevor Mertesacker jedoch in die operative Arbeit einsteigt, plant er eine Phase der Reflexion. Nach 15 intensiven Jahren im Profifußball beim FC Arsenal möchte er zunächst Zeit mit seiner Familie verbringen, bevor er die neue Verantwortung übernimmt.

Die Konstellation aus Jürgen Klopp als Bundestrainer, Rudi Völler als Sportdirektor und Per Mertesacker als Geschäftsführer Sport soll dem DFB eine klare sportliche Identität verleihen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie die Einarbeitung durch Andreas Rettig verläuft und welche inhaltlichen Schwerpunkte Mertesacker ab 2027 setzen wird, um den deutschen Fußball langfristig wieder in die Weltspitze zu führen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/finale-fussball-montsurs-53-29920213/ · Foto: Bechir Lachiheb
Quelle: https://www.sportschau.de/fussball/nationalmannschaft/dfb-macht-mertesacker-zum-geschaeftsfuehrer,bericht-dfb-mertesacker-geschaeftsfuehrer-100.html