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Fußball-Weltverband - FIFA stärkt Infantino den Rücken - und wirft Gegnern Desinformation vor
Schlagzeilen · 09.08.2026 02:43

Fußball-Weltverband - FIFA stärkt Infantino den Rücken - und wirft Gegnern Desinformation vor

Kurz: Der Fußball-Weltverband FIFA positioniert sich klar hinter Gianni Infantino und weist Kritik als gezielte Desinformationskampagne zurück.

Geschlossene Front hinter der Verbandsspitze

Der Fußball-Weltverband FIFA hat sich in einer offiziellen Stellungnahme hinter seinen Präsidenten Gianni Infantino gestellt. In einem Online-Statement äußerte sich der Verband zu den jüngsten Entwicklungen und den gegen die Führung gerichteten Vorwürfen. Die FIFA spricht von einer gezielten und anhaltenden Strategie, die darauf abziele, sowohl die Integrität des Weltverbandes als auch die Person des Präsidenten zu untergraben.

Nach Angaben der Organisation seien die in der Öffentlichkeit kursierenden Behauptungen als Unterstellungen und bewusste Fehlinformationen zu bewerten. Wer genau hinter diesen angeblichen Kampagnen stecken soll, ließ der Verband in seiner Mitteilung jedoch offen. Es wurden keine konkreten Akteure oder Organisationen namentlich benannt, die für die vermeintliche Desinformation verantwortlich sein sollen.

Hintergrund der Spannungen: Gescheiterte Investorenpläne

Die aktuelle Situation ist eingebettet in eine Reihe von Konflikten, die das Verhältnis zwischen der FIFA-Spitze und anderen Fußballgremien belasten. Ein zentraler Streitpunkt war der Plan von Gianni Infantino, die Rechte an der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren zu veräußern. Dieses Vorhaben stieß auf massiven Widerstand, unter anderem innerhalb der europäischen Fußball-Union UEFA.

Die UEFA hatte Infantino in diesem Kontext explizit die Unterstützung entzogen. Die gescheiterte Privatisierung der WM-Rechte gilt als einer der wesentlichen Auslöser für die derzeitige Distanz zwischen den europäischen Verbänden und der FIFA-Führung. Die Ablehnung des Modells durch die UEFA markierte einen deutlichen Bruch in der bisherigen Zusammenarbeit.

Neue Vorwürfe gegen die Vergangenheit

Neben den strategischen Differenzen sieht sich Infantino mit Berichten konfrontiert, die seine Zeit als Generalsekretär der UEFA betreffen. Die britische Tageszeitung "Telegraph" hatte zuletzt publik gemacht, dass Infantino in jener Phase für eine finanzielle Zuwendung an eine enge Mitarbeiterin gesorgt haben soll.

Die FIFA reagierte auf diese Medienberichte mit einer klaren Zurückweisung. Der Vorwurf eines unangemessenen Verhaltens werde explizit bestritten. Der Verband wertet diese Berichterstattung offenbar als Teil der von ihm beklagten Kampagne, um das Ansehen des Präsidenten zu beschädigen.

Einordnung der aktuellen Lage

Die öffentliche Verteidigung durch den Weltverband zeigt, dass die FIFA derzeit auf eine Strategie der Konfrontation setzt, um die Deutungshoheit über die gegenwärtigen Schlagzeilen zu behalten. Die Vorwürfe der Desinformation deuten auf eine tiefe Vertrauenskrise hin, die über rein sportpolitische Fragen hinausgeht.

Wie sich die Situation weiterentwickeln wird, bleibt abzuwarten. Da die FIFA bisher keine konkreten Namen für die angeblichen Akteure hinter den Angriffen genannt hat, bleibt die Debatte vorerst auf der Ebene der gegenseitigen Schuldzuweisungen. Die kommenden Monate könnten zeigen, ob die interne Unterstützung für Infantino ausreicht, um die öffentliche Kritik und den Druck durch andere Verbände langfristig abzufedern.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/junger-fussballer-spielt-hallenfussballspiel-38525848/ · Foto: Miguel Guerra
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/fifa-staerkt-infantino-den-ruecken-und-wirft-gegnern-desinformation-vor-102.html