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EM-Siebenkampf: Siebenkämpferin Weißenberg mit Bestleistung EM-Fünfte
Sport · 15.08.2026 21:10

EM-Siebenkampf: Siebenkämpferin Weißenberg mit Bestleistung EM-Fünfte

Kurz: Nach einer schweren Verletzung feiert Sophie Weißenberg ein starkes Comeback: Bei der EM in Birmingham erreicht sie Platz fünf mit persönlicher Bestleistung.

Ein beeindruckendes Comeback auf der großen Bühne

Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften im britischen Birmingham hat die deutsche Siebenkämpferin Sophie Weißenberg ein bemerkenswertes sportliches Comeback gefeiert. Die 28-jährige Athletin aus Leverkusen, die in der Vergangenheit eine lange Leidenszeit durchstehen musste, präsentierte sich im Alexander Stadium in einer herausragenden Verfassung. Mit einer Gesamtpunktzahl von 6496 Zählern sicherte sie sich den fünften Platz in der Gesamtwertung. Dabei gelang ihr das Kunststück, eine neue persönliche Bestleistung aufzustellen, was ihre Rückkehr in die europäische Spitzenklasse eindrucksvoll unterstreicht. Über weite Strecken des Wettbewerbs durfte Weißenberg sogar mit einem Platz auf dem Podium liebäugeln, auch wenn es am Ende für eine Medaille nicht ganz reichte. Den Sieg in diesem hochklassigen Wettkampf sicherte sich die Irin Kate O'Connor, die mit 6751 Punkten die Konkurrenz hinter sich ließ. Für Weißenberg markiert dieses Ergebnis den vorläufigen Höhepunkt einer Phase, die von harter Arbeit und der Überwindung schwerer körperlicher Rückschläge geprägt war.

Die Details zum Wettkampfverlauf und den Platzierungen

Der Siebenkampf in Birmingham bot den Zuschauern bis zur letzten Disziplin spannende sportliche Momente. Die Siegerin Kate O'Connor aus Irland setzte sich mit einem Vorsprung von 38 Punkten gegen die zweitplatzierte Niederländerin Emma Oosterwegel durch, die auf 6713 Punkte kam. Die Bronzemedaille ging an Sofie Dokter, ebenfalls aus den Niederlanden, mit einer Punktzahl von 6664. Die als Top-Favoritin in den Wettkampf gegangene Schweizerin Annik Kälin musste sich mit 6630 Punkten und dem vierten Rang begnügen, was bei der Athletin für große Enttäuschung sorgte. Neben Sophie Weißenberg waren weitere deutsche Athletinnen im Feld vertreten, konnten jedoch nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Vanessa Grimm vom Königsteiner LV beendete den Siebenkampf mit 6119 Punkten auf dem 14. Rang. Die Stuttgarterin Sandrina Sprengel, die im Vorjahr bei der Weltmeisterschaft in Tokio noch für Aufsehen gesorgt hatte, kam nach einem frühen Rückschlag nicht über 6057 Punkte und den 15. Platz hinaus. Die Titelverteidigerin Nafissatou Thiam aus Belgien konnte aufgrund einer Verletzung gar nicht erst am Wettkampf teilnehmen.

Der lange Weg zurück nach schwerer Verletzung

Die Leistung von Sophie Weißenberg ist vor dem Hintergrund ihrer jüngsten Karrieregeschichte besonders hoch einzuschätzen. Die Athletin hatte bei den Olympischen Spielen in Paris einen herben Rückschlag erlitten, als sie sich beim Aufwärmen einen Achillessehnenriss zuzog. Diese schwere Verletzung zwang sie zu einer langen Wettkampfpause und erforderte einen intensiven Rehabilitationsprozess. Dass sie nun, nur kurze Zeit später, bei einem internationalen Großereignis wie der Europameisterschaft wieder in der Lage ist, ihre persönliche Bestleistung zu steigern und mit der europäischen Elite mitzuhalten, zeugt von einer außergewöhnlichen mentalen und körperlichen Stärke. Der Weg zurück in den Wettkampfmodus war für die Leverkusenerin zweifellos von zahlreichen Hürden geprägt, die sie nun im Alexander Stadium erfolgreich hinter sich lassen konnte. Die Teilnahme in Birmingham war somit nicht nur ein sportlicher Test, sondern auch ein symbolischer Sieg über die Verletzungsmisere der vergangenen Monate.

Rückschläge für das deutsche Team

Während Weißenberg glänzen konnte, verlief der Wettkampf für ihre Teamkollegin Sandrina Sprengel enttäuschend. Die WM-Fünfte, von der im Vorfeld durchaus Hoffnungen auf eine vordere Platzierung ausgegangen waren, musste ihre Ambitionen bereits am ersten Wettkampftag begraben. Ein folgenschwerer Patzer in der ersten Disziplin, dem 100-Meter-Hürdenlauf, warf sie so weit zurück, dass eine Aufholjagd in der Gesamtwertung kaum noch möglich war. Dieser frühe Fehler im Wettkampfverlauf wirkte sich auf die gesamte Stimmung und die weitere Performance der Stuttgarterin aus. Auch für Vanessa Grimm verlief das Turnier nicht nach Wunsch, da sie sich im hinteren Feld der Gesamtwertung einreihen musste. Der Ausfall der belgischen Favoritin Nafissatou Thiam veränderte zudem die Dynamik des gesamten Teilnehmerfeldes, da die amtierende Titelverteidigerin als Maßstab für die Konkurrenz gefehlt hatte, was die Karten für die übrigen Athletinnen neu mischte.

Einordnung der Leistung und offene Fragen

Einzuordnen ist der fünfte Platz von Sophie Weißenberg als eine der positivsten Überraschungen aus deutscher Sicht bei dieser Europameisterschaft. Den Berichten zufolge hat sie sich damit eindrucksvoll in der europäischen Spitze zurückgemeldet. Dennoch bleiben einige Fragen offen, die der vorliegende Quelltext nicht beantwortet. So wird nicht explizit dargelegt, wie Weißenberg ihre Trainingsbelastung nach der Achillessehnenverletzung gesteuert hat, um so schnell wieder in Bestform zu kommen. Auch über die genauen Gründe für den Hürden-Patzer von Sandrina Sprengel gibt es keine detaillierten Informationen, ebenso wenig wie über die spezifische Art der Verletzung, die den Start der Titelverteidigerin Nafissatou Thiam verhinderte. Auch bleibt offen, wie die deutsche Delegation die Leistungen der Athletinnen insgesamt bewertet und welche Schlüsse für die kommenden internationalen Wettbewerbe gezogen werden. Die sportliche Bilanz des deutschen Teams im Siebenkampf bleibt somit ein gemischtes Bild aus einem glänzenden Comeback und verpassten Chancen durch frühe Fehler.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/sommer-spielen-gras-park-16942933/ · Foto: Ricardo Santanna
Quelle: https://www.sportschau.de/leichtathletik/em/weissenberg-im-siebenkampf-weiter-im-flow-und-vierte,la-em-2026-birmingham-siebenkampf-zweiter-tag-100.html