Sicherheitsvorfall am Flughafen Leipzig
Am Flughafen Leipzig/Halle kam es zu einem beunruhigenden Zwischenfall, als auf dem Vorfeld eine mit Sprengstoff präparierte Drohne entdeckt wurde. Das Fluggerät befand sich in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs. Nach Angaben des sächsischen Landeskriminalamts wurde die Drohne kurz vor Mitternacht sichergestellt und der Zünder durch einen Sprengstoffroboter unschädlich gemacht.
Der Fund hatte unmittelbare Auswirkungen auf den Flugbetrieb: Eine DHL-Frachtmaschine musste aufgrund der Sperrung abdrehen. Dabei kam es zu einem Zusammenstoß mit einem bislang unbekannten Objekt, bevor die Maschine sicher in Hannover landen konnte. Experten wie Christian Kaiser betonen, dass die Abwehrmöglichkeiten gegen Drohnen derzeit hinter der technischen Entwicklung zurückblieben. Ein hundertprozentiger Schutz sei kaum zu gewährleisten, da eine effektive Überwachung bereits in einem großen Radius um den Flughafen enorme Investitionen erfordern würde.
Haftstrafen für rechtsextreme Terrorgruppe
Ein bedeutendes juristisches Nachspiel gab es im Prozess gegen die rechtsextreme Gruppierung "Letzte Verteidigungswelle". Acht junge Männer wurden wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, versuchten Mordes, Brandstiftung sowie gefährlicher Körperverletzung zu Haftstrafen verurteilt. Die Taten richteten sich gegen Geflüchtete und politische Gegner in Brandenburg und Thüringen.
Da die Angeklagten zum Zeitpunkt der Taten zwischen 14 und 21 Jahre alt waren, erfolgte die Verurteilung nach Jugendstrafrecht. Experten warnen jedoch, dass die Gefahr damit nicht gebannt ist. Laut Charlotte Greipl aus der ZDF-Redaktion Recht und Justiz ist eine steigende Gewaltbereitschaft unter rechtsextremen Jugendlichen zu beobachten. Das Bundesinnenministerium registrierte für das Jahr 2025 vorläufig 3.543 Straftaten durch Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 1.785 Fällen zwei Jahre zuvor. Die Sicherheitsbehörden sehen sich weiterhin mit der Herausforderung konfrontiert, dass neue Gruppierungen wie "Deutsche Jugend Voran" oder "Jung und Stark" gezielt junge Menschen rekrutieren.
Wetterwende nach extremer Hitze
Nach einem weiteren Tag mit amtlichen Hitzewarnungen steht Deutschland eine meteorologische Entspannung bevor. Die schwülwarme Luft, die am Nachmittag für eine erhöhte Gewittergefahr sorgte, wird durch eine Kaltfront verdrängt. Insbesondere im Südosten des Landes warnten Meteorologen vor Starkregen und Unwettern.
Ab dem Folgetag zeichnet sich laut Deutschem Wetterdienst (DWD) eine deutliche Abkühlung ab. Während die heiße Luft in den Südosten abgedrängt wird, sinken die Temperaturen in weiten Teilen des Landes spürbar. Laut ZDF-Meteorologin Katja Horneffer werden die Werte vielerorts unter die 20-Grad-Marke fallen, und die drückende Schwüle nimmt ab. Tropennächte werden nach aktuellen Prognosen nur noch vereinzelt im Südosten erwartet.