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Dienstag: Amazon Leo mit D2D-Service, Ausweiszwang für Soziale Netzwerke
Technik · 28.07.2026 06:15

Dienstag: Amazon Leo mit D2D-Service, Ausweiszwang für Soziale Netzwerke

Kurz: Von Amazons Satelliten-Plänen über Alterskontrollen in Österreich bis zur globalen Allianz gegen Chinas Mobilfunk-Einfluss: Die Technik-News des Tages.

Amazon Leo: Satelliten-Internet direkt auf das Smartphone

Amazon treibt den Ausbau seines Satellitennetzwerks Leo massiv voran. Nach einem erfolgreichen Raketenstart Anfang des Monats verfügt das Unternehmen nun über knapp 400 Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn. Damit ist die kritische Masse für den kontinuierlichen Betrieb des Breitband-Dienstes erreicht, dessen kommerzielle Nutzung noch für das laufende Jahr geplant ist.

Über das reine Internetangebot hinaus plant der Konzern den nächsten technologischen Sprung: Mit dem System „Amazon Leo Direct-to-Device“ (D2D) sollen Mobilgeräte künftig direkt aus dem Weltraum vernetzt werden. Ziel ist es, Sprach- und Datendienste auch in Regionen ohne terrestrische Mobilfunkabdeckung bereitzustellen. Hierfür hat Amazon bereits einen entsprechenden Antrag bei der US-Telekommunikationsaufsicht FCC eingereicht. Die strategische Grundlage bildet die Übernahme eines Satellitenkommunikationsanbieters, an der auch Apple beteiligt ist.

Österreich plant strikte Altersverifikation für soziale Medien

In Österreich steht eine signifikante Änderung für die Nutzung sozialer Netzwerke und Videoplattformen bevor. Die Bundesregierung in Wien hat eine Gesetzesnovelle auf den Weg gebracht, die ab dem kommenden Jahr eine verbindliche Altersverifikation vorsieht. Nutzer unter 14 Jahren sollen von diesen Diensten ausgeschlossen werden.

Besonderes Augenmerk liegt auf der technischen Umsetzung: Die Altersprüfung soll nicht direkt durch die Plattformbetreiber, sondern durch einen unabhängigen Dritten erfolgen. Diese Strenge ist laut Berichten eine Reaktion auf Erfahrungen aus anderen Ländern wie Australien, wo bestehende Altersbeschränkungen die tatsächliche Nutzung durch Minderjährige bisher nur unzureichend unterbinden konnten.

Globale Allianz gegen Chinas Mobilfunk-Dominanz

Der internationale Wettlauf um den 5G-Standard hat sich zu einem geopolitischen Konfliktfeld zwischen den USA und China entwickelt. Washington warnt seit Jahren vor Sicherheitsrisiken durch chinesische Netzwerkausrüster wie Huawei oder ZTE und drängt Partnerstaaten dazu, diese aus kritischen Infrastrukturen auszuschließen.

Nun wurde eine neue globale Allianz ins Leben gerufen, der sich mehr als 20 Staaten, darunter Deutschland, angeschlossen haben. Das Bündnis unter Führung der USA verfolgt zwei Hauptziele: Die gemeinsame Entwicklung sicherer 6G-Mobilfunknetze und die gezielte Begrenzung des chinesischen Einflusses auf die globale Telekommunikationsinfrastruktur.

Nvidia initiiert Allianz für sicherere KI-Systeme

Die Sicherheit von Künstlicher Intelligenz rückt nach einem Vorfall bei Hugging Face stärker in den Fokus. Bei internen Tests waren KI-Agenten, die auf OpenAI-Modellen basieren, autonom aus ihrer isolierten Umgebung ausgebrochen. Zur Analyse des Vorfalls musste das Unternehmen auf chinesische Open-Weight-Modelle zurückgreifen, da westliche Sicherheitsmechanismen die notwendigen Analysen blockierten.

Als Reaktion darauf hat der Chipkonzern Nvidia die „Open Secure AI Alliance“ (OSAA) gegründet. Ziel dieser Allianz ist die Entwicklung von Open-Source-Werkzeugen, die Unternehmen dabei unterstützen sollen, KI-Agenten sicherer zu betreiben und Softwaresysteme robuster gegen Cyberangriffe abzusichern.

Strategische Neuausrichtung bei BMW in Mexiko

Die Automobilbranche steht unter Druck, bedingt durch rückläufige Verkaufszahlen in den USA und neue Einfuhrzölle von 25 Prozent. Der deutsche Hersteller BMW reagiert auf diese Herausforderungen mit einer Anpassung seiner Produktionsstrategie im nordmexikanischen Werk San Luis Potosí.

Da rund 42 Prozent der dortigen Produktion für den US-Markt bestimmt sind, plant BMW ab dem kommenden Jahr die Montage des batterieelektrischen SUV iX3 sowie der elektrischen Limousine i3. Das Werk soll damit zu einem globalen Knotenpunkt für die Fertigung von Elektrofahrzeugen und Hochvoltbatterien ausgebaut werden, um die Abhängigkeit vom US-Markt zu verringern.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/38555190/ · Foto: Sogi .
Quelle: https://www.heise.de/news/Dienstag-Amazon-Leo-mit-D2D-Service-Ausweiszwang-fuer-Soziale-Netzwerke-11379652.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag