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Bryan Adams: Seine Mutter kommt zu seinen Konzerten – mit 98 Jahren
Kultur · 06.11.2026 09:17

Bryan Adams: Seine Mutter kommt zu seinen Konzerten – mit 98 Jahren

Kurz: Der kanadische Rockstar Bryan Adams berichtet von seiner 98-jährigen Mutter, die regelmäßig seine Konzerte besucht und ihn bei seiner Arbeit unterstützt.

Ein ungewöhnlicher Begleiter auf Tournee

Es ist ein Bild, das man in der Welt des internationalen Rock-Business selten zu sehen bekommt: Ein Weltstar, der bereits auf eine beeindruckende Karriere zurückblickt, wird bei seinen Auftritten von einem seiner treuesten Fans begleitet – seiner eigenen Mutter. Der kanadische Musiker Bryan Adams, der selbst mittlerweile das 67. Lebensjahr erreicht hat, gab nun in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa Einblicke in dieses besondere Familienverhältnis. Wann immer es die Umstände erlauben und der Künstler in der Nähe ihres Wohnortes auftritt, lässt es sich die 98-jährige Dame nicht nehmen, die Konzerte ihres Sohnes persönlich zu besuchen. Adams beschreibt diese Situation als etwas, das er kaum beeinflussen könne, selbst wenn er es wollte. Es sei der ausdrückliche Wunsch seiner Mutter, bei seinen Shows dabei zu sein. Für den Musiker stellt dies eine besondere Form der Unterstützung dar, die er und seine Familie respektieren und fördern, solange es dem Wohlbefinden der hochbetagten Frau dient. Diese Besuche sind für beide Seiten ein Ausdruck einer tiefen familiären Verbundenheit, die über die üblichen Grenzen des Tourneealltags weit hinausgeht.

Details zu den Auftritten und dem familiären Umfeld

Die Präsenz der Mutter bei den Konzerten ist keineswegs nur eine private Randnotiz, sondern findet auch in der Öffentlichkeit statt. So wurde die 98-Jährige während der Nordamerikatournee des Sängers im Jahr 2025 unter anderem bei Auftritten in Vancouver und Boston gesichtet. Videoaufnahmen von Konzertbesuchern dokumentieren, wie Adams seine Mutter während der Show sogar direkt von der Bühne aus grüßte. Die Mutter des Musikers ist dabei keine Unbekannte in der kulturellen Landschaft ihrer Heimat. Unter dem Namen Jane Clark ist sie als bildende Künstlerin in der kanadischen Provinz British Columbia regional bekannt. Dass sie mit 98 Jahren noch die Strapazen einer Konzertreise auf sich nimmt, unterstreicht ihre lebhafte Persönlichkeit, die auch ihr Sohn in dem Interview hervorhebt. Adams betont, dass er und sein Umfeld sie lediglich dabei unterstützen, ihre eigenen Wünsche zu verwirklichen. Die Familie hat sich dabei ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Sie möchte die Mutter bis zu ihrem 100. Geburtstag begleiten, was bedeutet, dass sie noch etwa 17 Monate vor sich hat, um diesen Meilenstein zu erreichen.

Der musikalische Kontext: Ein neues Album und politische Botschaften

Neben den privaten Einblicken steht Bryan Adams derzeit auch beruflich im Fokus der Öffentlichkeit. An diesem Freitag erscheint sein neues Album mit dem Titel „How's It Goin'“, welches über sein eigenes Independent-Label Bad Records veröffentlicht wird. Die Platte ist nicht nur eine musikalische Veröffentlichung, sondern trägt auch klare politische Züge. Besonders der Song „51st State“ sorgt bereits im Vorfeld für Aufmerksamkeit. In diesem Protestlied bezieht Adams Stellung gegen die Übernahmepläne des US-Präsidenten Donald Trump. Der Musiker nutzt damit seine Plattform, um seine kritische Haltung gegenüber aktuellen politischen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten zum Ausdruck zu bringen. Diese künstlerische Auseinandersetzung mit der Weltpolitik ist ein fester Bestandteil seines aktuellen Schaffens. Adams zeigt sich dabei als Künstler, der keine Scheu davor hat, seine Meinung in einer Weise zu artikulieren, die über rein musikalische Unterhaltung hinausgeht und gesellschaftliche Debatten direkt adressiert.

Politische Ansichten und internationale Einschätzungen

In dem Gespräch äußerte sich der kanadische Musiker zudem zu verschiedenen politischen Akteuren. Den aktuellen kanadischen Premierminister Mark Carney bezeichnete er als einen der herausragenden Staatsführer der heutigen Zeit. Adams betonte dabei, dass er sich zwar nicht unbedingt der Partei von Carney zugehörig fühle, dessen Handeln jedoch unterstütze. Er lobt die Entscheidungen des Premierministers und sieht in ihm eine wichtige Gegenstimme zu dem Mobbing, dem sich die Gesellschaft derzeit ausgesetzt sehe. Auch zur deutschen Politik bezog der Sänger Stellung, wenngleich er einräumte, die Details nicht in der Tiefe zu verfolgen. Dennoch gewinnt er durch seine Begegnungen mit Menschen einen Eindruck von der Stimmung im Land. Über den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte er sich kritisch und stellte fest, dass dieser nach seiner Wahrnehmung in der Bevölkerung nicht beliebt sei. Er äußerte zudem Unverständnis darüber, wie ein Politiker an seinem Amt festhalten könne, wenn die öffentliche Stimmung so deutlich gegen ihn gerichtet sei.

Einordnung der Aussagen und Wahrnehmungen

Die Äußerungen von Bryan Adams sind als persönliche Einschätzungen eines Künstlers zu verstehen, der seine globale Reichweite nutzt, um politische Positionen zu beziehen. Dass er den kanadischen Premierminister Carney lobt, während er den deutschen Bundeskanzler Merz scharf kritisiert, zeigt eine klare politische Haltung, die jedoch auf subjektiven Eindrücken basiert. Einzuordnen ist dies als die Meinung eines Musikers, der zwar international vernetzt ist, aber seine Informationen über die deutsche Politik nach eigenen Angaben aus informellen Begegnungen und der allgemeinen Stimmungslage bezieht. Auch die familiäre Situation mit seiner 98-jährigen Mutter ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass Adams den Wunsch seiner Mutter nach Teilhabe an seinem Leben als zentralen Wert betrachtet. Die Berichte über die Konzertbesuche spiegeln dabei eine tiefe Wertschätzung wider, die weit über das übliche Maß zwischen Eltern und Kindern hinausgeht, und zeigen eine sehr persönliche Seite des sonst eher für seine Rock-Hymnen bekannten Musikers.

Offene Fragen und Lücken im Informationsstand

Trotz der ausführlichen Schilderungen bleiben einige Aspekte des Berichts unbeantwortet. So wird nicht detailliert erläutert, wie genau die logistische Unterstützung der 98-jährigen Mutter bei den Konzertreisen aussieht, insbesondere im Hinblick auf ihre gesundheitliche Versorgung während der Tourneen. Auch bleibt unklar, welche konkreten Begegnungen in Deutschland zu der Einschätzung von Adams über die Beliebtheit des Bundeskanzlers geführt haben. Es wird nicht spezifiziert, mit welchen Personengruppen er gesprochen hat, die diesen Eindruck bei ihm hinterlassen haben. Zudem fehlen Informationen darüber, ob die Mutter auch bei den kommenden Tourneestopps in Europa oder anderen Regionen anwesend sein wird oder ob sich ihre Teilnahme rein auf den nordamerikanischen Raum beschränkt. Auch die Frage, ob der Protestsong „51st State“ bereits vorab als Single veröffentlicht wurde oder welche weiteren Themen das Album „How's It Goin'“ behandelt, wird im vorliegenden Text nicht weiter vertieft, was Raum für weitere Spekulationen über die inhaltliche Ausrichtung des neuen Werkes lässt.

Ausblick auf die kommenden Monate

Der Zeitplan für Bryan Adams ist durch die Veröffentlichung seines neuen Albums „How's It Goin'“ an diesem Freitag eng getaktet. Die Fans dürfen gespannt sein, wie die neuen Songs, insbesondere der politisch aufgeladene Titel „51st State“, bei der Hörerschaft und der Kritik ankommen werden. Für die Familie Adams steht derweil ein ganz besonderes Ziel im Vordergrund: Die Unterstützung der Mutter auf ihrem Weg zum 100. Geburtstag in den kommenden 17 Monaten. Es ist davon auszugehen, dass Adams auch in Zukunft versuchen wird, die Wünsche seiner Mutter zu erfüllen, sofern es ihre Gesundheit zulässt. Ob dies weitere Konzertbesuche beinhalten wird, bleibt abzuwarten, doch die bisherige Erfahrung zeigt, dass die 98-Jährige eine feste Größe im Tourleben ihres Sohnes geworden ist. Die öffentliche Aufmerksamkeit für seine politischen Aussagen wird vermutlich auch bei zukünftigen Interviews ein Thema bleiben, da der Musiker sich zunehmend als jemand positioniert, der seine Stimme für gesellschaftliche Belange erhebt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-sitzung-sitzen-kleid-24408953/ · Foto: Ernest Ghazaryan
Quelle: https://www.spiegel.de/kultur/musik/bryan-adams-seine-mutter-kommt-zu-seinen-konzerten-mit-98-jahren-a-88da3bb5-188e-4920-aec6-8f3286620d21#ref=rss