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Assani besiegt Mihambo - DM-Rekorde durch Agyekum und Krause
Sport · 26.07.2026 20:13

Assani besiegt Mihambo - DM-Rekorde durch Agyekum und Krause

Kurz: Bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Wattenscheid gab es Überraschungen und Rekorde: Mikaelle Assani entthront Malaika Mihambo im Weitsprung.

Generationswechsel im Weitsprung

Im Wattenscheider Lohrheidestadion sorgte Mikaelle Assani für eine der größten Überraschungen der diesjährigen Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften. Die 23-Jährige vom Karlsruher SC, die erst im Juni nach einer 15-monatigen Verletzungspause auf die Wettkampfbühne zurückgekehrt war, sicherte sich mit einer Weite von 6,67 Metern den Titel. Damit verwies sie die favorisierte Olympiasiegerin und Weltmeisterin Malaika Mihambo auf den zweiten Platz. Mihambo, die nach dem Wettkampf sportlich fair gratulierte, haderte mit ihrem Anlauf und mentalen Blockaden, die durch schwierige Windverhältnisse verstärkt wurden. Für Assani bedeutet der Sieg nicht nur Gold, sondern auch die Bestätigungsnorm für die anstehenden Europameisterschaften in Birmingham.

Rekordjagd auf der Bahn

Die Meisterschaften waren von herausragenden Leistungen geprägt, insbesondere in den Hürden- und Hindernisdisziplinen. Emil Agyekum unterstrich seine aktuelle Topform über 400 Meter Hürden. Mit einer Zeit von 47,65 Sekunden verbesserte der Berliner den Meisterschaftsrekord aus dem Jahr 1985 und unterstrich seine Ambitionen für die EM, bei der er sich als ernsthafter Konkurrent für Weltrekordler Karsten Warholm positioniert.

Auch Gesa Felicitas Krause meldete sich eindrucksvoll zurück. Nach ihrer Babypause sicherte sich die Hindernis-Spezialistin ihren siebten DM-Titel über 3000 Meter. Mit einer Zeit von 9:24,40 Minuten unterbot sie ihren eigenen Meisterschaftsrekord aus dem Jahr 2017. Krause blickt nun optimistisch auf die EM in Birmingham, wo sie ihre fünfte Medaille anstrebt.

Sprints und weitere Highlights

Owen Ansah bestätigte seine Dominanz im Sprintbereich. Trotz der medialen Aufmerksamkeit um eine verweigerte Dopingprobe sicherte er sich nach dem 100-Meter-Titel auch die Goldmedaille über 200 Meter in persönlicher Bestzeit von 20,13 Sekunden. Bei den Frauen lief die U20-Europameisterin Judith Bilepo Mokobe in 22,78 Sekunden zum Sieg und qualifizierte sich damit direkt für die EM.

Ein weiteres Ausrufezeichen setzte Jean Paul Bredau über 400 Meter. Mit 44,72 Sekunden erreichte er die schnellste Zeit eines deutschen Viertelmeilers seit 25 Jahren. Ebenfalls überzeugend präsentierte sich Robert Farken, der seinen dritten DM-Titel in Folge über 1500 Meter souverän verteidigte.

Technische Disziplinen und EM-Qualifikation

Im Kugelstoßen blieb Olympiasiegerin Yemisi Mabry zwar siegreich, zeigte jedoch mit 19,04 Metern eine eher glanzlose Leistung. Im Hammerwurf lieferten sich Merlin Hummel und Sören Klose ein enges Duell, wobei Klose mit einer Weite von 77,53 Metern die Direktnorm für die EM knackte. Im Speerwurf gelang Julia Ulbricht mit 61,58 Metern eine neue persönliche Bestweite, die ihr sowohl den DM-Titel als auch das Ticket für Birmingham einbrachte.

Die Wettkämpfe in Wattenscheid dienten für viele Athleten als entscheidende Standortbestimmung. Während einige, wie die Hochspringerin Dorothea Gantert, durch den Meistertitel wichtige Punkte für das europäische Ranking sammelten, mussten andere aufgrund von Verletzungen oder Formschwankungen auf den EM-Start verzichten. Die Nominierungen für Birmingham werden nun auf Basis der erbrachten Leistungen und Normerfüllungen finalisiert.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/manner-gras-rasen-sport-20254638/ · Foto: Ben Khatry
Quelle: https://www.sportschau.de/die-finals/assani-besiegt-mihambo-dm-rekorde-durch-agyekum-und-krause,leichtathletik-dm-sonntag-100.html