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Apple schließt kritische Lücke: So konnten Angreifer deinen Mac im Netzwerk fernsteuern
Technik · 07.08.2026 16:00

Apple schließt kritische Lücke: So konnten Angreifer deinen Mac im Netzwerk fernsteuern

Kurz: Apple hat eine kritische Sicherheitslücke in der macOS-Bildschirmfreigabe geschlossen. Erfahren Sie, wie Angreifer Zugriff erhielten und wie Sie Ihren Mac schüt

Sicherheitslücke in der macOS-Bildschirmfreigabe entdeckt

Apple hat kürzlich ein Sicherheitsupdate veröffentlicht, das eine kritische Schwachstelle in der Funktion „Bildschirmfreigabe“ (Screen Sharing) von macOS adressiert. Diese Sicherheitslücke ermöglichte es Angreifern, die sich im selben lokalen Netzwerk befanden, die Kontrolle über einen fremden Mac zu übernehmen. Der Zugriff konnte dabei ohne die Eingabe gültiger Zugangsdaten erfolgen, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt.

Betroffene Betriebssysteme und notwendige Updates

Die Schwachstelle betraf laut offiziellen Angaben des Unternehmens mehrere aktuelle Versionen des Betriebssystems. Nutzer sollten umgehend prüfen, ob sie eine der folgenden Versionen verwenden, und das entsprechende Update installieren:

* **macOS 14 (Sonoma):** Update auf Version 14.8.9

* **macOS 15 (Sequoia):** Update auf Version 15.7.9

* **macOS 26 (Tahoe):** Update auf Version 26.6.1

Ob auch ältere, nicht mehr aktiv unterstützte Versionen von macOS von diesem Fehler betroffen sind, hat Apple bislang nicht kommuniziert. Experten halten es jedoch für möglich, dass auch hier Sicherheitsrisiken bestehen könnten.

Funktionsweise des Angriffs und Risiken

Die Bildschirmfreigabe ist ein fester Bestandteil von macOS und ermöglicht es Nutzern, den eigenen Desktop für andere freizugeben oder auf entfernte Rechner zuzugreifen. Neben der Standardfunktion existiert für professionelle Anwender die kostenpflichtige Software „Apple Remote Desktop“, die erweiterte Verwaltungsoptionen bietet.

Ein erfolgreicher Angriff erlaubte es Unbefugten, den betroffenen Mac so zu steuern, als säßen sie direkt vor dem Gerät. Dies schließt unter Umständen sogar das Aufwecken des Rechners aus dem Ruhezustand ein – selbst bei zugeklappten MacBooks, sofern diese mit einer Stromquelle verbunden sind.

Die Rolle der Netzwerkkonfiguration

Ein entscheidender Faktor für das Gefahrenpotenzial ist der Standort des Angreifers. Befindet sich der Mac in einem lokalen Netzwerk, etwa in einem Firmennetzwerk oder einem privaten WLAN, ist das Risiko besonders hoch. Sofern der Internet-Router keine spezifischen Ports für die Bildschirmfreigabe freigibt – wie es beispielsweise bei einer Fritzbox manuell konfiguriert werden müsste –, ist ein Zugriff von außerhalb des lokalen Netzwerks grundsätzlich erschwert.

Dennoch bleiben einige Fragen offen: Es ist derzeit nicht abschließend geklärt, ob die Bildschirmfreigabe oder Apple Remote Desktop zwingend aktiv sein mussten, damit die Lücke ausgenutzt werden konnte. Ebenso bleibt unklar, ob ein Zugriff möglich war, wenn die Bildschirmfreigabe in den Systemeinstellungen vollständig deaktiviert wurde. Bei neuen Macs ist diese Funktion standardmäßig ausgeschaltet, was eine sinnvolle Sicherheitsvorkehrung darstellt.

Technische Hintergründe der Fehlerbehebung

Apple beschreibt die Ursache des Problems als einen „Authentifizierungsfehler“. Die Lösung des Problems erfolgte durch eine Optimierung des sogenannten „State Managements“, also der Verwaltung interner Systemzustände. Durch diese Anpassung wurde sichergestellt, dass die Anmeldung am System nun wieder korrekt validiert wird.

Für Anwender ist es ratsam, die verfügbaren Systemaktualisierungen zeitnah einzuspielen, um potenzielle Angriffsflächen zu minimieren. Da die genauen technischen Details der Lücke nur begrenzt öffentlich sind, ist die Installation der neuesten Softwareversion der effektivste Schutz gegen eine mögliche Ausnutzung der Schwachstelle.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/kreativ-apple-apfel-dunkel-8623278/ · Foto: Nana Dua
Quelle: https://t3n.de/news/apple-schliesst-kritische-luecke-so-konnten-angreifer-deinen-mac-im-netzwerk-fernsteuern-1757108/?utm_source=rss&utm_medium=newsFeed&utm_campaign=newsFeed