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Zinédine Zidane folgt auf Deschamps als Nationaltrainer
Technik · 28.07.2026 11:09

Zinédine Zidane folgt auf Deschamps als Nationaltrainer

Kurz: Zinédine Zidane übernimmt das Ruder bei der französischen Nationalmannschaft. Der Weltmeister tritt die Nachfolge von Didier Deschamps an.

Ein Generationswechsel an der Seitenlinie

Der französische Fußballverband hat eine der am meisten erwarteten Personalentscheidungen vollzogen: Zinédine Zidane tritt offiziell die Nachfolge von Didier Deschamps als Cheftrainer der französischen Nationalmannschaft an. Der 54-jährige Welt- und Europameister wurde am Dienstag, den 28. Juli 2026, offiziell vorgestellt. Damit endet eine Ära, die den französischen Fußball über mehr als ein Jahrzehnt maßgeblich geprägt hat.

Zidane äußerte sich in einer offiziellen Mitteilung des Verbands zu seiner neuen Aufgabe. Er betonte, dass es für ihn keine größere Ehre gebe, als die „Équipe Tricolore“ zu trainieren. Gleichzeitig unterstrich er das Bewusstsein für die enorme Verantwortung, die mit diesem prestigeträchtigen Amt einhergeht.

Das Erbe von Didier Deschamps

Die Berufung von Zidane markiert das Ende der 14-jährigen Amtszeit von Didier Deschamps. Unter dem Spitznamen „Der General“ hatte Deschamps Frankreich zurück in die absolute Weltspitze geführt. Zu seinen größten Erfolgen zählen der Gewinn der Weltmeisterschaft 2018 sowie der Sieg in der Nations League 2021.

Dennoch verlief der Abschied von Deschamps nicht ohne sportliche Dämpfer. Bei der Weltmeisterschaft in den USA scheiterte Frankreich im Halbfinale am späteren Weltmeister Spanien. Auch das anschließende Spiel um Platz drei gegen England ging verloren. Diese Ergebnisse bildeten den Schlusspunkt unter eine Ära, die neben den Titeln auch schmerzhafte Niederlagen wie das verlorene WM-Finale 2022 gegen Argentinien oder das verlorene Endspiel der Heim-EM 2016 gegen Portugal umfasste.

Zidanes Weg zum Nationaltrainer

Zinédine Zidane bringt eine beeindruckende, wenn auch zeitlich überschaubare Vita als Trainer mit. Seine bisherigen Erfolge feierte er vor allem bei Real Madrid. In zwei Amtszeiten (2016–2018 und 2019–2021) führte er den spanischen Rekordmeister zu drei Champions-League-Titeln sowie zwei nationalen Meisterschaften.

Seine Expertise als Coach basiert auf einer außergewöhnlichen Spielerkarriere. Als Akteur war Zidane maßgeblich an den französischen Erfolgen bei der Weltmeisterschaft 1998 und der Europameisterschaft 2000 beteiligt. Auch auf Vereinsebene, insbesondere bei Real Madrid, wo er 2002 die Champions League gewann, prägte er den Fußball seiner Zeit. Sein letztes Profispiel im Jahr 2006 – das WM-Finale gegen Italien – bleibt durch seinen Platzverweis nach einem Kopfstoß gegen Marco Materazzi in besonderer Erinnerung.

Ausblick auf die kommenden Jahre

Die vertragliche Bindung zwischen Zidane und dem französischen Verband ist langfristig angelegt. Der Kontrakt läuft bis nach der Weltmeisterschaft 2030. Damit wählt der Verband einen ähnlichen zeitlichen Horizont wie bei der Verpflichtung des neuen deutschen Bundestrainers Jürgen Klopp, dessen Vertrag ebenfalls bis zu diesem Turnier datiert ist.

Für Zidane beginnt nun die Phase, in der er den Kader auf die kommenden Herausforderungen vorbereiten muss. Die Erwartungen an den neuen Trainer sind hoch, da die französische Nationalmannschaft weiterhin zu den stärksten Teams der Welt zählt. Mit seiner Erfahrung sowohl als Spieler als auch als Trainer auf höchstem Niveau soll Zidane die „Équipe Tricolore“ in eine neue Ära führen und die Ambitionen auf weitere internationale Titel untermauern.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-person-arbeiten-tablet-5831356/ · Foto: AlphaTradeZone
Quelle: https://www.sportschau.de/fussball/zidane-nun-auch-offiziell-frankreichs-neuer-trainer,zidane-116.html