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Youtube hebt Bedingungen an: Was Creator bald erreichen müssen, um Geld auf der Plattform zu verdienen
Technik · 11.08.2026 11:15

Youtube hebt Bedingungen an: Was Creator bald erreichen müssen, um Geld auf der Plattform zu verdienen

Kurz: YouTube verschärft die Bedingungen für das Partnerprogramm. Ab 2027 steigen die Hürden für Creator, während neue Einnahmequellen durch Premium Lite entstehen.

Neue Hürden für den Zugang zum Partnerprogramm

YouTube nimmt erstmals seit acht Jahren grundlegende Anpassungen an den Voraussetzungen für sein Partnerprogramm (YPP) vor. Während die Plattform davon ausgeht, im Jahr 2027 eine noch größere Anzahl an Creatorn zu bezahlen als aktuell, werden die Eintrittsbarrieren für neue Mitglieder deutlich angehoben. Diese Änderungen treten zum 1. Februar 2027 in Kraft.

Wer künftig am Partnerprogramm teilnehmen möchte, muss höhere Anforderungen erfüllen. Anstatt der bisherigen 4.000 Stunden qualifizierter Sehdauer innerhalb der letzten 365 Tage, wird dieser Wert auf 8.000 Stunden verdoppelt. Die Anforderung von 1.000 Abonnentinnen und Abonnenten bleibt bestehen. Alternativ dazu können sich Creator über den Erfolg ihrer Kurzvideos qualifizieren: Hier steigt die Hürde von zehn Millionen auf 20 Millionen Shorts-Views innerhalb eines Zeitraums von 90 Tagen.

Auswirkungen auf Shorts-Creator

Die Anpassungen spiegeln das enorme Wachstum des Shorts-Bereichs wider, der mittlerweile täglich mehr als 200 Milliarden Aufrufe verzeichnet. Neben den allgemeinen Zugangsvoraussetzungen führt YouTube eine spezifische Neuerung für die Monetarisierung von Shorts ein. Um an Werbeeinnahmen und der Umsatzbeteiligung für Shorts teilhaben zu können, müssen Creator innerhalb von 90 Tagen mindestens zehn Millionen qualifizierte Shorts-Views generieren. Sollten Creator unter dieser Schwelle bleiben, ist eine Monetarisierung über Longform-Videos weiterhin möglich.

Was unverändert bleibt

Zur Beruhigung der bestehenden Community betont YouTube, dass der Status bereits teilnehmender Kanäle unangetastet bleibt. Auch die bewährten Umsatzaufteilungen – 55 Prozent für Longform-Inhalte und 45 Prozent für Shorts – werden nicht verändert. Ebenso bleiben die Zugangsbedingungen für Fan-Funding-Optionen wie „Super Thanks“ oder Kanalmitgliedschaften sowie für Shopping-Funktionen auf dem bisherigen Niveau bestehen.

Neue Einnahmequellen durch Premium Lite

Parallel zu den verschärften Bedingungen erweitert YouTube die Möglichkeiten zur Umsatzgenerierung. Ein zentraler Punkt ist die weltweite Ausweitung des Abomodells „Premium Lite“. Das für 7,99 Euro monatlich angebotene Abonnement bietet Nutzern neben einem werbereduzierten Erlebnis auch Funktionen wie die Hintergrundwiedergabe und Offline-Downloads.

Für Creator ergeben sich daraus neue finanzielle Potenziale: YouTube beteiligt die Urheber an den Nettoeinkünften aus diesem Modell. Während bei der klassischen Premium-Variante 30 Prozent der Einnahmen in einen Pool für Creator fließen, sind es bei Premium Lite 60 Prozent. Die Auszahlung erfolgt dabei anteilig basierend auf der Sehdauer und den Views der jeweiligen Kanäle.

Zusätzliche Anreizsysteme

Ergänzend zu den Abo-Modellen plant YouTube weitere Incentive-Programme. Diese sollen insbesondere Creatorn zugutekommen, die die hohen Hürden für die Shorts-Monetarisierung noch nicht erreicht haben. Durch das Erreichen spezifischer Meilensteine sowie durch zusätzliche Zahlungen bei Brand-Deals oder der Teilnahme an aktuellen Trends sollen weitere Einnahmequellen erschlossen werden. Detaillierte Informationen zu diesen Anreizstrukturen will die Google-Tochter in naher Zukunft bekannt geben.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/hand-buro-internet-tisch-5082561/ · Foto: cottonbro studio
Quelle: https://t3n.de/news/youtube-partner-programm-bedingungen-creator-geld-verdienen-1757507/?utm_source=rss&utm_medium=newsFeed&utm_campaign=newsFeed