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Wunschkandidat Guardiola sagt Italien ab
Sport · 24.07.2026 12:57

Wunschkandidat Guardiola sagt Italien ab

Kurz: Der italienische Fußballverband muss seine Suche nach einem neuen Nationaltrainer fortsetzen: Wunschkandidat Pep Guardiola hat eine Absage erteilt.

Ein Rückschlag für den italienischen Fußball

Die Hoffnungen des italienischen Fußballverbandes (FIGC) auf eine Verpflichtung von Pep Guardiola haben sich zerschlagen. Der spanische Erfolgstrainer, der als absolute Wunschlösung für das Amt des Nationaltrainers der "Squadra Azzurra" galt, hat dem Verband eine Absage erteilt. Damit steht der viermalige Weltmeister, der sich nach einer sportlichen Krise in einer Phase des Umbruchs befindet, weiterhin ohne neuen Chefcoach da.

Gründe für die Absage

Wie übereinstimmende Medienberichte, darunter die italienische Sportzeitung "La Gazzetta dello Sport" sowie die Nachrichtenagentur "Ansa", melden, begründete der 55-Jährige seine Entscheidung mit persönlichen und familiären Beweggründen. Guardiola zeigte sich zwar geehrt durch das Angebot des italienischen Verbandes, betonte jedoch, dass er sich die Aufgabe zum jetzigen Zeitpunkt nicht zutraue.

Die Verbandsführung, angeführt vom neuen Chef Giovanni Malagò und dem Technischen Direktor Paolo Maldini, hatte in den vergangenen Wochen intensiv um den Katalanen geworben. Sogar persönliche Treffen in Barcelona fanden statt, um den Trainer von einem Engagement zu überzeugen. Bislang gab es von offizieller Seite des FIGC noch keine Stellungnahme zu den gescheiterten Verhandlungen.

Der Kontext: Ein schwieriger Neuanfang

Die Suche nach einem neuen Trainer ist für Italien von enormer Bedeutung. Die Nationalmannschaft blickt auf eine schwierige Phase zurück, in der sie dreimal in Folge die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft verpasste. Nach der Trennung von Gennaro Gattuso, der infolge der verpassten WM-Teilnahme gehen musste, steht der Verband unter großem Druck, einen Neuanfang zu etablieren, der die "Squadra Azzurra" zurück in die Weltspitze führt.

Guardiola, der in seiner Karriere beim FC Barcelona, dem FC Bayern München und Manchester City zahlreiche nationale und internationale Titel – darunter dreimal die Champions League – gewann, gilt als einer der begehrtesten Trainer der Welt. Aktuell befindet sich der Spanier in einer beruflichen Auszeit, was den italienischen Verband dazu bewog, ihn als idealen Kandidaten für den Neuaufbau zu identifizieren.

Wie geht es weiter?

Nach der Absage von Guardiola richtet sich der Fokus der italienischen Verantwortlichen nun auf andere Optionen. In der öffentlichen Diskussion werden derzeit zwei Namen besonders intensiv gehandelt:

* **Roberto Mancini:** Er betreute die Nationalmannschaft bereits zwischen 2018 und 2023 und konnte 2021 den Europameistertitel feiern. Seine Erfahrung mit dem Team könnte ein entscheidender Faktor für eine schnelle Stabilisierung sein.

* **Andrea Pirlo:** Als ehemaliger Weltmeister von 2006 genießt er in Italien hohes Ansehen. Seine bisherigen Stationen als Trainer bei Juventus Turin und Sampdoria Genua verliefen jedoch weniger erfolgreich, was die Personalie zu einem Wagnis machen könnte.

Der italienische Verband steht nun vor der Herausforderung, zeitnah eine Entscheidung zu treffen, um die Vorbereitungen auf die kommenden Aufgaben nicht weiter zu gefährden. Ob einer der genannten Kandidaten oder eine völlig neue Lösung den Zuschlag erhält, bleibt abzuwarten.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/fussball-team-training-auf-dem-aussenfeld-30726603/ · Foto: Omar Ramadan
Quelle: https://www.sportschau.de/fussball/mehr-internationale-ligen/verband-muss-weitersuchen,bericht-italien-guardiola-absage-100.html