Volle Konzentration auf das Heimturnier
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Frauen erhält für die anstehende Weltmeisterschaft, die vom 4. bis zum 13. September ausgetragen wird, prominente Unterstützung. Wie der Deutsche Basketball Bund (DBB) bekannt gab, wird Luisa Geiselsöder bereits in der frühen Phase der Vorbereitung zum Kader stoßen. Die Center-Spielerin, die in der nordamerikanischen WNBA für Portland Fire aktiv ist, wird ab Montagabend in Ludwigsburg erwartet, um gemeinsam mit dem restlichen Team die Trainingsarbeit aufzunehmen.
Diese frühzeitige Anreise ist keine Selbstverständlichkeit, da sie von einer speziellen Freigabe ihres Vereins abhängt. Durch diese Entscheidung kann Geiselsöder nicht nur die Trainingseinheiten, sondern auch die geplanten Testspiele in vollem Umfang absolvieren. Die Spielerin selbst äußerte sich erfreut über diese Möglichkeit und betonte, dass die WM das große gemeinsame Ziel sei, auf das die Mannschaft seit langer Zeit hinarbeite.
Unterstützung durch den WNBA-Club
Die Freigabe durch Portland Fire unterstreicht den Stellenwert, den Geiselsöder sowohl in ihrem US-amerikanischen Verein als auch im deutschen Nationalteam genießt. Alex Sarama, Headcoach von Portland Fire, äußerte sich verständnisvoll gegenüber dem Wunsch der Spielerin. Er betonte, dass Geiselsöder von Beginn an sehr klar kommuniziert habe, wie bedeutend der Einsatz für das Nationalteam für sie sei. Sarama hob zudem den Stolz hervor, den die Athletin mit dem Tragen des Nationaltrikots verbindet, und prognostizierte ihr eine zentrale Rolle innerhalb der deutschen Auswahl.
Unterschiedliche Zeitpläne im Kader
Während Geiselsöder bereits frühzeitig in den Trainingsbetrieb einsteigt, gestaltet sich die Situation für andere WNBA-Spielerinnen im deutschen Aufgebot anders. Ihre Teamkollegin Frieda Bühner sowie Leonie Fiebich und Satou Sabally (beide New York Liberty) und Nyara Sabally (Toronto Tempo) werden erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Nationalmannschaft stoßen. Für diese Akteurinnen ist eine Ankunft ab dem 31. August vorgesehen, wenn die WNBA eine planmäßige Spielpause einlegt.
Diese zeitliche Staffelung stellt das Trainerteam um Bundestrainer Olaf Lang vor die Herausforderung, die Mannschaft trotz unterschiedlicher Vorbereitungsphasen taktisch auf einen Nenner zu bringen. Lang, der parallel als Assistenzcoach bei Toronto Tempo tätig ist, wird bereits einige Tage vor dem Eintreffen der restlichen WNBA-Spielerinnen vor Ort sein, um die Vorbereitungen in Ludwigsburg zu koordinieren.
Bedeutung für die WM-Ambitionen
Die Teilnahme an der Heim-WM stellt für den deutschen Basketball einen bedeutenden Meilenstein dar. Dass eine Schlüsselspielerin wie Geiselsöder die gesamte Vorbereitungszeit nutzen kann, bietet dem Team die Chance, Abläufe zu festigen und taktische Feinheiten unter Wettkampfbedingungen zu testen. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich die Mischung aus den frühzeitig verfügbaren Kräften und den später hinzustoßenden WNBA-Profis zu einer schlagkräftigen Einheit formt, um den hohen Erwartungen beim Turnier gerecht zu werden.