Ein Abschied im Herzen der US-Politik
In der US-Hauptstadt Washington haben hochrangige Vertreter der Politik Abschied von dem verstorbenen Senator Lindsey Graham genommen. Die Feierlichkeiten fanden in der ehrwürdigen Rotunde des Kapitols statt, wo der Sarg des langjährigen Kongressabgeordneten aufgebahrt wurde. Die Zeremonie bot Raum für ein Innehalten und eine Würdigung seines über drei Jahrzehnte währenden Wirkens in der amerikanischen Gesetzgebung.
Würdigung eines leidenschaftlichen Debattierers
US-Vizepräsident Vance hob in seiner Ansprache die Persönlichkeit Grahams hervor. Er charakterisierte den Republikaner als einen Politiker, der mit großer Leidenschaft für seine Überzeugungen eintrat. Ein besonderes Merkmal seiner Karriere war demnach seine Freude an der politischen Auseinandersetzung. Selbst bei scharfen inhaltlichen Differenzen habe Graham es geschätzt, seine politischen Kontrahenten in Debatten herauszufordern. Diese Eigenschaft prägte sein Wirken während seiner mehr als 30-jährigen Tätigkeit im Kongress maßgeblich.
Ablauf der Trauerfeierlichkeiten
Die Zeremonie im Kapitol markiert den Auftakt einer Reihe von Gedenkveranstaltungen. Nach der Aufbahrung im Kongressgebäude ist eine Trauermesse in der Nationalkathedrale vorgesehen. Im Rahmen dieses Gottesdienstes wird US-Präsident Trump eine Rede halten, um das Leben und die politische Laufbahn Grahams zu würdigen.
Letzte Station: South Carolina
Der Weg des Verstorbenen führt nach den Zeremonien in Washington in seinen Heimatbundesstaat. Die Beisetzung von Lindsey Graham ist für den kommenden Tag in South Carolina geplant. Dort wird der Politiker, der am 11. Juli im Alter von 71 Jahren an den Folgen einer Herzerkrankung verstarb, seine letzte Ruhe finden.
Ein politisches Erbe
Mit dem Tod Grahams verliert der US-Kongress eine Figur, die über drei Jahrzehnte hinweg die politische Landschaft mitgestaltet hat. Die öffentliche Anteilnahme und die hochrangige Besetzung der Trauerfeierlichkeiten unterstreichen die Bedeutung, die Graham innerhalb seiner Partei und im politischen Washington beigemessen wurde. Die kommenden Tage stehen nun ganz im Zeichen des persönlichen Abschieds durch Familie, Freunde und Weggefährten in seinem Heimatstaat.