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Warum dein Smartphone auch Akkuladung verliert, wenn es ausgeschaltet ist
Technik · 27.07.2026 14:30

Warum dein Smartphone auch Akkuladung verliert, wenn es ausgeschaltet ist

Kurz: Wer sein Smartphone länger nicht nutzt, erlebt oft eine böse Überraschung: Der Akku ist leer. Warum das passiert und wie du dein Gerät richtig lagerst.

Die Tücke der Selbstentladung

Viele Nutzer kennen das Szenario: Ein älteres Smartphone wird für den Notfall oder als Ersatzgerät in die Schublade gelegt. Nach Monaten der Nichtnutzung soll es zum Einsatz kommen, doch der Akku ist vollkommen leer oder das Gerät lässt sich gar nicht mehr starten. Dass ein ausgeschaltetes Smartphone Energie verliert, liegt an einem physikalischen Phänomen, der sogenannten Selbstentladung. Dabei handelt es sich um einen kontinuierlichen chemischen Prozess innerhalb der Lithium-Ionen-Akkus.

Laut Berichten von Hardware-Experten wie Christine Persaud verlieren ausgeschaltete Geräte monatlich etwa ein bis zwei Prozent ihrer Ladung. Dies ist nicht allein auf die Chemie zurückzuführen, sondern auch auf die technische Grundarchitektur moderner Mobiltelefone. Selbst im ausgeschalteten Zustand fließt ein minimaler Strom. Dieser wird benötigt, um die Reaktionsbereitschaft des Einschaltknopfes zu gewährleisten und die interne Uhr des Systems am Laufen zu halten. So wird sichergestellt, dass das Gerät nach einem Neustart sofort korrekte Zeit- und Datumsangaben bereitstellen kann.

Umwelteinflüsse und der Unterschied zum Standby-Betrieb

Die Geschwindigkeit, mit der ein Akku an Kapazität verliert, hängt maßgeblich von den äußeren Bedingungen ab. Insbesondere die Lagertemperatur spielt eine entscheidende Rolle: An warmen Orten beschleunigt sich der chemische Prozess der Selbstentladung deutlich.

Ein gravierender Unterschied besteht zudem zwischen einem ausgeschalteten Gerät und einem Smartphone im Standby-Modus. Ist das Gerät zwar ungenutzt, aber eingeschaltet, entlädt es sich wesentlich schneller. Hintergrundprozesse, die ständige Suche nach Funksignalen und das Aufleuchten des Bildschirms bei eingehenden Benachrichtigungen zehren massiv an der Energiereserve. Tests haben gezeigt, dass eingeschaltete Android-Geräte ohne aktive Nutzung innerhalb einer einzigen Woche von 50 Prozent Ladung auf null sinken können.

Die Gefahr der Tiefentladung vermeiden

Wer seine Hardware über längere Zeit einlagern möchte, sollte gezielte Maßnahmen ergreifen, um dauerhafte Schäden zu verhindern. Ein kritischer Zustand ist die sogenannte Tiefentladung. Bleibt ein Akku über einen längeren Zeitraum vollständig entladen, können chemische Prozesse im Inneren des Energiespeichers irreversible Schäden verursachen.

Bei einer Tiefentladung kann sich der Kupferstromkollektor innerhalb des Akkus auflösen und an anderer Stelle wieder ablagern. Die Folgen sind gravierend: Die Kapazität des Akkus sinkt dauerhaft, was zu kürzeren Laufzeiten im Alltag führt. Im schlimmsten Fall kann dieser Prozess zu einem Kurzschluss führen, der das gesamte Smartphone unbrauchbar macht.

Empfehlungen für die Langzeitlagerung

Um die Lebensdauer der Hardware zu maximieren, haben sich bestimmte Vorgehensweisen bewährt. Als Faustregel gilt: Ein Smartphone sollte für die Lagerung weder komplett entladen noch zu 100 Prozent geladen sein.

  • **Idealer Ladestand:** Hersteller wie Apple empfehlen, das Gerät vor der Einlagerung auf etwa 50 Prozent aufzuladen. Dies bietet einen Puffer, um eine Tiefentladung durch die natürliche Selbstentladung zu verhindern.
  • **Regelmäßige Kontrolle:** Auch bei längerer Nichtnutzung ist es ratsam, das Gerät etwa alle sechs Monate zu prüfen und bei Bedarf wieder auf den empfohlenen Stand von 50 Prozent zu bringen.

Auch wenn ein Smartphone über Jahre hinweg sachgerecht gelagert wird, ist eine gewisse Alterung des Akkus unvermeidbar. Wer das Gerät nach langer Zeit wieder in Betrieb nimmt, sollte sich darauf einstellen, dass die Akkuleistung im Vergleich zum Neuzustand meist deutlich reduziert ist. Dennoch lässt sich durch die richtige Vorbereitung und regelmäßige Pflege sicherstellen, dass das Gerät auch nach einer langen Pause noch zuverlässig funktioniert.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/smartphone-laptop-notizbuch-internet-7856677/ · Foto: Callum Hilton
Quelle: https://t3n.de/news/warum-dein-smartphone-auch-akkuladung-verliert-wenn-es-ausgeschaltet-ist-1754968/?utm_source=rss&utm_medium=newsFeed&utm_campaign=newsFeed