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Vollering siegt und hängt eine Topfavoritin ab
Sport · 05.08.2026 18:15

Vollering siegt und hängt eine Topfavoritin ab

Kurz: Demi Vollering unterstreicht bei der Tour de France Femmes ihre Ambitionen. Während die Niederländerin triumphiert, verliert Titelverteidigerin Ferrand-Prévot d

Ein dominanter Auftritt im Zentralmassiv

Die fünfte Etappe der Tour de France Femmes hat das Kräfteverhältnis im Gesamtklassement deutlich verschoben. Auf dem anspruchsvollen Teilstück von Mâcon nach Belleville-en-Beaujolais, das die Fahrerinnen durch das Zentralmassiv führte, bewies Demi Vollering (FDJ United-Suez) ihre aktuelle Ausnahmestellung. Die Niederländerin sicherte sich nach 140 Kilometern und 2.850 Höhenmetern den Tagessieg in einer Zeit von 3:53:54 Stunden.

In einem packenden Finale setzte sich Vollering knapp gegen die Trägerin des Gelben Trikots, Marlen Reusser (Movistar), und Kasia Niewiadoma-Phinney (Canyon/Sram) durch, die zeitgleich mit der Siegerin das Ziel erreichten. Dieser Erfolg unterstreicht Vollerings Ambitionen auf den Gesamtsieg bei der diesjährigen Rundfahrt.

Rückschlag für die Titelverteidigerin

Während Vollering glänzte, erlebte die französische Hoffnungsträgerin Pauline Ferrand-Prévot (Visma-Lease-a-bike) einen herben Dämpfer. Bereits am vorletzten Anstieg des Tages konnte die Titelverteidigerin dem Tempo der Spitze nicht mehr folgen. Mit einem Rückstand von 2:35 Minuten auf die Siegerin verlor sie wertvolle Zeit. Da sie bereits beim vorangegangenen Zeitfahren Schwächen zeigte, beträgt ihr Rückstand in der Gesamtwertung nun fünf Minuten, was ihre Chancen auf eine Titelverteidigung in diesem Jahr erheblich schmälert.

Ebenfalls unter Druck geriet die Niederländerin Anna van der Breggen (SD Worx-Protime). Auch sie büßte Zeit ein und liegt nun mit 4:04 Minuten Rückstand auf die Gesamtführende deutlich hinter der Spitze zurück.

Antonia Niedermaier glänzt in der Ausreißergruppe

Aus deutscher Sicht sorgte Antonia Niedermaier (Canyon/Sram) für ein Ausrufezeichen. Die 23-jährige Rosenheimerin war Teil einer 19-köpfigen Ausreißergruppe, die sich gut 85 Kilometer vor dem Ziel formierte. Zu dieser Gruppe zählten auch die deutsche Meisterin Franziska Koch sowie die ehemalige Etappensiegerin Liane Lippert.

Zeitweise betrug der Vorsprung der Gruppe fast zwei Minuten, was Niedermaier virtuell sogar das Gelbe Trikot einbrachte. Erst rund 22 Kilometer vor dem Ziel gelang es dem Hauptfeld, angeführt von den Teams der Favoritinnen Reusser und Vollering, die Lücke zu schließen. Trotz der hohen Belastung hielt Niedermaier stark dagegen und sicherte sich einen beachtlichen sechsten Platz mit nur 45 Sekunden Rückstand. In der Gesamtwertung kletterte sie damit auf den vierten Rang, ihr Rückstand auf die Spitze beträgt 2:40 Minuten.

Die Gesamtsituation und personelle Ausfälle

Das Rennen im Zentralmassiv forderte nicht nur sportlich, sondern auch personell seinen Tribut. Die Heidelbergerin Hannah Ludwig (Cofidis) konnte nicht mehr an den Start gehen; sie wurde aus gesundheitlichen Gründen aus dem Rennen genommen.

An der Spitze der Gesamtwertung bleibt die Zeitfahr-Weltmeisterin Marlen Reusser weiterhin das Maß der Dinge. Sie verteidigte ihr Gelbes Trikot erfolgreich und führt das Feld mit zwölf Sekunden Vorsprung auf Demi Vollering an. Kasia Niewiadoma-Phinney folgt auf dem dritten Platz mit einem Rückstand von 1:17 Minuten.

Ausblick auf die kommenden Etappen

Die Vorentscheidung am letzten Anstieg der zweiten Kategorie, der zehn Kilometer vor dem Ziel lag, hat gezeigt, wie eng das Feld bei den Bergfahrerinnen beieinanderliegt. Die nächste Etappe führt die Fahrerinnen von Montbrison nach Tournon-sur-Rhône. Das Profil der sechsten von insgesamt neun Etappen ähnelt dem der fünften Etappe stark. Auf den 153,4 Kilometern warten sechs Anstiege auf das Peloton, wobei vier davon bereits auf den ersten 68 Kilometern liegen. Diese frühe Anordnung der Berge dürfte erneut zu zahlreichen Ausreißversuchen einladen und das Feld früh unter Druck setzen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/finale-fussball-montsurs-53-29920213/ · Foto: Bechir Lachiheb
Quelle: https://www.sportschau.de/radsport/tourdefrance/vollering-siegt-und-haengt-eine-topfavoritin-ab,tdff-etappe-fuenf-rennbericht-100.html