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VMware ESX, vCenter, Workstation und Fusion: Updates schließen kritische Lücken
Technik · 30.07.2026 14:34

VMware ESX, vCenter, Workstation und Fusion: Updates schließen kritische Lücken

Kurz: Broadcom warnt vor kritischen Sicherheitslücken in VMware-Produkten. Administratoren sollten umgehend Updates für ESX, vCenter, Workstation und Fusion einspiele

Sicherheitslücken in VMware-Infrastruktur erfordern sofortiges Handeln

Broadcom hat eine dringende Sicherheitswarnung für eine Vielzahl seiner Virtualisierungslösungen herausgegeben. Betroffen sind VMware ESX, vCenter, Workstation sowie Fusion. In den genannten Produkten wurden mehrere Schwachstellen identifiziert, die von Angreifern ausgenutzt werden können, um unbefugten Zugriff auf Systeme zu erlangen oder sogar die Kontrolle über die Umgebung zu übernehmen.

Kritische Schwachstellen mit hohem Gefahrenpotenzial

Besonders besorgniserregend sind zwei Sicherheitslücken, die mit einem CVSS-Wert von 9,8 als „kritisch“ eingestuft wurden:

* **Umgehung der Authentifizierung (CVE-2026-59309):** Diese Schwachstelle betrifft den VMware Directory Service. Sie erlaubt es Angreifern, sich ohne gültige Anmeldedaten Zugriff auf die betroffenen Systeme zu verschaffen.

* **Code-Ausführung via Path Traversal (CVE-2026-59310):** Eine Schwachstelle im Syslog-Server ermöglicht es Angreifern, durch gezielte Manipulationen beliebigen Programmcode in das System einzuschleusen und diesen auszuführen.

Darüber hinaus wurde eine weitere kritische Lücke (CVE-2026-47876, CVSS 9,3) im virtuellen Netzwerkadapter VMXNET3 von VMware ESX entdeckt. Diese ermöglicht es lokalen Administratoren innerhalb einer virtuellen Maschine (VM), aus der isolierten Umgebung auszubrechen und auf das zugrunde liegende Hostsystem zuzugreifen.

Weitere Risiken durch Speicherfehler und Protokollierungslücken

Neben den kritischen Schwachstellen gibt es weitere Sicherheitsrisiken, die Administratoren im Blick behalten müssen. So können Nutzer mit Berechtigungen zum Erstellen von VMs außerhalb der zugewiesenen Speicherbereiche lesen (CVE-2026-41703, CVSS 7,6). Dies kann zu einem Informationsabfluss führen oder einen Denial-of-Service (DoS) provozieren, wodurch die Verfügbarkeit der Systeme beeinträchtigt wird.

Zudem existiert eine Schwachstelle (CVE-2026-41709, CVSS 2,7), bei der bestimmte Operationen in VMware ESX nicht korrekt protokolliert werden. Dies erschwert die Nachvollziehbarkeit von administrativen Eingriffen, da diese ohne entsprechende Log-Einträge ausgeführt werden können.

Empfohlene Maßnahmen für Administratoren

Um die Sicherheit der IT-Infrastruktur zu gewährleisten, stellt Broadcom aktualisierte Softwarepakete bereit. Zu den betroffenen Versionen gehören unter anderem:

* **VMware Cloud Foundation und vSphere Foundation:** Hier stehen Updates auf Version 9.1.0.0300, 9.0.2.0100 sowie 8.0 U3k bereit.

* **VMware ESXi:** Spezifische Patches wie ESXi-9.1.0.0200-25557999, ESXi-9.0.2.0100-25595025 und ESXi80U3k-25595708 wurden veröffentlicht.

* **Workstation und Fusion:** Nutzer dieser Produkte sollten auf die Version 26H1 aktualisieren.

Für spezialisierte Umgebungen wie die Telco Cloud Platform und Telco Cloud Infrastructure verweist der Hersteller auf entsprechende Knowledgebase-Artikel, die detaillierte Anleitungen zur Fehlerbehebung enthalten. Angesichts der Schwere der Sicherheitslücken ist eine zeitnahe Implementierung dieser Updates dringend anzuraten, um das Risiko einer Kompromittierung der virtualisierten Umgebung zu minimieren.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/hande-smartphone-laptop-arbeiten-20044367/ · Foto: Airam Dato-on
Quelle: https://www.heise.de/news/VMware-ESX-vCenter-Workstation-und-Fusion-Updates-schliessen-kritische-Luecken-11386401.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag