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Windows: .NET-Updates sorgen für Druckprobleme
Technik · 25.08.2026 11:59

Windows: .NET-Updates sorgen für Druckprobleme

Kurz: Microsofts August-Updates für das .NET-Framework verursachen bei WPF-Anwendungen unter Windows Fehler beim Drucken und bei der PDF-Erstellung.

Was geschehen ist – die Kernmeldung ausführlich

Im Zuge der turnusmäßigen Sicherheitsupdates für das .NET-Framework im August 2026 sind bei Microsoft unerwartete technische Komplikationen aufgetreten. Nutzer berichten von massiven Störungen, die sich primär auf Druckvorgänge sowie die Generierung von PDF- und XPS-Dokumenten auswirken. Betroffen sind dabei insbesondere Anwendungen, die auf der Windows Presentation Foundation (WPF) basieren. Sobald Anwender versuchen, Dokumente aus diesen Programmen heraus zu drucken oder in ein digitales Format zu exportieren, quittieren die betroffenen Applikationen den Dienst mit einer spezifischen Fehlermeldung. Microsoft hat den Sachverhalt offiziell bestätigt und in die Versionsankündigungen aufgenommen. Die Entwickler des Unternehmens arbeiten derzeit intensiv an einer dauerhaften Lösung für dieses Problem, das sich als besonders kritisch für den professionellen Büroalltag erweist, da zahlreiche Unternehmensanwendungen auf die betroffene Technologie setzen. Die Störung tritt systemübergreifend auf, wobei verschiedene Windows-Versionen und Server-Builds in den Fokus der Untersuchung gerückt sind.

Die Einzelheiten – Zahlen, Namen und technische Details

Die technischen Schwierigkeiten manifestieren sich durch die Fehlermeldung „System.IO.FileFormatException“. Diese tritt laut Microsoft vor allem dann auf, wenn die entsprechenden WPF-Anwendungen Inhalte verarbeiten, die auf bestimmte Zeichensätze zurückgreifen. Als prominentes Beispiel für einen solchen Font, der die Probleme auslöst, wurde die Standardschriftart „Calibri“ identifiziert. Von der Problematik betroffen sind das .NET-Framework in den Versionen 3.5 sowie 4.8.1. Die Fehler treten unter Windows 11 in der Version 25H2 sowie bei den Windows-Server-System-Builds 24H2 auf. Auch das Betriebssystem Windows 10 ist laut den vorliegenden Informationen in den Kreis der betroffenen Systeme einzuschließen. Zu den Anwendungen, die potenziell unter diesem Fehler leiden, zählen prominente Werkzeuge wie Microsoft Visual Studio oder das SQL Server Management Studio. Da jedoch eine Vielzahl an unternehmenseigener Software auf WPF-Basis entwickelt wurde, ist das Ausmaß der betroffenen Anwendungen in der Praxis deutlich breiter gefächert als nur bei den genannten Microsoft-eigenen Produkten.

Hintergrund – Vorgeschichte und bisheriger Verlauf

Die Ursache für die aktuellen Druckprobleme liegt in den Sicherheitsmaßnahmen begründet, die Microsoft mit dem August-Update eingeführt hat. Ziel dieser Aktualisierungen war es, kritische Sicherheitslücken zu schließen, die es Angreifern ermöglicht hätten, Schadcode aus dem Internet in das System einzuschleusen oder diesen dort auszuführen. Zudem sollten Schwachstellen behoben werden, die eine unbefugte Ausweitung von Benutzerrechten innerhalb der Windows-Umgebung erlaubten. Die nun auftretenden Fehler sind somit eine unbeabsichtigte Nebenwirkung der implementierten Schutzmechanismen. Es ist ein bekanntes Muster in der Softwareentwicklung, dass tiefgreifende Sicherheitsänderungen an Frameworks wie .NET die Kompatibilität zu bestehenden Grafik- und Druck-Routinen beeinträchtigen können. Microsoft hat bereits eingeräumt, dass die durch das Update eingeführten Sicherheitsvorkehrungen in direktem Konflikt mit der Art und Weise stehen, wie WPF-Anwendungen bestimmte Schriftarten verarbeiten, was letztlich zu der besagten Ausnahme im Dateiformat führt.

Die Beteiligten – Betroffene und Entscheidungsträger

In erster Linie betroffen sind Anwendungsentwickler, die WPF-Software pflegen oder vertreiben, sowie IT-Administratoren in Unternehmen, die auf eine reibungslose Druck- und PDF-Funktionalität angewiesen sind. Microsoft agiert hierbei sowohl als Verursacher des Problems durch die Bereitstellung der fehlerhaften Sicherheitsupdates als auch als beratende Instanz, die nun Lösungen für die betroffenen Entwickler bereitstellen muss. Die Entwicklerteams bei Microsoft untersuchen die Ursachen derzeit federführend. Neben den Software-Entwicklern sind auch die Anwender der betroffenen Programme, wie etwa Nutzer von Visual Studio oder SQL Server Management Studio, direkt von den Einschränkungen in ihrem täglichen Arbeitsfluss betroffen. Eine weitere Gruppe, die in den Berichten erwähnt wird, sind Nutzer von Peripheriegeräten mit RGB-Funktionen, da diese im Kontext der August-Updates ebenfalls von Abstürzen oder plötzlichen Systemneustarts berichten, was darauf hindeutet, dass die Stabilität des Systems insgesamt durch die aktuellen Patch-Pakete unter Druck steht.

Einordnung – Die Bedeutung der Situation

Einzuordnen ist das so: Die Situation stellt einen klassischen Zielkonflikt zwischen Sicherheit und Funktionalität dar. Microsoft hat mit den August-Updates notwendige Sicherheitslücken geschlossen, dabei jedoch die Stabilität der WPF-Druck-Engine beeinträchtigt. Den Berichten zufolge ist die Deinstallation der Updates keine empfehlenswerte Strategie, da dies die geschlossenen Sicherheitslücken sofort wieder öffnet und das System somit angreifbar macht. Die von Microsoft vorgeschlagene temporäre Gegenmaßnahme für Entwickler, nämlich das Deaktivieren der neuen Sicherheitsprüfung mittels eines speziellen App-Konfigurations-Switches, vergrößert laut eigener Aussage des Unternehmens die Angriffsfläche. Es handelt sich also um eine Abwägung zwischen dem Risiko eines potenziellen Angriffs und der Notwendigkeit, Druck- und PDF-Funktionen in der täglichen Arbeit aufrechtzuerhalten. Die Empfehlung, diesen Switch nur bei zwingender Notwendigkeit zu aktivieren, unterstreicht die Sensibilität der Entscheidung, die IT-Verantwortliche nun treffen müssen.

Offene Fragen – Was der Quelltext nicht beantwortet

Der vorliegende Quelltext lässt einige Fragen offen, die für die betroffenen Anwender von hoher Relevanz wären. So wird nicht explizit genannt, wann mit einem offiziellen Bugfix-Update von Microsoft zu rechnen ist, das die Sicherheitsfunktionen und die Druckfunktionalität wieder in Einklang bringt. Auch bleibt unklar, ob neben der Schriftart „Calibri“ noch weitere Fonts existieren, die das Problem auslösen können, oder ob die Problematik nur bei einer spezifischen Kombination aus Betriebssystem-Build und .NET-Version auftritt. Zudem fehlen detaillierte Informationen darüber, wie viele Anwender oder Unternehmen bereits von den Fehlern bei der PDF-Erstellung betroffen sind. Es wird nicht erläutert, ob es für Endanwender ohne tiefgreifende Programmierkenntnisse alternative Möglichkeiten gibt, die Probleme zu umgehen, ohne die Sicherheit des Gesamtsystems durch das Deaktivieren von Schutzmechanismen zu gefährden. Auch der genaue Zusammenhang zwischen den RGB-Problemen bei Peripheriegeräten und den .NET-Fehlern bleibt spekulativ.

Wie es weitergeht – Angekündigte Schritte und Ausblick

Die Entwickler bei Microsoft arbeiten derzeit an einer Lösung, um die Fehlermeldungen bei WPF-Anwendungen zu beheben, ohne die Sicherheit des Systems zu kompromittieren. Für Anwendungsentwickler wurde der konkrete Weg gewiesen, vorübergehend in der Konfigurationsdatei den Wert „Switch.MS.Internal.TtfDelta.DisableCmapAndSbitOverflowProtection“ auf „true“ zu setzen, um die betroffenen Funktionen wieder nutzbar zu machen. Dies ist jedoch ausdrücklich als temporäre Lösung deklariert. Microsoft betont, dass eine dauerhafte Lösung durch die Entwickler angestrebt wird, um die Sicherheitsmaßnahmen beibehalten zu können. Hinsichtlich der weiteren Probleme, die durch die regulären Windows-Updates im August verursacht wurden – insbesondere die Abstürze bei RGB-Peripherie –, befindet sich Microsoft ebenfalls noch in der Suchphase nach einer ordnungsgemäßen Lösung. Es bleibt abzuwarten, ob Microsoft in einem der kommenden Patch-Zyklen oder durch ein außerplanmäßiges Update die notwendigen Korrekturen bereitstellen wird, um sowohl die Druckprobleme als auch die Stabilität der Peripherie-Anbindung wieder vollständig herzustellen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/moderner-laptop-mit-code-in-gemutlichem-arbeitsplatz-34803986/ · Foto: Daniil Komov
Quelle: https://www.heise.de/news/Microsoft-Druckprobleme-nach-NET-Updates-11424951.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag