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Verbraucht zu viel Arbeitsspeicher: Microsoft arbeitet an effizienterem Windows 11
Technik · 04.08.2026 11:30

Verbraucht zu viel Arbeitsspeicher: Microsoft arbeitet an effizienterem Windows 11

Kurz: Microsoft plant, Windows 11 bis Ende 2026 effizienter zu gestalten. Der Fokus liegt auf einer besseren Performance bei Systemen mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Optimierung der Systemressourcen bei Windows 11

Microsoft hat angekündigt, die Performance von Windows 11 in den kommenden Monaten gezielt zu verbessern. Im Zentrum der Bemühungen steht die Reduzierung des Arbeitsspeicherbedarfs, um einen flüssigeren Betrieb des Betriebssystems zu ermöglichen. Diese Initiative ist Teil einer umfassenderen Strategie, die von Windows-Chef Pavan Davuluri im Frühjahr 2026 angestoßen wurde, nachdem das Unternehmen verstärkt Kritik an der aktuellen Software-Qualität und der Integration von KI-Funktionen wie Copilot erhalten hatte.

Fokus auf 8-Gigabyte-Systeme

Das primäre Ziel der Optimierungen sind Computer, die mit 8 Gigabyte (GB) RAM ausgestattet sind. Diese Geräteklasse ist für Microsoft von strategischer Bedeutung, da der Konzern auch eigene Hardware, wie etwa den Surface-Laptop, in diesem Segment anbietet.

Die Anpassungen werfen zudem Fragen zu den zukünftigen Mindestanforderungen auf. Obwohl offiziell 4 GB RAM als untere Grenze für Windows 11 gelten, ist eine reibungslose Nutzung mit dieser Ausstattung in der Praxis kaum noch möglich. Da für moderne Copilot-Plus-PCs bereits 16 GB RAM vorausgesetzt werden, spekulieren Marktbeobachter, dass Microsoft die offiziellen Anforderungen für Windows 11 in absehbarer Zeit auf 8 GB anheben könnte. Die geplanten Optimierungen sollen sicherstellen, dass das System in diesem Bereich sowie bei 16-GB-Konfigurationen künftig deutlich performanter agiert.

Technische Hintergründe der Speicheroptimierung

Obwohl Microsoft noch keine detaillierten technischen Einblicke in die Umsetzungsstrategie gegeben hat, deuten Analysen auf die Ursachen des hohen Speicherverbrauchs hin. Ein wesentlicher Faktor ist die weitreichende Verwendung von Chromium-basiertem Webview 2, auf dem viele native Windows-Anwendungen basieren.

Um den Ressourcenverbrauch zu senken, setzt Microsoft verstärkt auf die Umstellung auf WinUI 3. Diese Technologie ermöglicht es Anwendungen, Ressourcen effizienter zu teilen, was den gesamten Speicherbedarf reduziert. Teile des Betriebssystems, darunter die systemweite Suchfunktion und Komponenten des Datei-Explorers, wurden bereits auf dieses Framework migriert.

Herausforderungen bei Drittanbieter-Software

Die Optimierung stellt Microsoft vor eine besondere Herausforderung: Da Webview 2 auch für die Entwicklung von Drittanbieter-Anwendungen freigegeben wurde, liegt ein Teil der Verantwortung für die Speicher-Effizienz bei externen Entwicklern. Viele Anwendungen, die auf Windows 11 laufen, benötigen daher ebenfalls Anpassungen, um von den systemweiten Verbesserungen zu profitieren.

Die Pläne von Pavan Davuluri sehen vor, dass die Anwender bis Ende 2026 spürbare Verbesserungen bei der Systemgeschwindigkeit und der Speicherverwaltung wahrnehmen können. Die kommenden Monate werden zeigen, wie effektiv diese Maßnahmen greifen und inwieweit sich die Nutzererfahrung auf Geräten mit begrenztem Arbeitsspeicher tatsächlich stabilisieren lässt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/kuhlsystem-und-motherboard-im-pc-bau-34552789/ · Foto: Matheus Bertelli
Quelle: https://t3n.de/news/arbeitsspeicher-windows-11-1756224/?utm_source=rss&utm_medium=newsFeed&utm_campaign=newsFeed