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Varfolomeev holt Gold im Mehrkampf und ist der Star der Finals
Sport · 25.07.2026 19:35

Varfolomeev holt Gold im Mehrkampf und ist der Star der Finals

Kurz: Darja Varfolomeev dominiert die deutschen Meisterschaften in Hannover. Trotz kleiner Fehler sichert sich die Olympia-Siegerin souverän Gold im Mehrkampf.

Souveräne Vorstellung in der ZAG-Arena

Bei den diesjährigen Finals in Hannover unterstrich Darja Varfolomeev erneut ihren Status als Ausnahmetalent der Rhythmischen Sportgymnastik. Die 19-jährige Athletin vom TSV Schmiden sicherte sich erwartungsgemäß den deutschen Meistertitel im Mehrkampf. Mit einer beeindruckenden Gesamtpunktzahl von 118,850 Punkten verwies sie ihre Teamkolleginnen Lada Pusch (112,100) und Anastasia Simakova (110,350) deutlich auf die Plätze.

Die Zuschauer in der gut gefüllten ZAG-Arena erlebten eine Athletin, die trotz kleinerer Unsicherheiten in einer eigenen Liga turnte. Dass selbst die Olympia-Siegerin von Paris nicht vor Fehlern gefeit ist, zeigte sich bei ihrer Reifen-Übung. Dennoch reichten ihre hohe künstlerische Ausdruckskraft und der enorme Schwierigkeitsgrad ihrer Darbietungen aus, um in allen Einzeldisziplinen den ersten Platz zu belegen. Besonders glänzte sie mit dem Ball, wofür sie 30,450 Punkte erhielt.

Fokus auf die Heim-Weltmeisterschaft

Für Varfolomeev dienen die Finals als wichtige Standortbestimmung auf dem Weg zum Saisonhöhepunkt: der Weltmeisterschaft, die vom 12. bis 16. August in Frankfurt stattfindet. Trotz ihrer Dominanz zeigte sich die Athletin selbstkritisch. Sie gab an, während des Wettkampfs sehr aufgeregt gewesen zu sein, und hofft, diese Nervosität bis zum WM-Start ablegen zu können.

Die Sportschau-Expertin Magdalena Brzeska bewertet die aktuelle Form der Gymnastin positiv. Zwar sei noch Steigerungspotenzial vorhanden, doch sieht Brzeska in Varfolomeev die klare Favoritin für die anstehenden Weltmeisterschaften. Dies gilt auch für den Fall, dass internationale Konkurrentinnen aus Russland und Weißrussland nach ihrer Rückkehr das Teilnehmerfeld erweitern.

Ein besonderer Karriereabschnitt

Die Vorfreude auf Frankfurt ist bei der Athletin groß. Da die Karten für die Heim-WM bereits restlos ausverkauft sind und eine solche Veranstaltung eine einmalige Karrierechance darstellt, blickt Varfolomeev dem Event mit großer Erwartung entgegen. Der Druck, der zuvor auf ihr lastete, hat sich nach dem Gewinn des EM-Titels im Mehrkampf Ende Mai spürbar gelockert. Mit diesem Erfolg hatte sie ihre Titelsammlung komplettiert, was ihr nun ermöglicht, befreit in die kommenden Wettkämpfe zu gehen.

Stimmung und Publikumsliebling

Neben der sportlichen Leistung von Varfolomeev sorgte auch Dominique Sophia Helfrich vom TB 1889 Oppau für Aufmerksamkeit. Mit kreativen Choreografien, unter anderem zu Michael Jackson und dem Klassiker „Du hast den Farbfilm vergessen“, begeisterte sie das Publikum und qualifizierte sich zudem für das Einzelfinale mit dem Band.

Die Atmosphäre in Hannover war für die Athletinnen außergewöhnlich. Varfolomeev, die mittlerweile auf 18 internationale Goldmedaillen zurückblicken kann, wurde von den rund 2.500 Zuschauern frenetisch gefeiert. Dennoch blieb die Athletin bei ihrem bewährten Schema: Hochkonzentriert und ohne Zeitverlust verließ sie nach ihren Darbietungen unmittelbar das Podest, um sich voll auf ihre Übungen zu fokussieren. Die Fans in der Arena nahmen dies dankbar an und dokumentierten jeden ihrer Schritte, auch wenn dies bedeutete, dass die eine oder andere Aufnahme durch die Smartphone-Kameras der Zuschauer festgehalten wurde.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/rustikaler-fussballplatz-in-cordoba-31564496/ · Foto: Tomás Asurmendi
Quelle: https://www.sportschau.de/die-finals/die-finals-2026-rhythmische-sportgymnastik,die-finals-2026-rhythmische-sportgymnastik-104.html