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US Open heute im Überblick: Sabalenka musst erstmals kämpfen - und das richtig
Sport · 08.09.2026 20:20

US Open heute im Überblick: Sabalenka musst erstmals kämpfen - und das richtig

Kurz: Aryna Sabalenka musste bei den US Open erstmals über die volle Distanz gehen, während Alexander Zverev souverän in das Viertelfinale einzog.

Ein hartes Stück Arbeit für die Nummer eins

Bei den US Open 2026 in New York hat sich die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka in einem dramatischen Viertelfinale gegen die Tschechin Linda Noskova durchgesetzt. Bis zu diesem Aufeinandertreffen am Dienstag war das Turnier für die Favoritin ein Spaziergang; sie hatte bis zum Erreichen der Runde der besten acht keinen einzigen Satz abgegeben. Doch gegen die 21-jährige Noskova, die mittlerweile auf Platz fünf der Weltrangliste geführt wird, änderte sich das Bild grundlegend. Die Partie entwickelte sich zu einem echten Härtetest, der erst im Champions-Tiebreak des dritten Satzes entschieden wurde. Sabalenka siegte mit 7:6, 3:6 und 7:6. Besonders im zweiten Satz verlor die Favoritin zwischenzeitlich den Faden, was Noskova eiskalt ausnutzte. Im entscheidenden dritten Durchgang lag Sabalenka bereits mit 4:2 zurück und gab später zu, dass sie in diesem Moment kurzzeitig das Schlimmste befürchtet hatte. Mit einem Ass beim Matchball zum 10:7 und einem emotionalen Schrei sicherte sie sich schließlich den Einzug in das Halbfinale.

Zverevs souveräner Auftritt und die kommenden Aufgaben

Der deutsche Tennisprofi Alexander Zverev hat seine Ambitionen bei den US Open unterstrichen. In seinem Achtelfinalduell gegen den Italiener Luciano Darderi, den er laut Weltranglistenposition als seinen bislang stärksten Gegner auf seiner Turnierhälfte bezeichnete, zeigte Zverev eine überzeugende Leistung. Die ersten beiden Sätze gewann der Weltranglistenzweite deutlich mit jeweils 6:2. Zwar riskierte Darderi im dritten Satz mehr und erzwang einen Tiebreak, doch dort bewies Zverev erneut seine Klasse und sicherte sich das Ticket für die nächste Runde. Im Viertelfinale wartet nun Botic van de Zandschulp auf den Deutschen. Van de Zandschulp setzte sich in einem wahren Marathon-Match gegen den französischen Überraschungsspieler Arthur Gea durch. Nach einer Spielzeit von 5:13 Stunden und einem dramatischen Verlauf, bei dem Gea zwischenzeitlich mit zwei Sätzen führte und im vierten Satz sogar zum Matchgewinn aufschlug, triumphierte der Niederländer schließlich mit 4:6 in den Sätzen. In der anderen Partie der oberen Hälfte treffen Karen Khachanov und Alexander Blockx aufeinander.

Historischer Erfolg für Alexander Blockx

Ein besonderes Kapitel schrieb der Belgier Alexander Blockx. Durch seinen Erfolg gegen den Argentinier Francisco Cerundolo (3:6, 6:4, 5:7, 5:7) zog er als erster Belgier in der Geschichte der US Open in das Viertelfinale ein. Blockx berichtete nach der Partie von körperlichen Problemen zu Beginn des Matches, die er jedoch mit medizinischer Unterstützung in den Griff bekam. Er beschrieb das Gefühl, in der Runde der besten acht zu stehen, als surreal und betonte, dass er den Moment einfach genieße. Sein Erfolg unterstreicht die Überraschungen, die das Turnier in diesem Jahr bereithält. Während etablierte Stars wie Carlos Alcaraz oder Aryna Sabalenka weiterhin im Fokus stehen, nutzen aufstrebende Akteure wie Blockx die Bühne des Grand-Slam-Turniers, um sich in die Geschichtsbücher ihrer Heimatländer einzutragen. Die Stimmung in New York bleibt dabei von einer hohen Intensität geprägt, die sowohl die Spieler als auch das Publikum in den Bann zieht.

Die US-Party im Big Apple geht weiter

Die US-amerikanischen Profis sorgen bei ihrem Heimturnier für eine außergewöhnliche Stimmung. Mit Ben Shelton, Jessica Pegula und Emma Navarro sind weitere Lokalmatadore in das Viertelfinale eingezogen. Besonders Ben Shelton, der Stefanos Tsitsipas in drei Sätzen besiegte, steht nun vor einer Herkulesaufgabe: Er könnte im Viertelfinale auf den Spanier Carlos Alcaraz treffen, dessen Spielweise er als übermenschlich bezeichnete. Auch bei den Frauen dominiert das US-Team. Coco Gauff, die ihre Gegnerin Iva Jovic in einem intensiven Match bezwang, zeigte sich beeindruckt von der Qualität ihrer Kontrahentin, die sie als unglaubliches Talent bezeichnete. Gauff verglich den Spielverlauf phasenweise mit einem Marathon. Zudem kommt es im Viertelfinale zu einem direkten Duell zwischen den US-Amerikanerinnen Pegula und Navarro. Auch Frances Tiafoe, von den Fans liebevoll als Big Foe gefeiert, sorgt mit seinem Auftreten und seinen sportlichen Leistungen für Begeisterung auf den Rängen. Der Erfolg der US-Profis wird durch die konstante Unterstützung der Zuschauer im Arthur Ashe Stadium und den anderen Arenen getragen.

Einordnung der Favoritenrolle und taktische Entwicklungen

Einzuordnen ist das Turniergeschehen als eine Mischung aus gewohnter Dominanz der Topstars und dem Aufbegehren der nächsten Generation. Aryna Sabalenka, die bereits zum sechsten Mal in Folge im Viertelfinale der US Open steht, gilt weiterhin als die Frau, die es zu schlagen gilt. Ihre Fähigkeit, auch in kritischen Momenten – wie gegen Noskova – auf ihren Aufschlag zu vertrauen, zeichnet sie aus. Elena Rybakina hat sich ebenfalls als Topfavoritin positioniert, nachdem sie Naomi Osaka im Achtelfinale aus dem Turnier warf. Rybakina strebt offen nach der Weltranglistenspitze, ein Ziel, das sie mit ihrem druckvollen Spiel und ihrer Geschwindigkeit untermauert. Bei den Männern zeigt sich Carlos Alcaraz nach seiner Handgelenksverletzung in einer Verfassung, die Experten wie Boris Becker beeindruckt. Die Formkurve des Spaniers zeigt steil nach oben, was ihn neben Zverev zu einem der Hauptanwärter auf den Titel macht. Den Berichten zufolge ist die Leistungsdichte in der zweiten Turnierwoche extrem hoch, was jeden Favoriten zu Höchstleistungen zwingt.

Offene Fragen zum weiteren Turnierverlauf

Der Quelltext lässt einige Fragen offen, die erst in den kommenden Tagen beantwortet werden können. So bleibt abzuwarten, wie sich die körperliche Verfassung der Spieler nach den kräftezehrenden Matches entwickelt. Besonders der Fünf-Stunden-Krimi zwischen Gea und van de Zandschulp stellt eine enorme Belastung dar, die den weiteren Turnierverlauf des Niederländers beeinflussen könnte. Auch die Frage, ob die medizinische Unterstützung, die Alexander Blockx in Anspruch nahm, ausreicht, um ihn für das Viertelfinale vollständig fit zu machen, bleibt offen. Zudem ist unklar, wie die US-Fans reagieren werden, wenn es zu direkten Duellen zwischen ihren eigenen Favoriten kommt, wie etwa bei der Partie zwischen Tiafoe und Michelsen. Ob die Dominanz der bisherigen Favoriten bei den Frauen und Männern bis zum Finale anhält oder ob es weitere Überraschungen durch Außenseiter gibt, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher prognostiziert werden.

Ausblick auf die nächsten Runden

Die kommenden Tage versprechen weitere hochkarätige Begegnungen. Im Viertelfinale der Frauen trifft Elena Rybakina auf Qinwen Zheng, die nach einem beeindruckenden Comeback gegen Iga Swiatek Selbstvertrauen getankt hat. Bei den Männern steht das Viertelfinale zwischen Alexander Zverev und Botic van de Zandschulp an. Ebenfalls mit Spannung erwartet wird das Duell der US-Lieblinge zwischen Frances Tiafoe und Alex Michelsen. Michelsen, der bislang keinen einzigen Satz im gesamten Turnierverlust abgegeben hat, gilt als die Überraschung des Turniers. Auch das Doppelturnier schreitet voran: Das deutsche Duo Kevin Krawietz und Tim Pütz, das sich in der zweiten Runde nach hartem Kampf gegen Rojer und Winegar durchsetzte, trifft im Achtelfinale auf die Briten Julian Cash und Lloyd Glasspool. Alle Augen sind nun auf die nächsten Spieltage gerichtet, an denen sich entscheiden wird, wer den Einzug in die Halbfinals schafft und damit dem großen Ziel, dem Titelgewinn bei den US Open 2026, einen weiteren Schritt näher kommt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/feld-dunkel-stadion-football-15867405/ · Foto: Monnivhoir Aymar Kouamé
Quelle: https://www.sportschau.de/tennis/us-open/sabalenka-muss-erstmals-kaempfen-und-richtig,tennis-us-open-liveblog-100.html