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"Cops im Dialog" - Polizei und Schule im Austausch
Regional · 08.09.2026 15:17

"Cops im Dialog" - Polizei und Schule im Austausch

Kurz: Das Format 'Cops im Dialog' fördert den Austausch zwischen der Polizei Westhessen und Schülern in Wiesbaden, um gegenseitiges Verständnis zu stärken.

Was geschehen ist – die Kernmeldung

Am Montag, dem 7. September 2026, fand an der Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule in Wiesbaden-Biebrich eine besondere Veranstaltung statt. Unter dem Titel „Cops im Dialog – Polizei und Schule im Austausch“ trafen rund 130 Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe auf Vertreter der Polizei Westhessen. Ziel der Zusammenkunft war es, den direkten Kontakt zwischen jungen Menschen und den Ordnungshütern zu suchen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Respekt ist keine Einbahnstraße“. Dabei ging es primär darum, Barrieren abzubauen, polizeiliche Abläufe transparent zu gestalten und ein tieferes Verständnis für das Handeln der Polizei im Alltag zu wecken. Die Jugendlichen erhielten die Gelegenheit, Fragen zu stellen, die sie bewegen, und die Beamten als Menschen hinter der Uniform kennenzulernen. Die Veranstaltung unterstreicht den Willen beider Seiten, durch Kommunikation Vorurteile abzubauen und das gesellschaftliche Miteinander in Wiesbaden durch einen respektvollen Umgang zu stärken. Es war ein intensiver Vormittag, der den Schülern einen Einblick in die komplexe Arbeit der Polizei gewährte und den Beamten die Möglichkeit gab, ihre Perspektive auf das Zusammenleben in einer modernen Gesellschaft darzulegen.

Die Einzelheiten – Fakten und Akteure

Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten der Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule statt. Die Schulleiterin, Frau Dietrich, eröffnete den Vormittag mit einer Begrüßung. Der Leiter der Polizeidirektion Wiesbaden, Alexander Jaza, hielt einen Impulsvortrag, der die inhaltliche Basis für den anschließenden Austausch legte. Er betonte die Notwendigkeit gemeinsamer Regeln und Werte, die das Fundament für ein friedliches gesellschaftliches Zusammenleben bilden. Neben Jaza waren weitere Experten des Polizeipräsidiums Westhessen vor Ort, um die Fragen der 130 Achtklässler zu beantworten: Samirullah Abasi, der als Zentraler Jugendkoordinator fungiert, sowie Cengiz Colak, der Migrationsbeauftragte des Präsidiums. Auch der Schutzmann vor Ort des 5. Polizeireviers, Patrick Brzosa, war anwesend. Komplettiert wurde die Runde durch Marco Yildiz aus der Einstellungsberatung und den Wiesbadener Jugendkoordinator Lukas Rauch. Die Fragen der Schüler waren direkt und teils sehr konkret, etwa zur Häufigkeit des Schusswaffengebrauchs, was das große Interesse an der Realität des Polizeiberufs verdeutlichte.

Hintergrund – Der Ursprung des Formats

Das Veranstaltungsformat „Cops im Dialog“ ist kein isoliertes Ereignis, sondern ein fester Bestandteil des sogenannten „Respekt-Pakets“ der Hessischen Landesregierung. Dieses politische Programm wurde ins Leben gerufen, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und präventiv gegen Respektlosigkeit und Gewalt vorzugehen. Die Polizei Westhessen setzt dieses Format gezielt ein, um die Distanz zwischen der jungen Generation und staatlichen Institutionen zu verringern. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass polizeiliches Handeln oft nur aus der Ferne oder durch Medienberichte wahrgenommen wird, was zu Missverständnissen führen kann. Durch das direkte Gespräch in der geschützten Umgebung der Schule soll eine Brücke geschlagen werden. Die Initiative reagiert auf die gesellschaftliche Notwendigkeit, Jugendliche frühzeitig in den Dialog über Werte, Kommunikation und das Verhalten bei polizeilichen Maßnahmen einzubinden. Die hohe Resonanz, die das Format bei Schulen im gesamten Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Wiesbaden erfährt, zeigt, dass ein erheblicher Bedarf an solch niedrigschwelligen Austauschmöglichkeiten besteht und das Konzept auf fruchtbaren Boden fällt.

Die Beteiligten – Institutionen und Personen

Die Akteure dieser Veranstaltung setzen sich aus Vertretern der Bildungseinrichtung und der Sicherheitsbehörde zusammen. Auf Seiten der Schule agierte Frau Dietrich als Gastgeberin und Koordinatorin. Die Polizei war mit einer hochkarätigen Delegation vertreten, die verschiedene Fachbereiche abdeckte. Alexander Jaza als Leiter der Polizeidirektion Wiesbaden trug die strategische Verantwortung für den Besuch. Die inhaltliche Arbeit mit den Jugendlichen wurde durch Spezialisten wie den Zentralen Jugendkoordinator Samirullah Abasi und den Migrationsbeauftragten Cengiz Colak unterstützt. Durch die Anwesenheit des Schutzmanns vor Ort, Patrick Brzosa, wurde zudem der Bezug zum unmittelbaren Lebensumfeld der Schüler im 5. Polizeirevier hergestellt. Marco Yildiz brachte die Perspektive der Nachwuchsgewinnung ein, während Lukas Rauch als Jugendkoordinator die Schnittstelle zwischen Polizei und den jungen Wiesbadenern bildete. Diese Zusammensetzung ermöglichte es, ein breites Spektrum an Themen abzudecken – von der allgemeinen Wertevermittlung bis hin zu spezifischen Fragen der Berufswahl und der täglichen Polizeiarbeit.

Einordnung – Was das bedeutet

Einzuordnen ist das Format als ein präventives Instrument der Öffentlichkeitsarbeit, das weit über die reine Informationsvermittlung hinausgeht. Den Berichten zufolge dient der Dialog dazu, polizeiliche Maßnahmen nachvollziehbarer zu machen. Indem die Beamten ihre Beweggründe und ihre tägliche Arbeit erläutern, soll das Vertrauen in die Polizei gestärkt werden. Die Veranstaltung verdeutlicht, dass die Polizei den Dialog mit Jugendlichen nicht als Einbahnstraße, sondern als wechselseitigen Prozess begreift. Die Tatsache, dass Schüler sehr persönliche Fragen stellen, zeigt, dass das Format erfolgreich Hemmschwellen abbaut. Es ist ein Versuch, das Bild der Polizei von einer abstrakten Institution hin zu einer Gemeinschaft von Menschen zu wandeln, die Teil der Gesellschaft sind. Die hohe Nachfrage der Schulen lässt den Schluss zu, dass das Format als wertvolle Ergänzung zum schulischen Bildungsauftrag wahrgenommen wird, da es reale gesellschaftliche Konfliktfelder in den Klassenraum holt und dort sachlich und konstruktiv bearbeitet.

Offene Fragen – Was bleibt ungeklärt

Der vorliegende Bericht lässt einige Aspekte offen, die für ein vollständiges Bild der Initiative von Interesse wären. So bleibt unklar, wie die langfristige Wirkung des Dialogs gemessen wird. Es gibt keine Informationen darüber, ob es eine Evaluation gibt, die untersucht, ob sich die Einstellung der Schüler gegenüber der Polizei durch solche Veranstaltungen nachhaltig verändert. Auch bleibt offen, ob es eine kritische Nachbereitung der Fragen und Antworten innerhalb der Schulklassen gibt, nachdem die Polizeibeamten die Schule verlassen haben. Zudem wird nicht spezifiziert, wie viele weitere Schulen in Wiesbaden auf der Warteliste stehen oder in welchem zeitlichen Rhythmus das Format an anderen Standorten durchgeführt wird. Auch die genaue Auswahl der Themen, die über die Impulsvorträge hinausgehen, bleibt vage; es wird nicht deutlich, ob es feste Lehrpläne für diese Dialoge gibt oder ob die Inhalte rein spontan durch die Fragen der Schüler bestimmt werden. Diese Lücken lassen Raum für weiterführende Analysen über die Effektivität und die Reichweite des Projekts im schulischen Alltag.

Wie es weitergeht – Ausblick

Die Polizei Westhessen sieht in der hohen Resonanz der Schulen einen klaren Auftrag, das Format fortzuführen. Zwar wurden im Quelltext keine konkreten Termine für die nächsten Veranstaltungen an anderen Schulen genannt, doch die Aussage, dass das Interesse groß sei, deutet auf weitere Einsätze hin. Das Polizeipräsidium Westhessen bleibt als Ansprechpartner für interessierte Schulen und Medien über die Pressestelle erreichbar. Die Einstellungsberatung, vertreten durch Marco Yildiz, wird ihre Arbeit zur Gewinnung von Nachwuchskräften vermutlich weiter intensivieren, wobei solche Dialogformate eine wichtige Rolle bei der Identifikation potenzieller Bewerber spielen könnten. Die Kooperation zwischen der Polizeidirektion Wiesbaden und den Bildungseinrichtungen ist als dauerhaftes Projekt angelegt, das im Rahmen des „Respekt-Pakets“ der Landesregierung weiterentwickelt wird. Es ist davon auszugehen, dass das Polizeipräsidium Westhessen in den kommenden Monaten weitere Termine bekannt geben wird, um den eingeschlagenen Weg des direkten Austauschs mit der jungen Generation in der Region konsequent weiterzuverfolgen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/oldtimer-polizeiauto-auf-stadtstrasse-29613798/ · Foto: Alexandr Meadow
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43562/6348109