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Tour de France Femmes: Marlene Reussers Sturz - Fast wäre der Traum geplatzt
Sport · 01.08.2026 19:54

Tour de France Femmes: Marlene Reussers Sturz - Fast wäre der Traum geplatzt

Kurz: Marlen Reusser startete als große Hoffnung beim Grand Départ in der Schweiz. Ein Sturz kurz vor dem Ziel hätte den Traum vom Gelben Trikot fast beendet.

Ein emotionaler Auftakt in der Schweiz

Der diesjährige Grand Départ der Tour de France Femmes in Lausanne war für Marlen Reusser mehr als nur ein sportliches Ereignis. Als Lokalmatadorin, die im Kanton Bern aufgewachsen ist, stand die 34-Jährige am Schweizer Nationalfeiertag besonders im Fokus der Öffentlichkeit. Die Atmosphäre am Genfer See war geprägt von einer Mischung aus feierlicher Stimmung und sportlicher Anspannung. Für Reusser, die sich vor dem Start sichtlich bewegt zeigte, bildete die Kulisse den Rahmen für ihre erste Tour, die sie als designierte Leaderin in Angriff nimmt.

Vom Helferstatus zur Favoritenrolle

Lange Zeit war Reusser im Peloton primär als Edelhelferin bekannt. Während ihrer Zeit beim Team SD Worx zwischen 2022 und 2024 ordnete sie ihre eigenen Ambitionen den Zielen ihrer Teamkolleginnen unter. Der Wechsel zum spanischen Team Movistar im Jahr 2025 markierte einen Wendepunkt in ihrer Karriere. Heute ist sie nicht mehr für Versorgungsfahrten zuständig, sondern konzentriert sich voll auf das Gesamtklassement. Mit dem Sieg bei der Tour de Suisse im Rücken und einer verbesserten Kletterleistung gilt sie in diesem Jahr zu Recht als eine der Anwärterinnen auf das Gelbe Trikot.

Ein Schreckmoment kurz vor dem Ziel

Die ambitionierten Pläne der Schweizerin hätten jedoch auf der ersten Etappe ein jähes Ende finden können. Etwa zwanzig Kilometer vor dem Ziel in Lausanne kam Reusser zu Fall. Nur durch viel Glück konnte sie eine Kollision mit der Bordsteinkante vermeiden, was einen weitaus schwerwiegenderen Ausgang verhinderte. Nach dem Sturz war sie auf die Unterstützung ihrer Teamkolleginnen angewiesen, um den Anschluss an das Peloton wiederherzustellen.

Diese Situation unterstreicht die wechselhafte Beziehung, die Reusser zur Tour de France Femmes pflegt. Während sie 2022 und 2023 Etappensiege feiern konnte, warfen sie in den Folgejahren gesundheitliche Probleme – darunter eine Post-Covid-Erkrankung und eine Lebensmittelvergiftung – immer wieder zurück. Umso bedeutsamer ist es für sie, in diesem Jahr erstmals gesund und mit voller Konzentration in das Rennen zu gehen.

Taktische Unterstützung durch Liane Lippert

Innerhalb des Teams Movistar ist die Rollenverteilung klar definiert. Die deutsche Fahrerin Liane Lippert, selbst eine Etappensiegerin des Jahres 2023, agiert als Edelhelferin für Reusser. Obwohl Lippert durchaus das Potenzial für eigene Erfolge hätte, liegt der Fokus der Equipe derzeit darauf, Reusser in die bestmögliche Position für das Gesamtklassement zu bringen. Der Auftakt verlief für Lippert jedoch unglücklich: Nach einem Defekt erreichte sie das Ziel lediglich im Gruppetto.

Ausblick auf die kommenden Etappen

Obwohl der erhoffte Coup auf der ersten Etappe ausblieb, bleibt das Team optimistisch. Die sportliche Leitung signalisierte, dass Reusser körperlich gut durch den Sturz gekommen sei. Die Hoffnung ruht nun auf den kommenden Tagen, insbesondere auf dem Zeitfahren am Dienstag. Als Weltmeisterin in dieser Disziplin aus dem Jahr 2025 bietet sich Reusser dort eine ideale Gelegenheit, ihre Stärken auszuspielen und Zeit im Kampf um das Gelbe Trikot gutzumachen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/beleuchtetes-fussballstadion-bei-nacht-28827841/ · Foto: Siarhei Nester
Quelle: https://www.sportschau.de/radsport/tourdefrance-femmes/marlene-reussers-sturz-fast-waere-der-traum-geplatzt,tourreporterin-etappe-1-100.html