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Tour de France Femmes: Demi Vollering rast eindrucksvoll ins Gelbe Trikot
Sport · 08.08.2026 18:12

Tour de France Femmes: Demi Vollering rast eindrucksvoll ins Gelbe Trikot

Kurz: Demi Vollering übernimmt bei der Tour de France Femmes die Führung. Mit einem beeindruckenden Kraftakt auf der vorletzten Etappe erobert sie das Gelbe Trikot.

Ein dramatischer Führungswechsel kurz vor dem Ziel

Die Tour de France Femmes steuert auf ihren Höhepunkt zu. Die achte Etappe, die von Sisteron nach Nizza führte, entwickelte sich zu einem entscheidenden Wendepunkt im Kampf um den Gesamtsieg. Demi Vollering nutzte die schwierigen topografischen Gegebenheiten des 171,9 Kilometer langen Abschnitts, um sich nicht nur den Tagessieg zu sichern, sondern auch das begehrte Gelbe Trikot der Gesamtführenden zu übernehmen.

Die Etappe, die aufgrund ihrer Streckenführung zunächst als Chance für Sprinterinnen wie Lorena Wiebes eingestuft wurde, entpuppte sich als taktische Falle. Zwar waren vier Bergwertungen der vierten Kategorie angesetzt, doch die wahre Herausforderung wartete kurz vor dem Ziel: eine steile Rampe mit einer Neigung von bis zu 18 Prozent. Diese Passage machte einen Massensprint, wie ihn viele Expertinnen im Vorfeld prognostiziert hatten, nahezu unmöglich.

Taktische Finesse und das Ende der Ausreißerinnen

Das Rennen war geprägt von einem langen Ausreißversuch von Maeva Squiban und Loes Adegeest. Die beiden Fahrerinnen konnten sich über weite Strecken einen Vorsprung von bis zu vier Minuten erarbeiten. Doch das Hauptfeld erhöhte das Tempo rechtzeitig vor den entscheidenden Anstiegen, wodurch der Versuch etwa zehn Kilometer vor dem Ziel neutralisiert wurde. Ein Sturz von Squiban in der Abfahrt nach dem Cote de Colomars beendete zudem ihre Ambitionen vorzeitig.

Die entscheidende Dynamik entwickelte sich, als Franziska Koch am Cote de la Ginestiere das Tempo forcierte, um den Angriff von Demi Vollering vorzubereiten. Diese Tempoverschärfung sprengte das Feld und ermöglichte es Vollering, ihren Rückstand von 50 Sekunden auf die damalige Gesamtführende Katarzyna Niewiadoma entscheidend zu verkürzen.

Der Weg ins Gelbe Trikot

An der steilen Rampe kurz vor dem Ziel trat Vollering schließlich an. Nur Elisa Longo Borghini und Niewiadoma konnten ihr zunächst folgen, doch auch sie mussten die Niederländerin auf den letzten Metern ziehen lassen. Vollering überquerte die Kuppe als Solistin und rettete ihren Vorsprung bis ins Ziel. Durch die Zeitbonifikation von zehn Sekunden für den Tagessieg wandelte sie ihren ursprünglichen Rückstand von 15 Sekunden in einen Vorsprung von acht Sekunden auf die Polin um.

Für das Team Canyon//SRAM, das Niewiadoma unterstützt, ist die Tour noch nicht entschieden. Teamchef Rolf Aldag betonte, dass man für den letzten Tag noch alle Möglichkeiten in Betracht ziehe, um den Rückstand aufzuholen. Auch Antonia Niedermaier konnte ihre Position als Führende in der Wertung des weißen Trikots erfolgreich verteidigen.

Ein anspruchsvolles Finale in Nizza

Die Entscheidung über den Gesamtsieg fällt auf der neunten und letzten Etappe. Die 99,2 Kilometer lange Strecke durch Nizza ist mit etwa 2100 Höhenmetern gespickt und umfasst drei Anstiege der zweiten sowie einen der ersten Kategorie. Wer den Gesamtsieg bei der fünften Ausgabe der Tour de France Femmes für sich beanspruchen will, muss sich auf diesem anspruchsvollen Terrain behaupten.

Die sportliche Ausgangslage ist nach dem Ausstieg von Pauline Ferrand-Prevot, die das Rennen aus gesundheitlichen Gründen verlassen musste, noch offener geworden. Vollering geht mit dem Ziel in den letzten Tag, ihr Gelbes Trikot gegen die Konkurrenz zu verteidigen, während die Verfolgerinnen um Niewiadoma den Druck auf der finalen Kletterpartie weiter erhöhen werden.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/beleuchtetes-fussballstadion-bei-nacht-28827841/ · Foto: Siarhei Nester
Quelle: https://www.sportschau.de/radsport/tourdefrance/vollering-rast-eindrucksvoll-zum-tagessieg-und-ins-gelbe-trikot,tdff-etappe-acht-100.html