News aus aller Welt
Start
Testspiel gegen Elversberg: FC Gießen wehrt sich vehement gegen drohenden Punktabzug
Regional · 23.07.2026 19:20

Testspiel gegen Elversberg: FC Gießen wehrt sich vehement gegen drohenden Punktabzug

Kurz: Der FC Gießen kämpft gegen einen drohenden Punktabzug von fünf Zählern. Grund ist ein Vorbereitungsspiel gegen die SV Elversberg und fehlende Spielberechtigunge

Ein schwieriger Start in die neue Saison

Für den FC Gießen könnte die kommende Spielzeit in der Hessenliga unter einem schwierigen Vorzeichen beginnen. Dem Fünftligisten droht ein Punktabzug von fünf Zählern, noch bevor der erste offizielle Anpfiff erfolgt ist. Das Hessische Verbandssportgericht hat dieses Urteil bereits am 14. Juli gefällt. Neben dem sportlichen Malus sieht der Beschluss zudem eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro vor, die jedoch angesichts der schwerwiegenden Konsequenzen für das Punktekonto des Vereins in den Hintergrund rückt.

Der Streitpunkt: Einsatz von Spielern im Testspiel

Der Konflikt entzündet sich an einem Vorbereitungsspiel gegen den Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg, das am 4. Juli stattfand und mit einer 0:5-Niederlage für die Hessen endete. Dem Verein wird vorgeworfen, drei Akteure – Mussie Beraky, Furkan Yilmaz und Arda Sirin – ohne die erforderliche Spielberechtigung eingesetzt zu haben.

Der FC Gießen weist den Vorwurf eines bewussten Fehlverhaltens jedoch entschieden zurück. Geschäftsführer Michél Magel betonte, dass der Verein nach einem personellen Umbruch im Sommer ohne diese drei Spieler keine konkurrenzfähige Mannschaft hätte aufbieten können. Nach Darstellung des Vereins lagen die Anträge auf Spielberechtigung bereits beim Verband vor, und es habe die Zusicherung gegeben, dass diese rechtzeitig bearbeitet würden.

Transparenz als zentrales Argument

Da die offiziellen Genehmigungen bis zum Anpfiff der Partie gegen Elversberg nicht vorlagen, wählte der Verein nach eigenen Angaben einen alternativen Weg: Der FC Gießen besorgte Gastspielgenehmigungen und ließ diese unterschreiben. Laut Magel wurde dieses Vorgehen gegenüber allen Beteiligten – inklusive des Kreisfußballwarts, des Schiedsrichters sowie des Gegners SV Elversberg – zu jedem Zeitpunkt offen kommuniziert.

Der Verein argumentiert daher, dass von einer Täuschungsabsicht keine Rede sein könne. Magel bezeichnete das Urteil als "Wahnsinn" und ein "absolutes Unding", das dem Geist des Fußballs widerspreche. Der Verein sieht sich in der Pflicht, gegen diese Entscheidung vorzugehen, um den sportlichen Erfolg der kommenden Saison nicht bereits im Vorfeld zu gefährden.

Nächste Schritte im Berufungsverfahren

Um den drohenden Punktabzug abzuwenden, hat der FC Gießen am vergangenen Montag offiziell Berufung gegen das Urteil des Verbandssportgerichts eingelegt. Der Fall liegt nun in der Zuständigkeit des Verbandsgerichts als Berufungsinstanz. Ein Sprecher des Verbandssportgerichts bestätigte den Eingang des Verfahrens.

Wie es für den Verein weitergeht, hängt nun von der Entscheidung der höheren Instanz ab. Ein Urteil wird nach Angaben des Verbandes "zeitnah" erwartet, wobei mit einer Bearbeitungsdauer von einigen Tagen zu rechnen ist. Die Verantwortlichen in Gießen hoffen auf eine Revision des Urteils, um mit einem ausgeglichenen Punktekonto in die neue Saison starten zu können. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Protest des Vereins Erfolg hat und die sportliche Ausgangslage vor dem ersten Spieltag korrigiert werden kann.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/historischer-glockenturm-vor-blauem-himmel-36149862/ · Foto: Mr Dr3igeteilt
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-testspiel-gegen-elversberg-fc-giessen-wehrt-sich-vehement-gegen-drohenden-punktabzug-102.html