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Svww verpasst Pokal-Überraschung gegen Leverkusen
Regional · 22.08.2026 15:04

Svww verpasst Pokal-Überraschung gegen Leverkusen

Kurz: Der SV Wehen Wiesbaden ist in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Bayer Leverkusen ausgeschieden. Trotz einer starken ersten Hälfte unterlag der Drittligist 0

Ein Favoritensieg ohne Überraschung

Der Traum von einer Pokalsensation im hessischen Wiesbaden ist geplatzt. Am Samstag musste sich der Drittligist SV Wehen Wiesbaden in der ersten Runde des DFB-Pokals dem klaren Favoriten Bayer Leverkusen geschlagen geben. Das Spiel endete mit einer 0:4-Niederlage für die Hessen, die den Bundesligisten über weite Strecken der ersten Halbzeit vor erhebliche Probleme stellten. Während die Gäste aus Leverkusen ihre spielerische Überlegenheit im weiteren Verlauf der Partie konsequent ausspielten, blieb dem SVWW eine Überraschung verwehrt. Für die Wiesbadener bedeutet das Ergebnis das vorzeitige Aus im prestigeträchtigen Wettbewerb. Vor einer Kulisse von 12.000 Zuschauern im Stadion zeigte der Drittligist zunächst eine disziplinierte Defensivleistung, die den Favoriten lange Zeit verzweifeln ließ. Erst kurz vor dem Pausenpfiff gelang es den Gästen, die Abwehrriegel der Hausherren zu knacken. Mit dem frühen Treffer nach dem Seitenwechsel war die Gegenwehr der Gastgeber jedoch weitgehend gebrochen, wodurch Leverkusen das Ergebnis in der zweiten Hälfte deutlich in die Höhe schrauben konnte.

Die Details zum Spielverlauf und Personalien

Die Partie wurde von Schiedsrichter Dingert aus Lebecksmühle geleitet. Auf Seiten des SV Wehen Wiesbaden stand überraschend Noah Brdar zwischen den Pfosten, der den Vorzug vor Florian Stritzel erhalten hatte. Brdar zeigte eine engagierte Leistung, war bei den Gegentoren jedoch machtlos. Die Treffer für Bayer Leverkusen erzielten Patrik Schick in der 43. Minute, kurz vor dem Gang in die Kabinen. Unmittelbar nach Wiederanpfiff erhöhte Lucas Vazquez in der 47. Minute auf 0:2, was den Spielverlauf maßgeblich beeinflusste. In der Folge sorgten Nathan Tella in der 69. Minute und Christian Kofane in der 79. Minute für den 0:4-Endstand. Die Aufstellung des SVWW umfasste Akteure wie Gillekens, Fechner, Janitzek, Nink, Brandt, Gözüsirin, Greilinger, Schleimer, May und Flotho, wobei im Laufe der zweiten Hälfte unter anderem Lewald, Stehle, Karweina, Chakhoun und Ati Allah eingewechselt wurden. Bei Leverkusen kamen unter anderem Blaswich, Bade, Tapsoba, Miguel, Aleix Garcia, Fernandez, Maza, Tillman, Moreira, Quansah, Medina und Palacios zum Einsatz. Gelbe Karten sahen auf Seiten der Wiesbadener Fechner und Greilinger.

Hintergrund zur sportlichen Ausgangslage

Der SV Wehen Wiesbaden geht mit einer schwierigen Ausgangslage in die laufende Saison. Der Fokus des Vereins liegt primär auf der 3. Liga, in der der Start in die Spielzeit 2026 missglückt ist. Nach zwei absolvierten Partien steht das Team von Trainer Daniel Scherning noch ohne Punkte da. Das Pokalspiel gegen einen Bundesligisten wie Bayer Leverkusen stellte somit eine willkommene, wenn auch sportlich kaum zu bewältigende Herausforderung dar. Die bisherigen Niederlagen in der Liga haben den Druck auf die Mannschaft erhöht, weshalb das Ausscheiden aus dem DFB-Pokal intern als verschmerzbar eingestuft werden kann. Die Konzentration kann nun vollumfänglich auf den Ligabetrieb gelenkt werden, um dort den Anschluss an das Mittelfeld nicht zu verlieren. Die taktische Marschroute von Trainer Scherning sah vor, den Klassenunterschied durch eine kompakte Defensive auszugleichen, was in den ersten 45 Minuten auch weitgehend gelang, bevor die individuelle Qualität der Leverkusener in der zweiten Halbzeit den Ausschlag gab.

Die Akteure und ihre Rollen

Im Zentrum der sportlichen Verantwortung steht beim SV Wehen Wiesbaden Cheftrainer Daniel Scherning. Er ist es, der die Mannschaft nach dem Pokalaus nun auf die kommenden Aufgaben in der 3. Liga vorbereiten muss. Auf dem Platz trugen die Spieler die Last der Partie, wobei insbesondere Torhüter Noah Brdar durch seine Berufung in die Startelf in den Fokus rückte. Die Leverkusener Mannschaft, angeführt von Spielern wie Patrik Schick und Lucas Vazquez, agierte als eingespielte Einheit, die ihre Chancen effizient nutzte. Die Zuschauer im Stadion, deren Zahl mit 12.000 angegeben wurde, bildeten den Rahmen für das Duell. Institutionell ist der SV Wehen Wiesbaden als Drittligist der Underdog in diesem Wettbewerb, während Bayer Leverkusen als Bundesligist die Erwartungshaltung an einen Favoriten erfüllte. Die Entscheidung, Brdar anstelle von Stritzel aufzustellen, war eine der wesentlichen personellen Weichenstellungen von Scherning, die jedoch nicht den erhofften Erfolg in Form eines Weiterkommens brachte.

Einordnung der Leistung und sportliche Bewertung

Einzuordnen ist das Ergebnis als ein klassischer Pokalverlauf, bei dem der Außenseiter lange Zeit gut mithält, aber letztlich an der individuellen Klasse des Erstligisten scheitert. Den Berichten zufolge war das 0:2 kurz nach der Halbzeit der entscheidende psychologische Genickbruch für die Wiesbadener. Die erste Halbzeit kann als Erfolg für die taktische Disziplin des SVWW gewertet werden, da Leverkusen kaum zu nennenswerten Abschlüssen kam. Dass das Spiel am Ende mit 0:4 verloren ging, spiegelt den deutlichen Klassenunterschied wider, der sich vor allem in der Chancenverwertung und der physischen Präsenz in der zweiten Hälfte manifestierte. Für den SVWW ist das Ausscheiden kein Beinbruch, sondern eine notwendige Zäsur, um sich nun voll auf die Liga zu konzentrieren. Die Niederlage ist somit weniger als sportliches Debakel, sondern als realistische Standortbestimmung gegen einen Champions-League-erfahrenen Gegner zu verstehen.

Offene Fragen und kommende Herausforderungen

Der vorliegende Quelltext lässt einige Fragen unbeantwortet, die für die weitere Saisonplanung des SV Wehen Wiesbaden von Bedeutung sein könnten. So bleibt unklar, ob die Entscheidung für Noah Brdar als Torhüter eine dauerhafte Änderung im Kadergefüge darstellt oder lediglich eine Maßnahme für den Pokalwettbewerb war. Zudem wird nicht explizit thematisiert, wie die Stimmung innerhalb der Mannschaft nach den zwei Niederlagen in der 3. Liga und dem nun besiegelten Pokalaus ist. Auch zu den genauen taktischen Anpassungen, die Trainer Scherning für die kommenden Ligaspiele plant, gibt der Bericht keine detaillierten Auskünfte. Wie es weitergeht, ist hingegen klar definiert: Der SV Wehen Wiesbaden richtet seinen Blick nun auf den kommenden Samstag. Um 14 Uhr steht das Ligaspiel gegen Rot-Weiß Essen an. In dieser Begegnung soll endlich der erste Punktgewinn der Saison gefeiert werden, um den Fehlstart in der 3. Liga zu korrigieren und die nötige Sicherheit für den weiteren Saisonverlauf zu gewinnen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/historische-europaische-architektur-mit-belebtem-strassenmarkt-29705653/ · Foto: Mâide Arslan
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-svww-verpasst-pokal-ueberraschung-gegen-leverkusen-102.html