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Leverkusen feiert Comeback-Sieg gegen Bremen
Sport · 02.10.2026 21:15

Leverkusen feiert Comeback-Sieg gegen Bremen

Kurz: Nach einem 0:2-Rückstand dreht Bayer Leverkusen das Duell gegen Werder Bremen und feiert einen umkämpften 3:2-Heimsieg in der Frauen-Bundesliga.

Ein denkwürdiges Comeback im Ulrich-Haberland-Stadion

Es war ein Freitagabend, der in die Geschichte der laufenden Bundesliga-Saison der Frauen eingehen dürfte. Bayer Leverkusen empfing Werder Bremen zum direkten Verfolgerduell, wobei die Vorzeichen für die Gastgeberinnen zunächst alles andere als günstig standen. Nach einem desaströsen Start und einem zwischenzeitlichen Rückstand von zwei Toren schaffte es die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold, das Ruder in einer furiosen zweiten Halbzeit komplett herumzureißen. Mit einem 3:2-Erfolg nach einem 0:2-Pausenrückstand gelang den Rheinländerinnen nicht nur der erste Heimsieg der aktuellen Spielzeit, sondern auch ein wichtiger Sprung in der Tabelle. Durch diesen Erfolg schob sich Leverkusen an den Bremerinnen vorbei auf den vierten Tabellenplatz. Die Partie bot dabei alles, was das Fußballherz begehrt: einen frühen Elfmeter, eine verletzungsbedingte Auswechslung der Stammtorhüterin, einen Doppelpack innerhalb weniger Minuten und einen Siegtreffer durch eine Einwechselspielerin in der Schlussphase. Es war ein Abend der Emotionen, an dem Leverkusen bewies, dass sie trotz der vorangegangenen Niederlagen gegen die Schwergewichte aus Wolfsburg und München die Moral besitzen, auch aussichtslose Situationen zu drehen.

Die dramatischen Details der Begegnung

Die Anfangsphase der Partie war zunächst von einer gewissen Ausgeglichenheit geprägt, doch Bremen übernahm zusehends die Kontrolle. Bereits in der 10. Minute durch Elena Dhont, sowie kurz darauf durch Isabella Jaron und Mei Shimada, tasteten sich die Gäste an das Tor von Rafaele Borggräfe heran. Die Leverkusener Torhüterin stand in der 16. Minute erneut im Fokus, als sie einen eigenen Fehlpass durch eine Parade gegen Shimada wieder gutmachte. Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit ihr: In der 21. Minute traf Borggräfe bei einer hohen Flanke unglücklich Michelle Ulbrich mit den Fäusten, statt den Ball zu klären. Schiedsrichterin Julia Boike zeigte auf den Punkt und verwarnte die Torhüterin mit Gelb. Da sich Borggräfe bei dieser Aktion verletzte, musste sie durch Charlotte Voll ersetzt werden. Luna Vanzeir verwandelte den fälligen Elfmeter in der 26. Minute eiskalt. Nur fünf Minuten später erhöhte Michelle Weiß auf 2:0, wobei der Treffer durch eine unglückliche Abfälschung von Selina Ostermeier begünstigt wurde. Nach der Pause änderte sich das Bild komplett: Cornelia Kramer verkürzte in der 54. Minute nach Vorarbeit von Loreen Bender, ehe sie nur zwei Minuten später per Kopf den Ausgleich erzielte. Die eingewechselte Lobke Loonen krönte die Aufholjagd in der 81. Minute mit dem Siegtreffer nach einer Vorlage von Paulina Tomasiak.

Hintergrund und bisheriger Saisonverlauf

Der Sieg gegen Bremen markiert für Bayer Leverkusen einen Wendepunkt in einer bis dato schwierigen Spielzeit. Vor diesem Duell am 6. Spieltag hatte das Team von Roberto Pätzold bereits bittere Niederlagen gegen den VfL Wolfsburg sowie gegen den FC Bayern München hinnehmen müssen. Diese Spiele hatten das Punktekonto der Werkself belastet und den Druck vor dem Heimspiel gegen Bremen massiv erhöht. Es war der erste Punktgewinn im eigenen Stadion, was die Bedeutung des Sieges unterstreicht. Bremen hingegen reiste mit dem Ziel an, den eigenen Aufwärtstrend zu bestätigen und sich in der Spitzengruppe festzusetzen. Die taktische Marschroute von Werder war in der ersten Halbzeit voll aufgegangen, indem sie das Spiel dominierten und Leverkusen zu Fehlern zwangen. Die taktische Umstellung von Pätzold zur zweiten Halbzeit – insbesondere die Einwechslung von Marlene Müller für Carolin Simon – erwies sich als entscheidender Impuls. Diese Maßnahme veränderte die Statik des Spiels, da Leverkusen fortan deutlich aktiver und mutiger agierte, was die Bremer Defensive zunehmend vor unlösbare Aufgaben stellte und die Wende erst ermöglichte.

Die Akteure im Fokus der Partie

Auf dem Platz standen zahlreiche Akteurinnen im Mittelpunkt, die das Geschehen maßgeblich beeinflussten. Trainer Roberto Pätzold bewies mit seinen Wechseln ein glückliches Händchen. Besonders die Einwechslung von Lobke Loonen in der Schlussphase zahlte sich unmittelbar aus, als sie nur zwei Minuten nach ihrer Hereinnahme den entscheidenden Treffer erzielte. Auf der anderen Seite agierte Cornelia Kramer als treffsichere Vollstreckerin, die mit ihrem Doppelpack innerhalb von 120 Sekunden das Spiel fast im Alleingang kippte. Die Bremer Seite wurde durch die Torschützinnen Luna Vanzeir und Michelle Weiß vertreten, während die verletzungsbedingte Auswechslung von Rafaele Borggräfe das Leverkusener Torwartspiel vor eine unerwartete Herausforderung stellte, die Charlotte Voll jedoch annahm. Schiedsrichterin Julia Boike nahm mit ihrer Elfmeterentscheidung eine zentrale Rolle ein, die den Spielverlauf maßgeblich prägte. Auch Spielerinnen wie Loreen Bender und Paulina Tomasiak trugen durch ihre Vorlagen entscheidend zum Erfolg bei, während auf Bremer Seite Felicia Sträßer und Michelle Ulbrich in der Nachspielzeit die letzte Chance zum Ausgleich vergaben.

Einordnung der Leistung und sportliche Bedeutung

Einzuordnen ist dieser Sieg als ein essenzieller Befreiungsschlag für Bayer Leverkusen. Den Berichten zufolge war die erste Hälfte von einer deutlichen Unterlegenheit geprägt, die den Rückstand von 0:2 absolut rechtfertigte. Die Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel zeugt jedoch von einer hohen mentalen Stabilität innerhalb der Mannschaft. Dass Leverkusen nach den Niederlagen gegen die Top-Teams der Liga nun gegen einen direkten Konkurrenten wie Bremen bestehen konnte, ist ein wichtiges Signal für den weiteren Saisonverlauf. Die taktische Flexibilität, die Pätzold mit seinen Auswechslungen bewies, unterstreicht die Qualität des Kaders in der Breite. Dennoch bleibt festzuhalten, dass das Spiel auch aufzeigte, wie anfällig die Leverkusener Defensive bei Fehlern im Spielaufbau ist, was besonders bei der Elfmetersituation deutlich wurde. Für Werder Bremen bedeutet die Niederlage einen Dämpfer im Bestreben, sich dauerhaft in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren. Die Unfähigkeit, den Vorsprung über die Zeit zu bringen, dürfte für das Bremer Trainerteam Anlass zur Analyse geben, insbesondere im Hinblick auf die defensive Stabilität in der zweiten Spielhälfte.

Offene Fragen nach dem Abpfiff

Trotz der ausführlichen Berichterstattung bleiben einige Aspekte des Spiels unbeantwortet. So ist der genaue Schweregrad der Verletzung von Torhüterin Rafaele Borggräfe, die nach dem Zusammenprall ausgewechselt werden musste, nicht explizit benannt. Auch bleibt offen, ob die Auswechslung von Carolin Simon zur Halbzeit eine rein taktische Entscheidung war oder ob gesundheitliche Gründe vorlagen. Zudem wird nicht detailliert erläutert, warum der vermeintliche dritte Treffer für Leverkusen in der 69. Minute, der nach einer Ecke per Kopf erzielt wurde, aufgrund eines Foulspiels aberkannt wurde. Die genaue Begründung der Schiedsrichterin für diese Entscheidung bleibt im Dunkeln. Ebenso wenig wird geklärt, wie die Bremer Mannschaft die psychologische Belastung nach dem schnellen Ausgleich durch Kramer verarbeitete, da die Dominanz der ersten Hälfte nach der Pause nahezu vollständig verschwand. Auch die langfristigen Auswirkungen auf die Torwartposition bei Leverkusen, sollten Borggräfe länger ausfallen, werden im Quelltext nicht weiter thematisiert.

Ausblick auf die kommenden Aufgaben

Nach diesem intensiven Duell steht für beide Mannschaften nun eine Zäsur bevor. Aufgrund der anstehenden Länderspielpause ruht der Spielbetrieb in der Frauen-Bundesliga für die kommenden zwei Wochen. Diese Zeit wird von den Trainern genutzt werden, um die Lehren aus dem 6. Spieltag zu ziehen und die taktischen Feinjustierungen vorzunehmen. Für Bayer Leverkusen geht es am 17. Oktober weiter, wenn sie um 14 Uhr Eintracht Frankfurt im heimischen Stadion empfangen. Ein weiterer Sieg vor heimischer Kulisse könnte den Aufwärtstrend festigen. Werder Bremen hingegen ist einen Tag später gefordert: Am 18. Oktober empfangen die Norddeutschen die TSG Hoffenheim um 16 Uhr. Für Bremen wird es darum gehen, die bittere Niederlage von Leverkusen schnell aus den Köpfen zu bekommen und gegen die TSG wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Die Termine stehen fest, und die Vorbereitungen auf diese richtungsweisenden Partien werden nach der Pause in den Fokus rücken, wobei die Mannschaften versuchen werden, ihre derzeitige Form zu konservieren oder zu verbessern.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/person-kind-athlet-sportler-10347870/ · Foto: Марина Шишкина
Quelle: https://www.sportschau.de/regional/wdr/wdr-leverkusen-feiert-comeback-sieg-gegen-bremen-100.html