Ein erschütternder Vorfall in Grebenstein-Udenhausen
Im Landkreis Kassel hat sich ein beunruhigender Vorfall ereignet, der nun die Behörden beschäftigt. In der Ortschaft Grebenstein-Udenhausen wurde eine Stute auf einer Koppel mutwillig verletzt. Die Polizei ermittelt in diesem Zusammenhang wegen eines Verdachts auf einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Der Vorfall ereignete sich in einem Zeitraum zwischen Montagabend und Dienstagmorgen. Die Pferdebesitzerin entdeckte die Verletzungen am Dienstag gegen 6:30 Uhr, als sie nach ihren Tieren auf der Koppel sah. Die Stute, die gemeinsam mit weiteren Pferden auf einer umzäunten Weide mit Offenstall untergebracht war, wies deutliche Blutspuren an den Hinterläufen auf. Die Tat löste bei den Verantwortlichen und in der Gemeinde Entsetzen aus, da das Tier zuvor keine Anzeichen einer Verletzung gezeigt hatte. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun intensiv nach Zeugen, die im Bereich des Pappelwegs verdächtige Beobachtungen gemacht haben könnten.
Details zum Tathergang und den Untersuchungen
Die Ermittlungen der Polizeistation Hofgeismar ergaben, dass die Stute am Montagabend gegen 19 Uhr noch völlig unversehrt war. Erst am darauffolgenden Dienstagmorgen gegen 6:30 Uhr bemerkte die Besitzerin die Verletzungen an den Hinterläufen des Tieres. Ein hinzugezogener Tierarzt untersuchte das Pferd eingehend und stellte dabei fest, dass die Wunden im Genitalbereich lokalisiert waren. Nach derzeitigem Kenntnisstand der Ermittler ist davon auszugehen, dass die Verletzungen dem Tier mit einem bislang unbekannten, spitzen Gegenstand zugefügt wurden. Die Beamten der Polizei führten unmittelbar nach der Meldung eine gründliche Absuche der Koppel sowie des angrenzenden Geländes am Pappelweg durch. Trotz dieser intensiven Bemühungen konnte jedoch kein Tatwerkzeug sichergestellt werden. Das betroffene Tier wurde medizinisch versorgt und befindet sich den Berichten zufolge glücklicherweise bereits auf dem Weg der Besserung. Die Ermittlungen wurden inzwischen an die Kriminalpolizei in Kassel übergeben, die nun die weitere Spurenauswertung koordiniert.
Hintergrund und bisheriger Verlauf
Die Koppel, auf der die Stute untergebracht war, grenzt direkt an den Pappelweg in Udenhausen. Das Tier war dort gemeinsam mit weiteren Artgenossen in einem Offenstall untergebracht, was für Pferde eine übliche und artgerechte Haltungsform darstellt. Dass eine solche Anlage Ziel eines mutwilligen Angriffs wird, stellt für die Halter eine enorme Belastung dar. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass sich der Täter in der Nacht von Montag auf Dienstag unbemerkt Zugang zu dem Gelände verschafft hat. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass es in der jüngeren Vergangenheit zu ähnlichen Vorfällen in diesem Bereich gekommen ist. Die Ermittler prüfen nun, ob es im Umfeld der Koppel Anhaltspunkte gibt, die auf das Eindringen fremder Personen hindeuten. Die systematische Suche nach dem Tatwerkzeug blieb zwar erfolglos, doch die Schwere der Verletzungen lässt auf eine gezielte Handlung schließen, die nicht durch einen Unfall auf der Weide erklärt werden kann.
Die Beteiligten und der Zeugenaufruf
An den Ermittlungen sind primär die Beamten der Polizeistation Hofgeismar sowie die Kriminalpolizei Kassel beteiligt. Die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Nordhessen, Ulrike Schaake, hat den Fall offiziell bestätigt und die Öffentlichkeit um Mithilfe gebeten. Die Pferdebesitzerin, die den Vorfall zur Anzeige brachte, steht im engen Austausch mit den Ermittlungsbehörden. Die Polizei richtet sich nun mit einem dringenden Appell an die Bevölkerung: Zeugen, die in der fraglichen Nacht von Montag auf Dienstag verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Pappelwegs in Grebenstein-Udenhausen bemerkt haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. Jede noch so kleine Beobachtung könnte für die Kriminalbeamten von entscheidender Bedeutung sein, um den Täter zu identifizieren und weitere Taten zu verhindern. Die Polizei betont, dass Hinweise auch außerhalb der regulären Dienstzeiten über den Polizeiführer vom Dienst entgegengenommen werden.
Einordnung des Geschehens
Einzuordnen ist das so: Ein Angriff auf ein wehrloses Tier auf einer umzäunten Koppel stellt eine erhebliche Straftat dar. Die Tatsache, dass die Verletzungen im Genitalbereich festgestellt wurden, deutet auf eine gezielte und bösartige Absicht hin. Den Berichten zufolge ist die Polizei alarmiert, da solche Übergriffe nicht nur das betroffene Tier gefährden, sondern auch die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Tierhalter in der Region massiv beeinträchtigen. Die Ermittler behandeln den Fall mit der gebotenen Ernsthaftigkeit, da ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz in einem solchen Maße kein Kavaliersdelikt darstellt. Die Arbeit der Kripo zielt nun darauf ab, ein Bewegungsprofil für die fragliche Nacht zu erstellen. Es bleibt abzuwarten, ob die Ermittlungen durch Zeugenhinweise oder weitere forensische Untersuchungen vorangetrieben werden können. Die Schwere der Tat und die Art der Verletzungen lassen die Ermittler derzeit von einer vorsätzlichen menschlichen Einwirkung ausgehen, was die Suche nach dem Täter zur Priorität macht.
Offene Fragen und wie es weitergeht
Der vorliegende Sachstand lässt einige Fragen offen, die im weiteren Verlauf der Ermittlungen geklärt werden müssen. So ist bisher völlig unklar, welcher Gegenstand genau für die Verletzungen verwendet wurde, da die Absuche der Koppel ergebnislos blieb. Ebenso ungeklärt ist die Identität des Täters oder der Täter sowie ein mögliches Motiv für diese grausame Tat. Es ist nicht bekannt, ob es in der Umgebung des Pappelwegs Überwachungskameras gibt, die möglicherweise Aufschluss über fremde Fahrzeuge geben könnten. Auch bleibt offen, ob das Tier durch den Angriff bleibende Schäden davontragen wird, obwohl es sich aktuell auf dem Weg der Besserung befindet. Wie es weitergeht: Die Kriminalpolizei Kassel setzt ihre Ermittlungen fort und wertet alle eingehenden Zeugenhinweise aus. Es sind keine weiteren Termine oder spezifischen Maßnahmen öffentlich angekündigt worden, außer der fortlaufenden Suche nach Hinweisen aus der Bevölkerung. Die Polizei wird erst dann weitere Informationen bekannt geben, wenn neue Erkenntnisse vorliegen, die die Ermittlungen maßgeblich voranbringen.