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Union Halle-Neustadt chancenlos gegen Meister Blomberg-Lippe
Sport · 09.09.2026 22:16

Union Halle-Neustadt chancenlos gegen Meister Blomberg-Lippe

Kurz: Die Handballerinnen von Union Halle-Neustadt mussten sich am dritten Spieltag der Bundesliga dem Meister HSG Blomberg-Lippe mit 25:31 geschlagen geben.

Ein gebrauchter Abend für die Wildcats

Am dritten Spieltag der Handball-Bundesliga der Frauen erlebte der SV Union Halle-Neustadt einen ernüchternden Abend. In der heimischen Arena empfingen die „Wildcats“ den amtierenden Meister, die HSG Blomberg-Lippe. Die Partie verlief aus Sicht der Gastgeberinnen von Beginn an äußerst schwierig. Bereits in der ersten Halbzeit zeichnete sich eine deutliche Überlegenheit des Favoriten ab, der das Spielgeschehen kontrollierte und die Abwehr der Hallenserinnen immer wieder vor unlösbare Aufgaben stellte. Während die Gäste aus Blomberg-Lippe mit einer beeindruckenden Souveränität auftraten, fanden die Gastgeberinnen lange Zeit keinen Zugriff auf die Begegnung. Erst nach dem Seitenwechsel gelang es dem Team von Trainer Pether Krautmeyer, das Spiel zumindest phasenweise offener zu gestalten und eigene Akzente zu setzen. Dennoch war die Hypothek aus der ersten Spielhälfte zu groß, um den Meister ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Am Ende stand eine 25:31-Niederlage auf der Anzeigetafel, die die aktuelle Leistungsdifferenz zwischen den beiden Kontrahenten deutlich widerspiegelte.

Zahlen und Fakten zum Spielverlauf

Der Spielbericht vom Mittwochabend offenbart eine klare statistische Dominanz der Gäste. Bereits nach 17 Minuten war die Vorentscheidung praktisch gefallen, als Halle mit 6:15 in Rückstand geriet. Zur Halbzeitpause lautete der Spielstand 10:19. Ein wesentlicher Faktor für diesen Spielverlauf war die Torhüterleistung: Während die HSG Blomberg-Lippe auf insgesamt 20 Paraden kam, konnten die Torhüterinnen der Wildcats lediglich zwölf Bälle abwehren. Auch bei der Wurfquote gab es ein deutliches Gefälle: Blomberg-Lippe verwertete 65 Prozent seiner Chancen, während Halle lediglich eine Quote von 49 Prozent erreichte. Ein Lichtblick für die Gastgeberinnen war die Phase zwischen der 40. und 47. Minute, in der sie mit einem 5:0-Lauf auf 18:23 verkürzen konnten. Zu den Akteurinnen auf dem Feld zählten bei den Gästen auch die ehemaligen Hallenserinnen Lara Lepschi, Nicole Roth und Lilli Röpcke, die gegen ihren alten Verein antraten. Nach dem erwähnten Zwischenhoch ließ der Meister es zwar etwas ruhiger angehen, verwaltete den Vorsprung jedoch bis zum Schlusspfiff routiniert.

Der Weg unter dem neuen Trainer

Für Union Halle-Neustadt markiert die aktuelle Saison einen Umbruch. Unter der Leitung des neuen schwedischen Trainers Pether Krautmeyer versucht das Team, sich in der Bundesliga zu behaupten. Die Zielsetzung für die laufende Spielzeit wurde bereits im Vorfeld der Saison mit Demut und dem Wunsch nach einer gewissen Lockerheit formuliert, um den Klassenerhalt zu sichern. Die Partie gegen den Meister Blomberg-Lippe war dabei ein Härtetest, der die hohen Anforderungen der Liga verdeutlichte. Der Saisonstart verlief für die Wildcats bisher holprig, wie auch die Ergebnisse der vorangegangenen Spieltage zeigen. Bereits in den ersten Partien der Saison, etwa bei den Begegnungen gegen den HC Leipzig oder den Thüringer HC, wurde deutlich, dass das Team noch Zeit benötigt, um sich in der neuen Konstellation zu finden. Der Fokus liegt nun darauf, die Lehren aus der deutlichen Niederlage gegen den Favoriten zu ziehen und die spielerische Stabilität über die volle Distanz von 60 Minuten zu erhöhen.

Einordnung der Kräfteverhältnisse

Den Berichten zufolge ist die Niederlage gegen den amtierenden Meister aus Blomberg-Lippe als einzuordnen, dass die HSG ihre Favoritenrolle von der ersten Minute an untermauerte und dem Spiel ihren Stempel aufdrückte. Dass Halle nach der Pause mit einem 5:0-Lauf reagieren konnte, zeugt zwar von der kämpferischen Einstellung der Mannschaft, doch einzuordnen ist das so, dass der Meister in dieser Phase bewusst einen Gang zurückschaltete. Die statistische Überlegenheit bei den Torhüterleistungen und der Wurfquote unterstreicht, dass Blomberg-Lippe in allen Belangen das reifere und effizientere Team stellte. Für die Wildcats bedeutet dieses Ergebnis, dass sie sich in den kommenden Wochen vor allem auf die Spiele gegen Gegner auf Augenhöhe konzentrieren müssen, um die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Die Niederlage gegen einen Meisterschaftsanwärter wie Blomberg-Lippe ist zwar schmerzhaft, aber in der Gesamtschau der Saison als einzuordnen, dass sie gegen solche Top-Teams aktuell noch nicht für eine Überraschung in der Lage sind.

Ausblick auf die kommenden Aufgaben

Nach der Niederlage gegen Blomberg-Lippe bleibt den Handballerinnen aus Halle wenig Zeit zur Regeneration. Das Programm für die kommenden Wochen ist intensiv und anspruchsvoll. Es steht ein kurioser Doppelpack gegen Borussia Dortmund an, bei dem die Wildcats sowohl in der Liga als auch im Pokal gegen den BVB antreten müssen. Diese Begegnungen werden eine weitere Standortbestimmung für das Team von Pether Krautmeyer sein. Der Blick richtet sich anschließend auf den 10. Oktober, wenn das mit Spannung erwartete Ost-Duell gegen den BSV Sachsen Zwickau auf dem Programm steht. Bis dahin gilt es für die Mannschaft, die Defizite in der Chancenverwertung und in der Abwehrarbeit aufzuarbeiten. Die kommenden Termine werden maßgeblich darüber entscheiden, wie sich Union Halle-Neustadt in der Tabelle positioniert und ob das Ziel des Klassenerhalts in greifbarer Nähe bleibt. Die Spielerinnen sind gefordert, die gezeigte Moral aus der zweiten Halbzeit gegen Blomberg-Lippe nun über längere Phasen in den kommenden Partien abzurufen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/stadtischer-protest-mit-schild-von-hinten-gesehen-38996274/ · Foto: Iván Hernández-Cuevas
Quelle: https://www.sportschau.de/regional/mdr/hsg-blomberg-lippe-handball-bundesliga,union-halle-neustadt-226.html