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Steam-Hardware: Käufer müssen nach Cyberangriff mit Betrugsmails rechnen
Technik · 11.08.2026 07:54

Steam-Hardware: Käufer müssen nach Cyberangriff mit Betrugsmails rechnen

Kurz: Nach einem Cyberangriff auf den Logistikpartner CEVA sind Kundendaten von Steam-Hardware-Käufern entwendet worden. Valve warnt vor gezielten Betrugsversuchen.

Datenabfluss bei Logistikdienstleister CEVA

Ein schwerwiegender Cyberangriff auf den europäischen Versandpartner CEVA Logistics hat Auswirkungen auf Kunden von Valve. Wie das Unternehmen bestätigte, wurden bei dem Vorfall sensible Lieferdaten von Käufern entwendet, die Hardware über Steam bezogen haben. Der Angriff richtete sich gegen mindestens acht europäische Standorte des in Frankreich ansässigen Logistikdienstleisters.

Nach aktuellem Kenntnisstand fand der unbefugte Zugriff auf die Systeme im Zeitraum vom 29. Juli bis zum 1. August statt. Valve wurde nach eigenen Angaben am 7. August über den Vorfall in Kenntnis gesetzt und hat daraufhin die betroffenen Kunden per E-Mail informiert.

Welche Daten sind betroffen?

Die entwendeten Datensätze umfassen laut Valve eine Reihe persönlicher Informationen, die für die Abwicklung von Versandaufträgen notwendig sind. Dazu gehören:

* Vollständige Namen der Kunden

* Postanschriften

* Hinterlegte Telefonnummern

* E-Mail-Adressen, die mit dem Steam-Account verknüpft sind

* Spezifische Details zur Bestellung, wie der Produkttyp und der Kaufpreis

Entwarnung gibt es hingegen hinsichtlich kritischer Sicherheitsmerkmale: Zahlungsdaten, Account-Passwörter sowie Steam-Guard-Codes sind nach derzeitigem Stand nicht in die Hände der Angreifer gelangt. Aus diesem Grund hält es Valve aktuell nicht für erforderlich, dass Nutzer ihre Steam-Passwörter ändern.

Hintergrund des Logistikprozesses

CEVA Logistics ist für Valve der zentrale Partner für den Versand von Hardware-Produkten innerhalb Europas. Hierzu zählen unter anderem das Steam Deck, Steam Controller sowie Steam Machines. Die für den Versand notwendigen Kundendaten werden von Valve an den Logistiker übermittelt und dort laut den Sicherheitsvorgaben bis zu 90 Tage nach Abschluss des Bestellvorgangs gespeichert.

Da der Vorfall mehrere Lagerstandorte betrifft, ist die genaue Eingrenzung der betroffenen Produkte schwierig. Valve geht davon aus, dass Käufer verschiedenster Hardware-Modelle betroffen sein könnten.

Vorsicht vor Betrugsversuchen

Valve warnt eindringlich vor den Folgen des Datendiebstahls. Kunden sollten in den kommenden Wochen besonders wachsam gegenüber E-Mails, SMS oder Telefonanrufen sein, die sich auf ihre Hardware-Bestellung beziehen. Es besteht ein hohes Risiko für Phishing-Versuche oder betrügerische Kontaktaufnahmen.

Typische Szenarien für solche Betrugsmaschen könnten sein:

* Vermeintliche Bestätigungen zu Lieferungen

* Aufforderungen zur Zahlung von Zollgebühren oder Zustellkosten

* Links zu gefälschten Login-Seiten zur angeblichen Verifizierung der Bestellung

Das Unternehmen betont, dass der offizielle Steam-Support niemals nach Passwörtern oder Steam-Guard-Codes fragen würde. Jegliche Kommunikation, die solche Daten einfordert, ist als betrügerisch einzustufen.

Weitere Schritte und Einordnung

Der Vorfall bei CEVA Logistics ist kein isoliertes Ereignis. Berichten zufolge sind auch andere namhafte Unternehmen und Institutionen, darunter die Bank ING, der Fußballverein Ajax Amsterdam sowie die Brillenkette Ace & Tate, von dem Angriff betroffen.

CEVA Logistics hat nach Bekanntwerden der Sicherheitslücke die betroffenen Systeme vorübergehend vom Netz genommen und externe Sicherheitsexperten hinzugezogen, um den Vorfall aufzuarbeiten. Valve hat angekündigt, den Datendiebstahl den zuständigen Datenschutzbehörden in den betroffenen europäischen Ländern zu melden. Für Kunden empfiehlt es sich, in der nächsten Zeit bei jeder Kommunikation, die den Anschein erweckt, von Valve oder einem Versanddienstleister zu stammen, höchste Vorsicht walten zu lassen und keine sensiblen Daten über unaufgeforderte Nachrichten preiszugeben.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/strasse-gebaude-mauer-wand-18925119/ · Foto: Loris
Quelle: https://www.heise.de/news/Steam-Hardware-Kaeufer-muessen-nach-Cyberangriff-mit-Betrugsmails-rechnen-11409514.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag